Wer Jimis letzten beiden Alben "4th Dimension" und "Joystone" gehört hat, weiss in etwa, was hier zu erwarten ist.
Kein Wunder, denn die Kabu Kabu Musiker sind teilweise auch wieder mit von der Partie.
Tony Allens geniales Schlagzeugspiel steht zum Glück nicht so sehr im Vordergrund, sondern ist perfekt eingebunden in das Spiel der restlichen Band.
Das ganze Album profitiert davon, denn es ensteht eine lockere, fast familiäre Atmosphäre.
Man hat das Gefühl, dass sich hier gute Kumpels im Übungskeller treffen, um geschmeidig eine Afrobeatsession abzufeiern.
Das spiegelt sich auch im Klang der CD wieder, der auf gemütliche Art unsauber ist.
Am Anfang fand ich die Tracks nett. Nach einer Weile nahm ich sie jdoch ernster, ohne dabei das Schmunzeln zu verlieren.
Besonders das Triple Selfish Gene, Path To Wisdom und Darker Side Of Night hat es mir angetan.
Erstere ist eine sehr gelungene Raggae-Nummer mit eingeängigem Sythie-Riff.
In Path To Wisdom klingen die Spoken-Word-Projekte von Archie Shepp durch.
Außerdem lässt Jimi endlich mal das Sax von der Leine!
Ein locker flockiges Querflötensolo von ihm gibt es dann in Darker Side Of Night zu hören.
Das Trompetensolo ist auch nicht zu verachten.
Schwach finde ich einzig Mama England. Es ist mir zu repetitiv und die verwendete Metapher zu plump.
Dieses Stück und die letzten drei Tracks klingen dann auch mehr nach Tony Allen.
Wenn ich mich zwischen "Joystone"/"4th Dimension", "Secret Agent" und "Inspiration Information 4" entscheiden müsste,
würde ich ich letzteres Album nehmen, weil Tony Allen eben doch den Unterschied macht, bzw. der Geheimagent nicht so organisch und beschwingt daherkommt.