Als jemand, der zwar - glücklicherweise - selbst nicht insolvent ist, aber einige Menschen kennt, die es sind, kann ich nur sagen: Ja, so fühlt es sich an. Vor allem unsere vielgeliebten Politiker, Gewerkschafter, Kammer- und sonstigen Berufsfunktionäre - jedenfalls Menschen aus "geschützten" Bereichen - sollten sich dieses Buch als Pflichtlektüre zu Herzen nehmen, auch wenn der amtierende Landeshauptmann von Niederösterreich einmal mit Stolz (sic!) von sich behauptet hat, nur ein einziges Buch in seinem Leben zur Gänze gelesen zu haben: Es war offenbar leider nicht dieses. Was ich an Fr. Koark bewundere: Daß sie es geschafft hat, dieses Buch - das in ähnlicher Form zu viele andere schreiben könnten - tatsächlich zu schreiben und zu veröffentlichen. Sie zeigt auch, daß nur der arm ist, der keine Freunde hat, und nur der verloren, der sich selbst aufgibt. Den Leser dieses Buches erwartet kein Happy-End (für Trust in Business), aber ein ungeschminkter, zu Herzen gehender, streckenweise unglaublich komischer, rührender und aufmunternder Bericht, der die absurden Seiten der Bürokratie und Gesetzgebung genauso zeigt wie die nie enden wollende Bereitschaft von Freunden, Geschäftspartnern und wildfremden Menschen zu helfen, zu trösten. Es zeigt auch, daß Werte wie Ehrlichkeit, Verläßlichkeit, Vertrauen und Pflichtbewußtsein keine verstaubten Relikte sind, sondern nach wie vor wichtige, von unglaublich vielen Menschen geschätzte Eigenschaften darstellen. Manchmal muß einen nur jemand daran erinnern: So wie Fr. Koark mit diesem Buch.