natürlich möchte man mal gern sehen, wie donald trump sich eingerichtet hat oder die witwe astor oder wolfgang joop - und da kommt man mit diesem perfekt zusammengetragenen bildband natürlich voll auf seine kosten. überraschendere räume bieten jedoch weniger die superreichen als vielmehr die künstler, so jene michele oka doner mit ihrem loft, der in vielen design-büchern vorgestellt wird - oder auch die etwas unbekannteren dandys mcdermott und mcgough - die versuchen, die zeit im ausgehenden 19. jahrhundert anzuhalten - und sich eine skurrile rückzugs-oase mit historischen grammophonen und fotogeräten erhalten haben. die eigentlich interessanten entdeckungen sind aber vor den türen new yorks zu machen - dort ist platz für architektonische gesamtkonzepte und nicht nur für innendesign-experimente. so hat sich steven spielberg ein kleines dorf bauen lassen, aus gäste-komplex, wohnhaus, einer alten, aus pennsylvania herantransportierten scheune, aus ultramodernen farmhäusern. noch verblüffender wirkt das ensemble aus leuchtturm, aussichtsplattform, mittelhalle und campanile, das sich richard ekstract bauen ließ. einen unglaublich harmonischen eindruck macht die holzkonstruktion, die die new yorker architekten smith-miller und hawkinson in eine alte fabrikhalle nahe princeton hineinsetzten. die verschiedenen wohnebenen halten abstand zu den riesigen fensterflächen - das haus steckt somit voller tageslicht. dem ziegelrot der aussenmauern der verflossenen terracotta company bieten die warmen holztöne und viele große weiße flächen ein modernes, wohnliches gegengewicht. gerade wegen des zweiten buchteils "outside of new york" hält man also eine äußerst anregende ideensammlung in den händen - stumpf, wer nicht sofort anfängt zu grübeln, in welche stil-richtung er sich nach dieser buchlektüre nun selbst weiter-entwickeln möchte ...