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Produktinformation
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»Interkultur soll mit messbaren Zielvorgaben an den tatsächllichen Verhältnissen ansetzen. (...) Die Lektüre des Buches, das seine erhellende Sicht auf die neuen ethnischen Realitäten auch den persönlichen Erfahrungen des Autors verdankt, sollte mindestens für alle sich mit Migrationspolitik Beschäftigenden Pflicht sein.«
(Urs Hafner Neue Zürcher Zeitung )»Mit großer Freude liest man diese Kulturkritik, delektiert sich an den Kommentaren zur Sozial- und Bildungspolitik, und solidarisiert sich mit den Widerworten zur Instrumentalisierung der Künste im Zusammenhang mit Migration.«
(Wolfgang Schneider Kulturpolitische Mitteilungen )»In kurzweilig zu lesender Form ist es Mark Terkessidis gelungen, die wichtigsten Elemente zeitgenössischer deutscher Rassismuskritik zu benennen, ohne in Larmoyanz zu verfallen. Die bereits erfolgten Entwicklungen in der Parapolis und das Programm der Interkultur rechtfertigen den Optimismus und die Freude, die das Buch ausstrahlt. Für eine breite Leserschaft - ein Muss für alle Studierenden Sozialer Arbeit und ihre Bibliotheken.«
(Prof. Dr. Lilo Schmitz socialnet.de )»In dem neuen Buch von Mark Terkessidis geht es um die Weiterentwicklung von Organisationen, um Arbeitsabläufe, Mitarbeiterkompetenzen und betriebliche Vereinbarungen. Interkultur ist trotzdem kein trockenes Fachbuch. Sondern ein lesenswerter Streifzug durch die Migrationsgesellschaft Deutschland, mit zahlreichen Vorschlägen für einen gerechteren Umgang mit gesellschaftlicher Vielfalt.«
(Christian Horn nah & fern )»Mark Terkessidis setzt in seinem Buch ohne zu trivialisieren an konkreten und persönlichen Ereignissen an, die er problematisiert und schließlich in eine politische Analyse münden lässt. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Sarazzin-Debatte bietet das Buch interessante Denkansätze.«
(Emel Cetin DISS-Journal )
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Weg von Integration - Hin zu Interkultur,
Von Julia Eksner (Berlin, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Interkultur (edition suhrkamp) (Taschenbuch)
Ich habe das neue Buch von Mark Terkessidis in einer Woche weggelesen. Es ist leicht lesbar geschrieben ohne jedoch leichtfertig mit Inhalten und Daten umzugehen. Ich arbeite selbst auch im Feld der Migrationsforschung, und bin mit den Statistiken und der Situation, wie in diesem Buch beschrieben, vertraut. Mark Terkessidis vermittelt die grundlegenden Fakten in diesem Buch ohne zu langweilen und ohne zu abgehoben zu werden. Obwohl dieses an sich wichtig ist, ist dies jedoch nicht der Hauptverdienst dieses Buches. Was das Buch herausstellt ist seine zentrale These: Deutschland, ein Land in dem 30% der Bevoelkerung einen Migrationshintergrund hat und in dem dieser Anteil in den naechsten 20 Jahren auf ueber 50% steigen wird - muss weg von den veralteten Konzepten der Integration und Assimilation in die deutsche "Leitkultur", und hin zu einem Konzept der Diversity oder Interkultur, in der Menschen aus unterschiedlichen ethnokulturellen Communities gleichberechtigten Zugang zu Institutionen, Bildung, und Partizipationsmoeglichkeiten in Deutschland haben. Diese zentrale These beschreibt er mit vergleichendem Blick auf weitere europaeische Laender (Grossbritannien und Frankreich) sowie die USA, und vermittelt viele Anregungen wie ein solcher Paradigmenwechsel in den deutschen Institutionen aussehen koennte. Die Lektuere von "Interkultur" ist kurzweilig, informierend, und sie stellt einen Perspektivenwechsel (fast) sicher.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Von der Einheit zur Vielheit,
Von Erzbergwerkszwerg - Alle meine Rezensionen ansehen (HALL OF FAME REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (TOP 50 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Interkultur (edition suhrkamp) (Taschenbuch)
Mark Terkessidis, gebürtiger Eschweiler und studierter Psychologe, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Themen Migration, Integration und Interkultur. Er hat u.a. über die Banalität des Rassismus und über mobile Gesellschaften ("Fliehkraft" - auch ein tolles Buch!) geschrieben. Nun widmet er sich dem Thema Interkultur. Was aber ist damit gemeint?Terkessidis zeigt auf, was eigentlich schon seit Jahrzehnten Realität in Deutschland ist - aber immer noch schlichtweg ignoriert (!) wird. Auch wenn die rot-grüne Regierung es Ende der 90er ausgesprochen hat, ist es immer noch nicht ganz angekommen: Deutschland ist ein Einwanderungsland. Aber immer noch will man versuchen, einen Standard vorzugeben, der festlegt, wie ein Normdeutscher zu funktionieren hat - und das hat dann bitte auch möglichst rasch zu geschehen. Dass aber selbst der