Roehl, der einleitend an der Fragestellung nach der Organisation von Wissen und bekannten Instrumenten einen systemischen Wissensbegriff einführt, legt mit seiner sehr fundierten Arbeit keinen leichten Bissen vor. Von besonderem Interesse sind m. E. die in der Einleitung referierten Barrieren für die Organisation von Wissen, die sich - so nenne ich es - gut in "Goldene Regeln der Wissensorganisation" umwandeln lassen: Die Rede geht etwa von der Analyse und dem Einbau fremden Wissens, vom Ausschluss von Redundanz und Abundanz, von der - und es lässt sich nicht genug betonen - Sinnstiftung oder Sinngebung bei der Wissensverteilung, von Verständlichkeit und Verstehbarkeit, von offener, transparenter Kommunikation, davon, sich bewusst zu machen, dass Wissen nicht zum Tragen kommen kann, wenn es für strategisch-politische Zwecke missbraucht wird und von Erfahrungsberichten. In Teil II führt Roehl ein in Wissen von und in Organisation, zeigt die Zusammenhänge auf zu Wissen und Handlung, zu Wissen und Entscheidungen, zu Wissen als Produkt und zur Wissensorganisation, um in einem weiteren, sehr detailliert ausgeführten Teil die Herleitungen der Wissensorganisation aus unterschiedlichen Disziplinen darzustellen. Ausgehend von einem sehr weit gefassten Instrumentebegriff, lässt uns Roehl teilhaben an der Analyse der Praxisrelevanz von insgesamt 43 aufgeführten Instrumenten. Diese "Präzisierung", so Prof. Gilbert Probst in der Einleitung, "erlaubt eine beispielhafte Evaluierung und Positionierung der behandelten Instrumente und motiviert vergleichende Defizitanalysen zwischen den Instrumenten." Daniel Osterwalder