In einer Zeit, in der nicht das Herz, sondern der Kopf im Zentrum eines Menschen steht entfaltet sich ein Zeitgeist, der einer folgenreichen Verwechslung von Intelligenz und Intellekt entspringt (Zeitalter der Kopie). Der Intellekt ist im Kopf, er muss kultiviert werden, er ist geliehen, nichts Angeborenes, etwas Künstliches. Intelligenz ist angeboren, ureigentliche Natur, Kern des Wesens. Man tötet seine Intelligenz ab, wenn man andere nachahmt, wird zum Produkt einer manipulierenden, gleichmachenden Gesellschaft.
Wenn man wirklich intelligent sein, muss man zum Rebellen werden, verstanden als ein Fallenlassen von allem, was einem gegen seinen Willen aufgezwungen wurde. Werde wieder du selbst, jeder ist einzigartig, Vergleiche sind müßig. Intelligenz ist eben die Fähigkeit, die Herzqualität zu verstehen, seiner eigenen ursprünglichen Natur entsprechend zu leben. Um Paracelsus zu zitieren: "Nur wer sein eigen zu sein vermag, ist keines anderen".
Fragen von Journalisten und Hausfrauen, Sündern und Heiligen, Bildungsbürgern und zornigen jungen Menschen werden zu diesem Thema gestellt und erhellend beantwortet.
Intelligenz gehört zum Weg der Erleuchtung, denn Hingabe als wesentlichste Voraussetzung wird durch Intelligenz erlangt, zur Hingabe gehört große Intelligenz, und auch diese wird hingegeben. Der Intellekt verschwindet dann ebenfalls nachdem er seine eigene leidschaffene Nutzlosigkeit erkennt.