Aus der Amazon.de-Redaktion
Spike Lee erzielte seinen bis heute größten Hit mit
Inside Man, einem unkonventionellen Thriller mit faszinierenden Details am Rande seines verworrenen Plots. Das Drehbuch (von Debutant Russell Gerwitz) hätte allerdings einige weitere Neufassungen gebrauchen können; es treibt die Handlung nämlich in vielen kleinen Schritten voran, von denen im Nachhinein aber eine Menge keinen wirklichen Sinn ergeben. Das Resultat ist, dass es mehr Spaß macht,
Inside Man zu sehen als hinterher darüber nachzudenken (weil man dann Löcher in der Story entdecken würde, durch die bequem ein LKW fahren könnte). Dennoch spricht der Film seine Zuschauer an, besonders wenn NYPD Detektiv Keith Frazier (Denzel Washington) einen gefährlichen Bankräuber (Clive Owen) bekämpft, der mit seiner gut ausgebildeten Truppe die Kontrolle über eine Bank in der Wall Street übernommen hat, und sich dabei die scheinbare Geiselnahme in einen persönlichen Kreuzzeug verwandelt, dessen Ziel es ist, einige finstere Geheimnisse zu enthüllen. Wie man vom Regisseur des Films "Do the right Thing" vielleicht auch erwarten kann, nutzt Lee einige gute Gelegenheiten, um rassische Vorurteile in der Post-9/11-Ära aufzudecken und auf inländischen Terrorismus hinzuweisen. Die Geheimnisvolle "Problemlöserin" Madeline White (Jodie Foster) ist darüber hinaus so finster und vage definiert, dass sie locker für einen eigenen Film gut wäre. Mit der beeindruckendsten Besetzung, mit der er jemals gedreht hat (unter anderen Christopher Plummer, Willem Dafoe und Chiwetel Ejiofor), scheint Spike Lee auch mehr Interesse an Charakterszenen als an gut gemachten Spannungsmomenten gefunden zu haben. Allerdings hält das
Inside Man nicht im Geringsten davon ab, subtil zu unterhalten und schrullig genug zu sein, um sich auf willkommene Art und Weise von den Schema F-Thrillern abzuheben, die der Standard in Hollywood sind.
--Jeff Shannon
Movieman.de
Regisseur Spike Lee arbeitet gerne mit Darsteller Denzel Washington ("Spiel des Lebens", "Hurricane", "Deja Vu") zusammen. Damit hat die Starbesetzung bei "Inside Man" aber noch längst kein Ende. In tragenden Rollen sind ebenso Clive Owen ("King Arthur", "The International"), Jodie Foster ("Nell", "Anna und der König", "Panic Room"), Chiwetel Ejiofor ("Red Dust", "Kinky Boots", "Talk To Me", "Red Belt") oder auch Willem Dafoe ("Platoon", "Spider-Man", "Die letzte Versuchung Christi", "Antichrist") zu sehen. Der Banküberfallsthriller überzeugt aber nicht bloß durch seinen reichhaltigen Cast. Auch das Drehbuch überrascht mit ungewöhnlichen Wendungen und einer unkonventionellen Erzählweise. Hinzu kommt eine starke Message, denn auch dieser Film von Spike Lee beschäftigt sich wieder mit Rassenhass, Vorurteilen, Unterdrückung und Bürgerrechten. "Inside Man 2" wird übrigens gerade von Lee vorbereitet. Fazit: Starbesetzter Thriller mit Botschaft
