Intensos Memory Tower 2TB ist eine externe USB 2.0 Festplatte mit (zur Zeit) relativ großer Kapazität. Die Platte kommt in einem schlichten, aber dennoch wertig anmutenden, schwarzen Gehause. Die etwa 2,5 cm lange, dünne LED Leuchtlinie an der Front ist unaufdringlich und chick und gibt über die momentane Aktivität der Platte Auskunft.
Das Arbeitsgeräusch ist angenehm leise, wenn da nicht der entscheidende Nachteil dieser Platte wäre ...:
Verbaut ist - zumindest bei meinem Exemplar - eine Seagate Barracuda ST32000542AS, die 5900 Runden pro Minute dreht. Das tut sie, wie gesagt, angenehm leise bis kaum hörbar. Aber nach maximal 2 Minuten ohne Zugriff fährt die Platte die Köpfe von selbst in Parkposition und löst einen Spin-Off aus. Sie ist dann quasi in Ruhestellung, so gut wie aus. Das wäre ja nun nicht weiter schlimm, wenn nicht das Wiedereinschalten beim nächsten Plattenzugriff etwa 5-6 Sekunden dauern würde. Zudem wird dieses Wiedereinschalten von einem deutlich hörbaren Klack-Geräusch begleitet.
Wenn man die Platte nicht ausschließlich als Backupmedium nutzt, sondern auch zeitweise auf ihr arbeiten möchte, dann nerven diese Verzögerungen erheblich!
Ich habe insgesamt 4 externe Festplatten von 500 GB bis 2 TB, bei zweien sind Seagate Platten verbaut - und keine andere hat diese wohl so beabsichtigte "Stromsparfunktion".
Ich wäre mit der Intenso sehr zufrieden, wenn man ihr diese Unart durch Ändern des APM-Wertes (Advanced Power Managment) abgewöhnen könnte. Aber leider geht das nicht, zumindest bleiben bei meiner Platte alle Versuch erfolglos, den APM Wert mit bspw. CrystalDiskInfo zu ändern.
Sinnvoll wäre m.E. ein Spin-Off nach 15 bis 20 Minuten, aber 2 Minuten sind definitiv viel zu wenig.
Anschluss: Was Intenso sich dabei gedacht hat, der Platte ein satte 80 cm kurzes USB Kabel beizulegen, das mögen die IT-Götter wissen. Das reicht nicht einmal vom Rechner am Fußboden bis auf den Schreibtisch und ist daher so gut wie nutzlos. Mit Sparmaßnahmen kann man sowas wohl kaum erklären. Schade ist auch, dass kein USB 3.0 Gehäuse verwendet wurde. Spätestens beim nächsten Rechnerkauf käme einem das sehr zu Gute!
Ein Pluspunkt sei nicht verschwiegen: Während Intenso beim Kabel scheinbar meint, sparen zu müssen, ist im Gehäuse ein sehr sinnvoller Hauptschalter zum Ein- und Ausschalten der Platte verbaut. Früher war das mal Standard, heute freut man sich darüber.
Ob die an andere Stelle geäußerte Kritik an der verbauten
Seagate Barracuda zutreffend ist, kann ich nicht sagen - bis jetzt tut sie, was sie soll und ist mit rund 700 GB etwa zu einem Drittel gefüllt.
Fazit: Wer eine ausreichend schnelle Platte für reine Backupzwecke (bspw. fürs Backup der Multimediaplatte im Wohnzimmer) sucht, der kann hier zugreifen. Wer aber auch mal auf der Platte arbeiten möchte, oder Wert auf eine schnellere Schnittstelle (eSata oder USB 3.0) legt, der sollte tunlichst die Finger davon lassen und sich woanders umschauen.