deutscheste Normdeutsche (mal abgesehen davon, dass es ihn nicht gibt) dieser Norm nie und nimmer gerecht wird, spielt keine Rolle. Das ist doch eigentlich verrückt, oder? Nein: Das ist das landläufige Verständnis von Integration. Kein Wunder, dass es nicht funktioniert... Terkessidis hat sich nun mitten in den deutschen Alltag begeben und klopft verschiedene Lebensbereiche danach ab, ob sie auch wirklich eine "Barrierefreiheit" im umfassendsten Sinne (also Arme, Kranke, Behinderte, Alte, Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund etc.) gewährleisten. Der Autor lässt zahlreiche Erfahrungen aus seinem eigenen Umfeld in seine Ausführungen einfließen. Genau das macht die Lektüre so spannend und lebendig. Schnell erkennt man ganz übliche Handlungsweisen, die man bislang überhaupt nicht reflektiert hat. Da wird z.B. dem Autor zu Grundschulzeiten einfach eine Art "genetisches Wissen" über Griechenland unterstellt - sogar über die griechische Antike! Dabei war er zum Zeitpunkt der Befragung noch kein einziges Mal in Griechenland. Und welches Gefühl hinterlässt die sicherlich wohlmeinende Fragerei eines Grundschullehrers bei einem Kind? Auf alle Fälle kein gutes, denn es stellt fest, dass es anders ist und nicht einmal über das offenbar erforderliche Wissen, das mit dieser Alterität verknüpft zu sein scheint, verfügt. Dies nur als kleines Beispiel. Terkessidis zeigt aber nicht nur auf, wie es um die Barrierefreiheit in Deutschland bestellt ist, sondern bietet Vorschläge für die Zukunft. Was muss sich ändern, damit wir mit der Realität klar kommen? Wie kann man das ungeheure Potenzial, das in der "Parapolis" schlummert, konstruktiv nutzen? Der Autor betont hier, wie wenig es nützt, wenn man darauf hofft, dass allein irgendwelche Moralvorstellungen Einzelner (im Idealfall natürlich aller Bürger) eine Art Friede-Freude-Eierkuchen-Zustand herbeiführen. Vielmehr ist es die Aufgabe des Staates über Reformen der Institutionen eine Änderung herbeizuführen. Bestes Beispiel dafür ist die Schule. Wenn man merkt, dass das Schulsystem so wie es gegenwärtig ist, irgendwie nicht richtig funktioniert, kann man darüber jammern, dass die Schüler nicht "richtig" sind (z.B. hoher Migrantenanteil) oder man kann sich Gedanken darüber machen, ob das System falsch sein könnte. Doch auch andere Institutionen wie z.B. Büchereien, Theater etc. werden in die Überlegungen mit einbezogen. Fazit: Mark Terkessidis hat ein ungeheuer gehaltvolles und wichtiges Buch geschrieben, dem ich viele Leser wünsche. Vor allem Pädagogen und Politiker sollten es lesen. Hier könnte so viel bewegt werden, damit Deutschland die unglaublichen Ressourcen, die ihm als Einwanderungsland zur Verfügung stehen endlich nutzt. Unbedingt lesen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Noch kein Interkultur-Rhythmus in Deutschland,
Von
Rezension bezieht sich auf: Interkultur (edition suhrkamp) (Taschenbuch)
Mark Terkessidis hat bereits 2006 mit der ehemaligen Essener Wissenschaftlerin Yasemin Karakasoglu- Aydin ,die dort u.a. im nahen Umfeld des "Zentrums für Türkeistudien" tätig war,ein Plädoyer für Rationalität in der"Integrationsdebatte veröffentlicht.2010 folgt nun Interkultur.Die Hauptthese von Terkessidis: Interkultur geht davon aus,dass man nicht Gruppen ,sondern Individuen vor sich hat,dass diese Individuen Potenziale haben ,und das Institutionen so beschaffen sein müssen ,dass diese Indfividuen ihre Potenziale ausschöpfen können. (Analyse und Kritik NR.555 vom 19.Nov. 2010,Seite 13)Wenn ich eine Sonderschule habe ,brauche ich auch Leute,die auf die Sonderschule gehen.(Ebenda)Leider bezieht Terkessidis die Sonderschule nur auf den erhöhten Migrantenanteil dort. Um Behinderte an den Sonderschulen oder um eine Gesellschaft,die Behinderte als Individuen wahrnimmt ,geht es Terkessidis mit seinem Begriff nicht.Terkessidis kritisiert das" Mainstreaming Konzept" von Institutionen ."Der Mangel an Sensibilität gegenüber ungleichen Effekten von Entscheidungen wird als Bias bezeichnet." (Interkultur,S60)Terkessidis will nicht eine Anerkennung von Differenz,sondern eine tänzerische Zusammenarbeit finden.(Vgl.S.165/166) Wie realitätsnah ist das nun?- Der Kölner Politikwissenschaftler Butterwegge beantwortet indirekt diese Frage:"Armut wird nach wie vor nicht als gesellschaftliches Kardinalsproblem wahrgenommen.Zunehmende Armut wird nicht konsequent bekämpft."(Butterwegge 2009)Ändert sich daran nichts, müsste ja die allochtone Gruppen grösstenteils in eine prekäre Interkultur des Mangels inkludiert werden. Die ökonomischen Grundbedingungen ,erkennbar an flachen Hierarchien, sind nicht oder noch nicht gegeben. So scheitert das Konzept der Interkultur bisher in weiten Teilen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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