Um es vorweg zu nehmen: "Inside the electric circus" gehört für mich zu den schwächeren W.A.S.P. Alben. Der kernige Metal Rock der Band ebenso wie Blackie's heiseres Reibeisen-Organ klingen auf diesem Album gezügelt und glattgebügelt. Die Plattenfirma (oder die Band selbst?) wollte wohl mit allen Mitteln kommerzielle Erfolge einfahren. Nun, gebracht hat es nichts. Das Album floppte und wird auch von treuen Fans als eher schwach angesehen, da das Songwriting einfach zu durchschnittlich ist, um zu gefallen. Kein Song ist wirklich schlecht, aber echte Hits sind rar gesät.
The big welcome
Ein Intro zum Album, das - passend zum Titel - Geräusche aus einer Zirkusshow vereint.
Inside the electric circus
Ein W.A.S.P. Rocker im besten Stil. Knackiges Riff, treibende Strophen und eingängiger Refrain.
4/5 Sternen
I don't need a doctor
Ein knackiger Rock Track auf welchem die Rythmus Abteilung (bass/schlagzeug) ganze Arbeit leistet.
4/5 Sternen
95 Nasty
Sollte wohl ein rotziger, Mitgröhl-Metal-Rocker werden. Leider ein bisschen farblos geraten
3/5 Sternen
Restless Gypsy
Ein eher melodischer Rock Song, der ganz eindeutig zeigt, dass W.A.S.P. auf die Charts schielten. Trotz boluesiger Anleihen und griffiger Melodie nicht ganz überzeugend.
4/5 Sternen
Shoot from the hip
Der übliche Macho-Rocker. Leider auch wieder etwas durchschnittlich geraten.
3/5 Sternen
I'm alive
Na also, geht doch. Ein rotziger Hard Rock Song, in dem Blackie sich mit seinem unverwechselbaren Organ gegen Zensur auflehnt. Gut gemacht.
4/5 Sternen
Easy livin'
Cover des bekannten Stückes von Uriah Heep. Nett, aber das Original gefällt mir besser.
- keine Wertung -
Sweet Cheetah
Wieder ein knackiger Hard Rocker. Wieder durchschnittlich.
3/5 Sternen
Mantronic
Hmm, es gingen ihnen wohl die Ideen aus. Dasselbe Strickmuster, aber zieht einfach vorbei.
2/5 Sternen
King of Sodom and Gomorrah
Etwas besserer Metal Stampfer, der durch seinen Rythmus zunächst die Nackenmuskeln zucken lässt, aber im Refrain nicht ganz überzeugen kann.
3/5 Sternen
The rock rolls on
Wieder ein durchschnittlicher Metal Rocker. Wo bleiben die griffigen Riffs und die Mitgröhl-Refrains?
2/5 Sternen
Flesh and fire
Härter, agressiver, treibender. Ein fieser Up-Tempo-Rocker mit gutem Gitarrensolo.
4/5 Sternen
DB Blues
Das war's schon? Yep, ein ruhiger Abgesang der genauso farblos bleibt, wie der Großteil des Albums.
Fazit: Wie gesagt. So wirklich schlecht ist das Ganze nicht, aber es fehlen die großartigen Riffs und die ganz großen Refrains. Für "I'm alive", "Restless gypsy", "I don't need a docotor" und dem Titelsong aber noch solide 3 Sterne.