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Integrierte Informationsarchitektur: Die erfolgreiche Konzeption professioneller Websites (X.media.press)
 
 
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Integrierte Informationsarchitektur: Die erfolgreiche Konzeption professioneller Websites (X.media.press) [Gebundene Ausgabe]

Henrik Arndt
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Aus den Rezensionen: “Dieses Buch richtet sich eher an Aufsteiger die sich mehr versprechen als die üblichen Tipps zur Web sitegestaltung. ... ein Thema das besonders für Shop Betreiber hoch brisant ist. Zahlreiche Praxisbeispiele runden das stimmige Bild ab.“ (in: Sport Fachhandel, 18/June/2010, Issue 14, S. 20)

buchkatalog.de, Februar 2007

"Informationen gut und kreativ strukturieren - darum geht es in Integrierte Informationsarchitektur. Hilfreich vor allem dank vieler Denkanstöße und kommentierter aktueller Beispiele."

PAGE, Januar 2007

"Eine Einführung in Grundlagen, Facetten und neue Trends der Informationsarchitektur."

PAGE, Januar 2007

"Eine Einführung in Grundlagen, Facetten und neue Trends der Informationsarchitektur."

aviva-berlin.de, März 2007

"Integrierte Informationsarchitektur von Henrik Arndt liefert Webkonzept-Profis und -Interessierten ein praxisnahes Know-how-Update. Fundiert und effizient. Deutlich und beispielhaft, aber ohne zu simplifizieren."

Kurzbeschreibung

Komplexität und Umfang aktueller Websites nehmen stetig zu, grafische Darstellung und Interaktionsformen entwickeln sich weiter. Um Usability und Innovation zu gewährleisten, etabliert sich die Informationsarchitektur als Bestandteil des Entwicklungsprozesses. Die erfolgreiche Arbeit von Informationsarchitekten hängt von der Integration in einen übergreifenden Workflow ab. Dieses Buch stellt Methoden und Techniken zur Entwicklung hochwertiger Informationsarchitekturen vor, die das Know-how aller beteiligten Disziplinen nutzen: für Websites, die Nutzerbedürfnisse und zugleich die Anforderungen der Kunden nach Aktualität und Innovation erfüllen.

Buchrückseite

Die Entwicklung des World Wide Web von einem Informationsmedium zu einer Plattform interaktiver Anwendungen hat für die Arbeit des Informationsarchitekten nachhaltige Veränderungen zur Folge. Aufgrund der zunehmenden Relevanz der im WWW angebotenen Inhalte und Services erhält die Usability (Nutzbarkeit) einen immer höheren Stellenwert. Gleichzeitig steigt aber auch die Bedeutung von Utility (Nutzen) und Joy of Use (Nutzungsfreude) als Bestandteile der User Experience sowie die vielfältigen Beziehungen der einzelnen Elemente zueinander. Mit einem detaillierten Modell der User Experience wird in diesem Buch die Ausgangssituation für eine Betrachtung der Anforderungen an eine integrierte Informationsarchitektur von interaktiven Anwendungen, besonders von Websites, geschaffen. Anhand zahlreicher Beispiele aus der Praxis, mit weiteren Modellen zu spezifischen Fragestellungen der Websitekonzeption und durch einige Rückblicke in die oft gar nicht mehr so junge Historie interaktiver Anwendungen werden die aktuellen Aufgaben eines Informationsarchitekten verdeutlicht und jeweils verschiedene Lösungswege vorgestellt. Ein Ausblick in die nahe Zukunft schließt die Darstellung der Disziplin und des Berufsbilds Informationsarchitekt ab.

