Der allererste Eindruck des Geräts ist erstmal positv: schlichtes Design mit einem schwarzen Rahmen in Klavierlackoptik. Das Display ist hell, kontrastreich und bietet mit 800x600 Pixeln eine ausreichend hohe Auflösung.
Doch auf den zweiten Blick häufen sich die Makel - vor allem was die Software betrifft.
Zum einen gibt es keinen Zufallsmodus. Wenn man den Bilderrahmen monate- oder gar jahrelang betreibt, wird diese Funktion meiner Meinung nach früher oder später unerlässlich.
Völlig unverständlich ist mir der Umgang mit den Bildübergängen. Das Gerät verfügt über ca. sechs Arten von Übergangseffekten (z.B. Bild teilt sich in der Mitte, Bild schiebt sich von der Seite herein, Bild baut sich spiralförmig auf, etc). Ich bin kein Freund von diesen Effekten, sondern möchte ein übergangsloses Umschalten von einem Bild auf das nächste. Das ist beim Intenso leider nicht möglich. Hier hat man nur die Wahl zwischen einer zufälligen Abfolge aller Übergangseffekte oder, wenn man Bildübergänge auf "AUS" schaltet, einem Übergang, in dem lauter kleine Quadrate das nächste Bild aufbauen. Bei sowas kriege ich Beklemmungen.
Katastrophal ist die Erkennungsrate der Jpegs. Laut Hersteller akzeptiert das Gerät nur Jpegs, was ja an sich in Ordnung ist. Probehalber hatte ich 107 Jpegs auf einen USB-Stick gezogen. Darunter waren 65 unterschiedliche Bilder aus dem Internet (zw. 13KB und 1,5 MB pro Bild) und 42 von mir geschossene und nachbearbeitete Bilder (zw. 1,5 und 3,7 MB pro Bild). 53 Jpegs, also knapp die Hälfte hat das Gerät nicht dargestellt! Das teilt sich ungefähr gleichmäßig zwischen den Internetbildern und den von mir fotografierten Bildern auf. Vor allem bei letzteren ist es mir ein vollkommenes Rätsel, warum gewisse Bilder dargestellt werden und andere nicht. Alle wurden mit der selben Kamera aufgenommen und mit dem selben Programm nachbearbeitet. Besonders provoziert mich die Tatsache, sämtliche von mir geknipsten Bilder im Bildervorschaumenü des Intenso sehen zu können.
Positiv
- Hardware: 800x600 Pixel bei einen starken Kontrast von 400:1
- SD, SDHC, MMC, MS und USB-Stick Unterstützung
- Kontrast, Helligkeit und Farbsättigung einstellbar
- Ein- und Ausschaltzeiten programmierbar
Negativ
- kein Zufallsmodus
- nervige Bildübergänge
- zeigt nicht alle Jpegs!
Fazit: Ich kann dieses Gerät NICHT empfehlen. Die Hardware macht zwar einen guten Eindruck, doch ist die Software dermaßen mangelhaft, dass sie selbst bescheidensten Ansprüchen nicht genügt. Vor allem dass nicht alle Jpegs gezeigt werden, disqualifiziert das Gerät - völlig gleichgültig, wie preiswert es sein mag.