Was macht man als kleiner Musiker, wenn man zwar gerade so ein Instrument bedienen, aber vom Songschreiben nicht die geringste Ahnung hat? Richtig! Man covert! Die meisten würden über altbekannte Melodien ein paar Beats legen und unter's Volk bringen, nicht aber BosHoss. Bei ihnen mussen es schon durchgängige Galoppiergeräusche sein! Ja richtig, die Berliner Jungs (sic!) von BossHoss verwursten Hits der letzten Jahre, so unter anderem "Hot in Herre" von NELLY, "Hey Ya" von OUTCAST, "All the things she said" von T.A.T.U., "Loser" von BECK und "A little less conversation" von ELVIS, im Country-Stil mit dem allertiefsten Assi-Slang. Man kann sich richtig vorstellen, wie die Jungs auf einer Veranda irgendwo im Nirgendwo des amerikanischen Mittleren Westens sitzen, vor sich einen alten PickUp stehend und nur 'ne Latzhose anhabend, Tabak kauen, Bier saufen und die "Klampfe" schwingen. Rülpsen & Furzen inklusive.
The BossHoss mögen anspruchslose Musik machen, aber sie zeigen sich dabei im Arrangement der Songs äußerst phantasievoll! Wer aus BRITNEY SPEARS und den BEASTY BOYS Country-Songs machen kann, verdient auf jeden Fall meinen Respekt. Das Album mag nach 2 Durchläufen hintereinander auf die Nerven gehen, aber bis dahin macht es riesigen Spaß! Wunderbare Musik für den Hillbilly von heute.