Auszug aus Integrierte Informationsarchitektur - Die erfolgreiche Konzeption professioneller Websites von Henrik Arndt. Copyright © 2006. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Einleitung

Die grundsätzliche Idee, dass die für den Menschen möglichst optimale
Nutzbarkeit von digitalen Informationen durch einen Entwicklungsprozess
gewährleistet werden kann, der dem aus der Architektur bekannten
Entwurfsprozess sehr ähnlich ist, entsteht zu Beginn der 1970er Jahre. So
formuliert Peter McColough, der damalige CEO von Xerox, anlässlich der
Gründung des Xerox Palo Alto Research Center (Xerox PARC) im Juli 1970 in
Kalifornien die Mission „to create the architecture of
information“. (Palo Alto Weekly 1999) Als Berufsbezeichnung wird
Information Architect das erste Mal im Jahr 1975 von Richard Saul Wurman
verwendet, zunächst einmal für sich selbst. Die Bezeichnung entwickelt er
während der Vorbereitung einer Konferenz des American Institute of
Architecture (AIA), die er im Jahr 1976 leitet.Wurman, der einen Bachelor
und einen Master of Architecture der University of Pennsylvania hält und
mehrere Jahre in dem Studio von Louis I. Kahn als Architekt tätig ist,
erkennt während seiner Arbeit das Potential der von Architekten für den
Entwurf von Gebäuden genutzten Prozesse für die Entwicklung von
Informationsdarstellungen. Im Jahr 1981 gründet er den Verlag Access Press
und veröffentlicht eine Reihe von sehr erfolgreichen Städteführern und
Sachbüchern. Nach der Arbeit an mehreren Telefonbüchern und Flugplänen
schreibt Wurman sein bisher meistverkauftes Buch Information Anxiety, das
1989 erscheint. Eine Definition der Aufgaben von Information Architects
kann man seinem gleichnamigen Buch entnehmen, das 1996 veröffentlicht wird:
„I mean architect as in the creating of systemic, structural, and
orderly principles to make something work – the thoughtful making of
either artifact, or idea, or policy that informs because it is
clear.“ (Wurman u. Bradford 1996) Einen konkreten Bezug dieser
Disziplin zum World Wide Web stellen die beiden Bibliothekare Louis
Rosenfeld und Peter Morville mit ihrem Buch Information Architecture for
the World Wide Web her, das 1998 in der ersten Auflage erscheint. Während
für Wurman die Präsentation von Informationen im Mittelpunkt der Arbeit
eines Informationsarchitekten steht, betonen Rosenfeld und Morville mit
ihrer Definition der Informationsarchitektur besonders die Strukturierung
von Information. „Information Architecture: 1. The combination of
organization, labeling, and navigation schemes within an information
system. 2. The structural space of an information space. […] 3. The
art and science of structuring and classifying web sites and intranets to
help people find and manage information. 4. An emerging discipline
[…] focused on bringing principles of design and architecture to the
digital landscape.“ (Rosenfeld u.Morville 2002) Gegenüber den
anderen, am Entwicklungsprozess einer Website beteiligten Disziplinen
grenzen sie die Informationsarchitektur deutlich ab.Auch wenn Rosenfeld und
Morville darauf hinweisen, dass es in der Praxis Grauzonen („gray
areas“) gibt, in denen sich die Aufgaben der einzelnen Disziplinen
unter Umständen überschneiden, so stellen sie doch klar: „Graphic
design is not information architecture. Software development is not
information architecture. Usability engineering is not information
architecture.“ (Rosenfeld u.Morville 2002) Wird das World Wide Web
bis vor wenigen Jahren vor allem als ein Informationsmedium genutzt, so
wächst der Anteil an Websites, die dem Nutzer primär interaktive, so
genannte Webservices anbieten, immer stärker. Nutzer konfigurieren
mittlerweile online zahlreiche Produkte nach ihren ganz spezifischen
Wünschen und haben dabei zum Teil Zugriff auf mehrere Millionen von
