Pressestimmen
"[...] In der deutschsprachigen Kleinkunstszene war er der erste Türke überhaupt und der erste, der eine eigene Spielstätte eröffnet hat. Sein unwahrscheinlicher Lebensweg konnte eigentlich nur ins Kabarett münden. Er erinnert an diese Tellerwäscher-Millionär-Geschichten, übertragen auf den Kulturbetrieb. [...] 1983 ist Dikmen als Einzelkämpfer gestartet, war dann elf Jahre lang mit Mukin Omurca alias "Knobi-Bonbon-Kabarett" unterwegs (1988 erhielt das Duo den deutschen Kleinkunstpreis) und lancierte 1997 in Frankfurt das KÄS-Projekt. Das "Kabarett Änderungsschneiderei" baute Dikmen mit privaten Krediten auf, im Kulturamt nahm man ihn damals nicht ernst. Spätestens seit Hilmar Hoffmanns Laudatio zur "Skyline Preis"-Verleihung 2003 würde das niemand mehr wagen. [...]" - Doris Stickler --Frankfurter Kulturmagazin 069, Ausgabe III 2008:
"[...] Der Mann, der nach eigener Aussage aussieht wie ein Bayer, deutsch spricht wie ein Tscheche und sich benehmen kann wie ein Schwabe, gehört zu den ganz wenigen Türken, die sich je am politischen Kabarett versucht haben. 1985, als der damalige Krankenpfleger mit Mushin Omurca als Duo "Knobi-Bonbon" auf der Bühne erschien, waren die beiden sogar die einzigen und ersten. Im Jahr 2008 ist Dikmen weiterhin der einzige Türke in Deutschland, der ein eigenes Kabarett besitzt und betreibt. [...] Mal mit forschen, mal mit leisen Tönen macht er sich über die Eigenheiten der Deutschen wie der Türken lustig und über die Bilder, die sie über den jeweils anderen im Kopf haben. Damit spielt Dikmen auch in seinem neuen Buch "Integrier dich, Opa!" [...]" --Frankfurter Neue Presse, 17.10.2008:
"Es gibt tägliche Schreckgespenster. Der Islam etwa. Umso besser, wenn einer wie Sinasi Dikmen Aufklärung leistet - satirisch. [...]" --Hamburger Abendblatt, 23.10.08:
Frankfurter Neuen Presse, 17. Oktober 2008
Rezension
Rezension
Kurzbeschreibung
Dikmens Held Ali kommt in den Siebzigern aus einem kleinen anatolischen Dorf nach Deutschland, trifft auf eine als seltsam empfundene Riege von mehr oder minder freundlich gesinnten Partei-, Kirchen-, Gewerkschafts- und Staatsfunktionären, und entdeckt mit der Zeit ein mythisches Fernziel namens Integration. Was das eigentlich ist und wie sie funktioniert, scheinen weder seine Landsleute, noch die Deutschen so recht verstanden zu haben. Die einen wollen den Deutschen Türkisch beibringen, die anderen wollen türkisches Essen mit Ketchup veredeln.
Was kein Verein und keine Institution schafft, gelingt schließlich Alis Tochter und seinem deutschen Arztschwiegersohn, sowie deren bei den Kindern. Integration ist in Dikmens Buch kein romantisches Harmoniekonzept, sondern ein aufreibender, aber nicht unkomischer Dauerkampf mit den unterschiedlichen Gewohnheiten, Klischees und – last not least – der deutschen Schwiegermutter.