Dass Geld allein einen nicht glücklich macht, wird selbst mancher Banker gern bestätigen (zumal wenn der Mob schon an die eigene Türe pocht..). Dass aber Glück selbst nicht glücklich macht, solange es sich aus dem Unglück anderer speist, ist ein Resümee, das Intacto beim Betrachter hinterlässt und, na klar, Liebe obsiegt selbst über kosmische Glücksprinzipien, denen sich die Protagonisten von Intacto bei ihren riskanten Spielchen unterwerfen. Vielleicht sollte nicht zu viel über den Inhalt des Films verraten werden, weil es manch überraschend gemeinten Moment schon im Vorwege verdürbe. Intacto ist einer dieser philosophischer Thriller (wie Der 4. Mann von Paul Verhoeven oder auch Delicatessen von Junet& Carot))der mit soviel Tiefgang und Intelligenz daher kommt, dass er selbst bei mehrmaligem Schauen noch an Einsichten gewinnen lässt, voll von Allegorien zu Himmel und Hölle und der Zuschauer weiß eigentlich nie, was nun wohl als nächstes geschieht, noch weniger, wie sich das Ganze am Ende auflösen wird, ahnt es höchstens. Ja, die wahre Liebe... Doch das ist weit ab von jeglich verkitschtem Verständnis und lässt einem im besten Fall auch über den Wert des eigenen Seins nachdenken. Filme wie dieser sind selten.