Wenn man das erste Kapitel liest, hat man erst das komische Gefühl im falschen Buch zu sein. Der Autor beschreibt dort eine wundervolle Sexszene, satt, wie in einem „normalen" Krimi, mit dem Fall zu beginnen. Aber so geht es einem das ganze Buch über, Inspektor Ali ist eben neben seinem Beruf auch ein Liebhaber der schönen Frauen, der Poesie und Kreuzworträtsel. Und dem Autor gelingt es unheimlich gut diesen ungewöhnlichen Charakter des Inspektors mit der Handlung zu verbinden. Wobei die eigentliche Handlung auf den ersten Blick nicht besonders klingt: Im Trinity College in Cambridge wird eine marokkanische Prinzessin tot aufgefunden. Inspektor Ali aus Casablanca soll mit der englischen Polizei den Fall lösen. „Inspektor Ali im Trinity College" ist ein Buch, daß auf der einen Seite unheimlich spannend erzählt, aber auf der anderen Seite ist es auch ein Buch, bei dem man auf jeder Seite etwas zu lachen hat. Die ganze Art und Weise, wie sich der marokkanische Inspektor im steifen England benimmt, macht den Krimi wahnsinnig unterhaltend. Auf jeden Fall ist es ein Buch, daß viel zu schnell vorbei ist. Aber ich werde es sicherlich nicht zum letzten Mal gelesen haben. Sehr empfehlenswert. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)