Der mir bis anhin nicht bekannte David Julyan sorgt im Al Pacino/Robin Williams-Thriller Insomnia für ein düsteres Klangbild, das von seiner Struktur her den Kompositionen von Howard Shore (Silence of the Lambs, Panic Room) ähnelt, ohne allerdings die entscheidenden Feinheiten und die Komplexität, die den kleinen Unterschied ausmachen. Julyan spielt desöfteren mit schattenhaften Streichereinsätzen und kurzen Wiederholungen um eine bleierne Stimmung zu vermitteln. Insomnia ist ein Score ohne plakatives Eigenleben, die greifbaren Anhaltspunkte fehlen zunächst und springen weit weniger ins Ohr als die gedrungene, monotone Atmosphäre, die Julyans Musik, auch mit Hilfe elektronischer Mittel, vermittelt. Mit Kenntnis des Films dürfte die fast einstündige CD wohl noch um einiges besser funktionieren.