Pressestimmen
"Der Konstanzer Sonderforschungsbereich Norm und Symbol - die kulturelle Dimension sozialer und politischer Integration widmet sich der Untersuchung symbolischer Repräsentation von handlungsorientierenden Konstrukten und Weltdeutungsmustern in ihrer Bedeutung für Aufbau und Reproduktion sozialer Ordnung . Die Anwendung eines auf historischer Differenz bestehenden und Kommunikation als Schlüsselbegriff einsetzenden Politikmodells auf die Analyse frühneuzeitlicher städtischer sozialer und politischer Ordnung ist Gegenstand dieses Sammelbandes. Die Beiträge sind durchweg gut strukturiert und beziehen sich auf den skizzierten Fragehorizont." Zeitschrift für Geschichtswissenschaft Der durch ein Sachregister hervorragend erschlossene Sammelband dokumentiert einen neuen Erkenntnisstand in der frühneuzeitlichen Stadtgeschichte, hinter den man nicht mehr zurückgehen kann. (Zeitschrift für Historische Forschung, 01/2008)
Kurzbeschreibung
Die Tagung »Kommunikation und Herrschaftsbildung« im Oktober 2001 an der Universität Konstanz richtete ihren Blick auf die Stadt in der frühen Neuzeit, deren Erforschung Fragen nach vormoderner politischer Ordnung und den Wurzeln moderner politischer Kultur verbindet. In ihren Beiträgen zu dem Tagungsband formulieren die 18 Autoren eine neue, kommunikationstheoretisch ausgerichtete Vorstellung von Macht und Politik. Statt Macht als »vorhanden« und damit delegierbar vorauszusetzen, fragen sie, wie politische Macht sich in sozialen Prozessen konstituiert und Herrschaft institutionell verfestigt. Während die Stadt einerseits in ihrer sozialen Struktur bestimmt war durch Kommunikation unter Anwesenden, zielte sie andererseits in ihrem Machtkonzept auf eine funktionale Bestimmung des Politischen und damit auf ihre Verselbstständigung gegenüber anderen Handlungszusammenhängen.Die daraus resultierenden Fragen diskutiert der Tagungsband auf drei Ebenen: An mehreren Beispielen frühneuzeitlicher Städte untersucht er kommunikative Prozesse in Recht und Politik, fragt nach der normativen und kommunikativen Bearbeitung von Konflikten und beleuchtet mediale Bedingungen und Formen städtischer Identitätsbildung. Rudolf Schlögl ist Professor für Neuere Geschichte an der Universität Konstanz.
Über den Autor
Rudolf Schlögl ist Professor für Neuere Geschichte an der Universität Konstanz.