So groß war der Hype gar nicht um diese junge britische Band, aber meiner Meinung nach wäre er gerechtfertigt gewesen. Denn seit den Libertines endlich mal wieder eine Band, die sich nicht wie jede andere anhört. In dieser schier nie endenden Flut an gehypten Bands aus England muss man eben genau suchen, um wirkliche Perlen zu finden und "The Kooks" (benannt nach einem Dylan Song) gehören zweifellos dazu. Die 20-jährigen Jungs aus Brighton überzeugen auf ganzer Linie, von Britpop bis zum sog. Garagenrock ist alles vertreten. Ausgezeichnetes Songwriting verpackt in wunderbaren Melodien. Die CD beginnt zunächst mit der schönen Akkustik-Ballade "Seaside", geht direkt über zu dem punkigen "See the world" und macht weiter mit dem poppigen "Sofa Song". Diese drei Musikrichtungen können stellvertretend für das ganze Album genannt werden. Hier noch meine Anspieltipps, auf die ich auch eine Ohrwurm-Garantie gebe: "Eddie's Gun", "She moves in her own way", "Matchbox", "Naive" und "Jackie Big Tits". Nach schlechten Songs sucht man vergebens auf "Inside In/Inside Out"!
Übrigens: The Kooks hatten 100 Songs im Gepäck als sie den Vertrag mit ihrer Plattenfirma unterschrieben, ich bin also überzeugt, dass sie auch ein ordentliches Album nachlegen können.