Ich bin mit dem E6300 recht zufrieden. Er ist günstig in der Anschaffung, aber für meine Ansprüche schnell genug.
Bei vielen Anwendungen fallen die Einschränkungen gegenüber den deutlich teureren Dual-Core-Topmodellen der 8er-Serie nicht so stark ins Gewicht, als da sind
- niedrigerer FSB (266 statt 333 MHz)
- kleinerer Cache (2 MB statt 6 MB)
- kein SSE 4.1
Ein besonderer Pluspunkt ist aus meiner Sicht der niedrige Stromverbrauch sowohl im Leerlauf (ca 2 Watt) als auch unter Last (unter 40 Watt), was an der 45nm-Fertigung liegt. Dadurch kann man recht einfach eine leise Kühlung realisieren. Ich verwende einen Arctic Freezer 7 Pro, der kühlt den Prozessor auch unter Last spielend bei fast lautlosen 900 Upm.
Sollten die standardmäßigen 2,8 GHz nicht ausreichen, dann kann man den Prozessor mühelos übertakten. Durch Änderung des FSB von 266 auf 333 MHz kommt man bereits auf 3,5 GHz, mit etwas höherer Spannung (soweit das BIOS des Mainboards das zulässt) sind auch 4 GHz und noch etwas mehr möglich. Durch die Übertaktung steigen allerdings auch der Stromverbrauch (um die 80 Watt bei 4 GHz) und die Anforderungen an das Kühlsystem stark an.
Problematisch kann der Einsatz der CPU auf älteren Boards sein. Auf meinem ABIT IP35 funktioniert die Auslesung der CPU-Temperatur über das BIOS nicht. Ich bekomme dort immer 99 Grad angezeigt, obwohl die tatsächliche Temperatur meist um die 40 Grad beträgt. Ein BIOS-Update zur Lösung dieses Problems ist aufgrund der Insolvenz von ABIT leider nicht mehr zu erwarten.
Noch ein Hinweis:
Bei der Prüfung, ob das Board zum Pentium Dual Core E6300 kompatibel ist, ist zu beachten, dass es auch einen "alten" Core 2 Duo E6300 gibt, der mit 1,86 GHz getaktet ist.