Mit "Insomniac" ist Enrique Iglesias eine absolut positive Überraschung des Sommers 2007 gelungen. Im Gegensatz zu vielen anderen Werken, auf denen nur einige wenige Stücke wirklich überzeugen können, ist auf "Insomniac" weit mehr zu finden als zwei gute Singles, die mit ein bisschen Füllmaterial zu einem Album werden. Es kommt sehr erfrischend her, das Album ist auch in der Breite gut, da fast jeder Song überzeugen kann. Natürlich ist Iglesias beim massentauglichen (Schmuse-)Pop geblieben, aber vielleicht macht gerade das die Stärke seiner Platte aus; er konzentriert sich auf das, was er am besten kann, lässt Experimente sein und klingt dabei trotzdem erfrischend und unverbraucht. Ich muss sagen, dass ich zwar natürlich die bekannten Hits wie "Hero" in positiver Erinnerung hatte, aber Iglesias ein durchweg so gutes Album nicht unbedingt zugetraut hatte. Doch "Insomniac" wirkt wirklich, als hätte Iglesias tatsächlich richtig Lust auf ein neues Album gehabt und auch eine Fülle von Ideen im Kopf. Ferner setzt er sich von zweitklassigen Popsängern nach wie vor durch seine einzigartige Stimme, die er auch gekonnt einzusetzen weiß, ab.