Einzelteilen. Ebenso umfangreich sind ausschließlich im WWW existente
soziale Netze, die mit Hilfe von verschiedenen Websites online gespannt
werden. Für viele Nutzer ist es heute alltäglich, erhebliche
Finanztransaktionen auf einer Website vorzunehmen. Entsprechend erweitern
sich die Aufgaben aller Disziplinen, die an der Entwicklung einer Website
mitwirken, besonders aber die des Informationsarchitekten. Besteht seine
Arbeit bis vor kurzem vor allem darin, statische Informationen innerhalb
einer Website zu strukturieren und zu benennen, so gehört mittlerweile auch
die Konzeption und Definition von Regelwerken dazu, nach denen dynamische
Inhalte in einem Content Management System sortiert und gefiltert werden.
Ist ein Informationsarchitekt bisher vor allem dafür verantwortlich, dass
die Nutzer ihren Weg durch die eindeutig definierte Struktur einer Website
zu den von ihnen gesuchten Informationen finden, so konzipiert und
definiert er mittlerweile auch umfangreiche interaktive Abläufe, die
zahlreiche alternative Teilprozesse beinhalten und die es dem Nutzer
beispielsweise ermöglichen, auf einer Website Produkte zu bestellen oder zu
versteigern. Diese erweiterten Aufgaben sind nur dann erfolgreich zu lösen,
wenn die Informationsarchitektur als fachliche Schnittstelle zwischen allen
an der Entwicklung beteiligten Disziplinen und nicht zuletzt dem Kunden
agiert. Die von Rosenfeld und Morville erwähnten Grauzonen sind dabei das
Metier des Informationsarchitekten. Die Informationsarchitektur ist hier
nicht der unter der Wasseroberfläche unsichtbare Teil des Eisbergs, so wie
Rosenfeld und Morville es in ihrem Buch darstellen. Die
Informationsarchitektur ist in allen Phasen und Disziplinen des
Entwicklungsprozesses einer interaktiven Anwendung integriert. Grafikdesign
ist nicht Informationsarchitektur. Aber die Informationsarchitektur
beeinflusst das Grafikdesign entscheidend, wie auch umgekehrt.
Softwareentwicklung ist nicht Informationsarchitektur. Aber die
Informationsarchitektur beeinflusst die Softwareentwicklung entscheidend,
wie auch umgekehrt. Usability engineering ist nicht
Informationsarchitektur. Aber die Informationsarchitektur beeinflusst das
Usability engineering entscheidend, wie auch umgekehrt. Dieses Buch wendet
sich daher an alle schon heute oder in Zukunft in irgendeiner Form an der
Entwicklung interaktiver Anwendungen beteiligten Personen. Zur
Veranschaulichung der einzelnen Themen werden verschiedene Websites als
Beispiele herangezogen. Fast immer lassen sich diese aber auch auf andere
Formen interaktiver Anwendungen übertragen. In diesem Buch werden keine
schlechten Websites kritisiert, vor allem zeigt dieses Buch keine
Verbesserungsvorschläge bestehender Anwendungen. Schlechte Beispiele
liefern lediglich Hinweise darauf, wie man es besser nicht machen sollte,
verdeutlichen aber nicht, welche guten Lösungsmöglichkeiten es gibt.
Vorschläge zur Verbesserung bestehender Websites, die von Personen
entwickelt werden, denen die zugrunde liegenden, in der Regel sehr
komplexen Anforderungen und Voraussetzungen nicht bekannt sind, zeugen
lediglich von Unkenntnis des Entwicklungsprozesses interaktiver
Anwendungen, sind aber als gute Beispiele wenig geeignet. Stattdessen
präsentiert dieses Buch daher ausgewählte, erfolgreiche Umsetzungen und
erklärt die dahinter bestehenden Konzepte. Und schließlich ist dieses Buch
auch keine Anleitung und liefert keine Regeln für die Konzeption einer
interaktiven Anwendung oder die Erstellung einer Informationsarchitektur.
Stattdessen zeigt es, wie begrenzt der Nutzen von solchen Regeln ist. Es
hilft dabei, ein umfassendes Verständnis von aktuellen und zukünftigen
Anforderungen an interaktive Anwendungen zu erlangen, und zeigt, wie man
diesen mit einer integrierten Informationsarchitektur erfolgreich begegnen
kann.

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