Aus der Amazon.de-Redaktion
Gemessen am Erfolg des Vorgängeralbums, das mit weit über 10 Millionen verkauften Einheiten Punk-Geschichte schrieb, ging Insomniac trotz mehr als zwei Millionen unters Volk gebrachter CDs restlos unter. Dafür ausschlaggebend waren zwei Gründe: 1.) Das Album kam zum falschen Zeitpunkt. Rund 18 Monate nach dem bahnbrechenden Erfolg von Dookie und der damit verbundenen Medien- und Live-Präsenz mußte Insomniac zwangsläufig auf taube Ohren stoßen -- der Green Day-Sättigungspunkt war längst erreicht, das Punk-Revival am Abflauen. 2.) Es fehlten Hits der Marke "Basket Case" -- was ob des Zeitraums von mehr als zwölf Monaten, die Gitarrist Billie Joe Armstrong, Bassist Mike Dirnt und Drummer Tré Cool nonstop auf interkontinentaler Dookie-Tour verbracht hatten, einfach nur logisch ist. Wer nie zur Ruhe kommt (daher auch der Albumtitel; insomniac = schlaflos) kann nicht wirklich kreativ sein. Mit Verständnis konnten Green Day dennoch nicht rechnen, die Frage, ob dieses Album sein mußte, war schließlich mehr als berechtigt. Ganz klar festzuhalten ist aber auch, daß Armstrong und Co. trotz allem ihr bestes gaben -- und das macht Insomniac mit seinen 14 ungestüm vorwärts treibenden, melodiösen Punk-Trash-Power-Pop-Songs immer noch zu einer äußerst lohnenden Angelegenheit. Unterm Strich ein für Green Day nur durchschnittliches, insgesamt aber bemerkenswert gutes Album, das so unüberlegt auf den Markt geworfen zwangsläufig scheitern mußte. Heute macht Insomniac dafür umso mehr Spaß! --Stefan Kirmair
HIFI Test
Ihr immenser Erfolg ist ihnen selber ein Rätsel. Das US-Trio Green Day hat von seinem Vorgängeralbum "Dookie" zwölf Millionen Platten verkauft und bekam einen Grammy als "Best Alternative Performance". Im Geist des Punk prügeln die Jungs ihre Drei-Minuten-Rock-Songs für die Grunge-Generation aus ihren Instrumenten. Aber in ihren schnellen, lauten, harten Stücken bleibt dennoch Raum für griffige Melodien was die erklärten Vegetarier und heftigen Biertrinker auch Pop-kompatibel macht. Zu bewundern sind hier nicht Musikalität oder Messages, sondern die Konsequenz, mit der Green Day zu Werke gehen. Überbewertetes Punk-Revival mit Pop-Appeal für die Grunge-Generation
©HIFI Test - Detlef Kinsler
Audio
Nach dem 12 Millionen-Seller Dookie haben Green Day im Ruckzuck-Verfahren Insomniac eingespielt: In nur 32 Minuten werden 14 Titel abgefeiert - in der fröhlich-rabiaten Punkmanier des Debüts, aber musikalisch deutlich schwächer.
© Audio
Stereoplay
Ein atemberaubendes Tempo legen Green Day auch auf dem Nachfolgealbum des Überraschungshits "Dookie" vor. Rotzig frech mit wilden Gitarren und treibenden Rhythmen, aber poppig und optimistisch in den Melodien, brettern die kalifornischen Alternative-Rocker durch ihre 14 Nummern. Da blitzen Beat-Anleihen durch, und die Band bringt die Songs, wie es vor 30 Jahren üblich war, in drei Minuten auf den Punkt. Das ist Fun-Punk, der wirklich Spaß bereitet. ** Interpret.: 07-08
© Stereoplay
Produktbeschreibungen
INSOMNIAC