Moviemans Kommentar zur DVD: Optisch gibt es nicht viel zu bemeckern. Schon die DVD wurde von uns mit einer nahezu perfekten Wertung belohnt. Die Blu-ray bügelt die letzten Fehler aber nicht vollkommen aus. So sind Bildruckeln (Schwenk über Decke, 00:13:10 oder Personen, 00:17:20) und minimales Rauschen auf weiten Himmelsflächen (Himmel über Brücke bei 00:02:00) noch zu finden. Schärfe, Kontraste und Farben geben sich anspruchsvoll. Der Sound klingt satt aber nicht übermäßig tief im Raum verwurzelt. Im Vergleich zu den etwas profunderen Originalstimmen bleiben die deutschen Sprachsignale ein wenig flacher. Die Extras überzeugen durch ein Making Of, ein Gespräch zwischen Denzel Washington und Regisseur Spike Lee über das Thema "Nummer 4" sowie durch fünf unveröffentlichte Szenen und die Blu-ray Features "Meine Szenen" und "BD Live". Für Freunde detaillierter Szeneninfos lohnt sich der Audiokommentar von Regisseur Spike Lee. --movieman.de
VideoMarkt
Der New Yorker Detective Keith Frazier wird zu einem Banküberfall gerufen. Ein vermeintlicher Routineauftrag, der die anstehende Beförderung bedeuten könnte. Doch irgend etwas stimmt nicht. Die Verbrecher stellen keine Forderungen, Geiseln wie Geiselnehmer sind vermummt und somit nicht voneinander zu unterscheiden und dann taucht auch noch eine Verhandlungsexpertin auf, die dem Kopf der Gang eine mysteriöse Offerte unterbreiten soll. Und der hat zu Beginn des Films selbstbewusst das perfekte Verbrechen angekündigt.
Video.de
Mit seinem aktuellen Werk überrascht Polit-Filmer Spike Lee als exzellenter Thriller-Regisseur. Auf Spannung getrimmt, schnörkellos und hart, weitgehend den Konventionen des Genres verpflichtet, so treibt Lee seinen Krimi voran. Doch er hat nicht nur actionorientiertes Muskelkino im Sinn, interessiert sich mehr für den Kopfkampf zweier intelligenter Männer, genial verkörpert von Oscar-Preisträger Denzel Washington und Clive Owen ("Entgleist"). Für noch mehr Starpower sorgt Jodie Foster, zwei Stunden Suspense nonstop sind garantiert.
Stern
"Inside Man" handelt von Gangstern, die in einer Bank Geiseln nehmen und dann ... nichts tun! Wieso? Vielleicht haben sie es schlicht deshalb getan, weil sie der Welt beweisen wollten, dass sie es können. Regisseur Spike Lee dürfte ein ähnliches Motiv gehabt haben, als er diesen Film drehte. Jahrelang wurde er in den USA als unbeholfener Polit-Prediger und Agitprop- Fuzzi geschmäht. Mit diesem originellsten und spannendsten Tresorknacker- Thriller seit Jahren hat er nun schnell mal bewiesen: Er kann auch perfektes Mainstream-Kino! Gleich nach "Inside Man" drehte Lee trotzdem erst mal eine wütende Doku über das Versagen der Bush-Administration bei der Hurrikan- Katastrophe in New Orleans.
Matthias Schmidt
Blickpunkt: Film
20 Jahre nach seinem Debüt 'Nola Darling' beugt sich der cineastische Quertreiber Spike Lee den Marktgesetzen. Nach Publikums-Flops in Serie braucht Lee einen Hit und sollte ihn mit diesem ungewöhnlichen Geiselkrimi auch bekommen.
Zum vierten Mal drehte Lee mit Denzel Washington und zum ersten Mal wirkt das Ergebnis weitgehend unbelastet vom Druck, gesellschaftsrelevante Botschaften transportieren zu müssen. Smart, humorvoll, fast schon verspielt präsentiert sich 'Inside Man' - gänzlich untypisch für einen Stoff, bei dem es um Geiselnahme mit ihren physischen und psychischen Begleitfaktoren geht. Im Mittelpunkt steht das Duell zweier Männer, die Stärke im Kopf, nicht im Gewaltaktionismus zeigen und trotzdem die Kontrolle über eine kritische Situation nicht verlieren. Das kann man als subtilen Kommentar zur US-Interventionspolitik deuten, ergibt aber auf jeden Fall eine spannende Konstellation mit Sympathieträgern auf beiden Seiten.
Zu Beginn sendet das Debütskript von Russell Gewirtz vertraute Signale. Mit direkter Zuschaueransprache kündigt Dalton Russell (Clive Owen) den perfekten Bankraub an, den er kurz darauf auch realisiert. Fast mühelos bringt er mit einem kleinen vermummten Team eine New Yorker Bank in seine Gewalt, nimmt Personal und Kunden als Geiseln, lässt sie Gesichtsmasken und mitgebrachte identische Overalls tragen, bis sich Täter und Opfer äußerlich kaum mehr unterscheiden. Diese Situation findet Detective Frazier (Denzel Washington) vor, der sich mit diesem Einsatz für verdächtige Misstöne bei seinem letzten Fall rehabilitieren soll. Schnell erkennt der Profi, dass sein Gegenüber die Geiselnahme bewusst kalkuliert hat. Für den Cop bleibt der Masterplan Russells undurchschaubar, der Zuschauer jedoch hat es besser. Er sieht, wie der Bankbesitzer eine Verhandlungsexpertin engagiert (Jodie Foster). Sie soll dem Bankräuber ein Angebot unterbreiten und sicherstellen, dass der Inhalt eines bestimmten Schließfachs nicht in fremde Hände gerät. Von diesem Moment an weiß man, dass das Geheimnis dieses Schließfachs eine tragende Rolle spielt, noch nicht aber, wie es sich in das Gesamtkonzept einfügt. Spannender als dieses Rätsel ist aber das Duell zwischen den Hauptfiguren, die sich zu überlisten versuchen.
Schon früh gibt die Regie einen Hinweis auf die finale Finte, verdeckt die gewalttätige Disziplinierung einer Geisel im Bild, um Russells Sympathiewerte nicht zu gefährden. So bleibt das moralische Gleichgewicht halbwegs intakt - wichtig für den Plot und den cleveren Fluchtplan der Täter. Auch wenn Unglaubwürdigkeiten nicht ausbleiben, weil etwa die Kino-Cops bei der Tätersuche Mittel nicht einsetzen, die für ihre TV-Kollegen aus den 'CSI'-Labors Routine sind, trübt das den Gesamteindruck nicht. Natürlich lässt sich Spike Lee Spitzen gegen alltäglichen Rassismus und Moslem-Paranoia auch hier nicht nehmen, aber er ordnet sie einem in Rhythmus und Ton untypischen Thriller unter, dem man dank exzellenter Darsteller und unorthodoxer Dramaturgie stets gewogen bleibt. kob.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Origineller Thriller über das clevere Überlistungsduell zwischen einem Cop und einem Bankräuber und Geiselnehmer.
Kurzbeschreibung
Keith Miller, Detective bei der New Yorker Polizei, wird mit einem Einsatzteam zu einem Banküberfall gerufen. Doch dies ist kein gewöhnlicher Banküberfall. Der Kopf der Geiselnehmer ist hochintelligent, kaltblütig, nervenstark und überzeugt seinen Plan des "perfekten Bankraubs" in die Tat umzusetzen. Die Situation entwickelt sich zu einem Katz-und-Maus Spiel zwischen Miller und Dalton Russel, dem Bankräuber. Während Miller verzweifelt versucht das Leben der Geiseln zu retten, findet im Inneren der Bank der dreisteste Bankraub aller Zeiten statt.
Produktbeschreibungen
Es ist das perfekte Verbrechen: In einer New Yorker Bank verschanzt sich Dalton Russell (Clive Owen) als Kopf eines Gangster-Kommandos mit Dutzenden Geiseln und wartet seelenruhig ab, bis die Scharfschützen der Polizei Position beziehen. Detective Keith Frazier (Denzel Washington) erkennt bald, dass für die Bankräuber alles nach Plan verläuft und ihm in diesem Spiel lediglich eine Statistenrolle zugedacht ist. Als sich die mysteriöse Madaline White (Jodie Foster) in die Verhandlungen einschaltet, beginnt ein gefährliches Katz- und Maus-Spiel, in dem es um weit mehr geht als um einen