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Inseln im Chaos. Die Erforschung komplexer Systeme
 
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Inseln im Chaos. Die Erforschung komplexer Systeme [Gebundene Ausgabe]

M. M. Waldrop
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: Rowohlt, Reinbek (1993)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349807329X
  • ISBN-13: 978-3498073299
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 14,8 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 873.284 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In einem gemieteten Kloster in Santa Fe ist eine Revolution im Gange. Sie wird nicht von Anarchisten betrieben, sondern von Wissenschaftlern - von Nobelpreisträgern wie dem Physiker Murray Gell-Mann genauso wie von jungen 'Science freaks', die gerade der Universität entlaufen sind. Sie alle sind von einer Idee besessen: eine neue Wissenschaft zu begründen, die Wissenschaft von der Komplexität. Diese Rebellen sind unzufrieden mit dem linearen, reduktionistischen Denken in der traditionellen Forschung. Statt dessen tragen sie ungewohnte Gedanken über die Zusammenhänge zwischen den Dingen zusammen - über Koevolution, Struktur und Ordnung. Vor allem befassen sie sich mit der Frage, wie das Universum es schafft, Inseln im Chaos hervorzubringen, komplexe Strukturen wie Galaxien, Planeten, Tiere, Gehirne, Öko- und Wirtschaftssysteme. Durch alle diese Phänomene zieht sich ein roter Faden - und dem sind die Wissenschaftler in Santa Fe auf der Spur. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eher ein Wissenschaftsroman 30. Dezember 2009
Von Lena Waider TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch ist in Form eines Wissenschaftsromans verfasst und stellt im Wesentlichen die Gründungsgeschichte des Santa-Fe-Instituts (welches seine Arbeit zunächst in einem angemieteten ehemaligen Kloster aufnahm) dar, welches sich der Erforschung komplexer Systeme gewidmet hat. Man erfährt eine ganze Menge über das Leben der Hauptbeteiligten, wie ihr Werdegang war, auf wen sie wann und wo getroffen sind, welchen sonstigen Einflüssen sie unterlagen, über ihren Lebensstil und ihre Hobbys etc.

Besonders interessant fand ich die Abschnitte über John H. Holland, in denen erläutert wird, wie er zu den Komplexen Adaptiven Systemen, den genetischen Algorithmen und dem Schema-Theorem kam, und was das alles mit Adaption, Emergenz, Konkurrenz, Kooperation und Evolution zu tun hat. Verblüffend war für mich, wie ähnlich seine Evolutionsvorstellungen zu der Merschs in Evolution, Zivilisation und Verschwendung: Über den Ursprung von Allem sind. Allerdings scheinen seine genetischen Algorithmen und insbesondere auch sein Schema-Theorem - anders als Merschs Systemische Evolutionstheorie - von einheitlichen Reproduktionsinteressen bei allen beteiligten Akteuren auszugehen: eine für Evolution vermutlich zu einschränkende Bedingung.

Der ewige Streit darüber, ob nun Konkurrenz oder Kooperation die Basis der Evolution seien, wird von Holland kurz und bündig wie folgt entschieden (231f.): "Konkurrenz und Kooperation scheinen Gegensätze zu sein, aber im tiefsten Grund sind sie zwei Seiten dergleichen Medaille."

Populationsgenetiker und Evolutionsbiologen setzen häufig den Begriff der Fitness mit dem relativen Fortpflanzungserfolg gleich. Aufschlussreich war für mich, dass man diesen Weg bei den genetischen Algorithmen nicht gegangen ist bzw. auch nicht gehen kann, sondern ihn - wie noch bei Darwin - mit der Anpassung an den Lebensraum gleichsetzt (S. 214):

"Zweitens, sagte Holland, überprüfe man jedes einzelne Chromosom an dem zu bearbeitenden Problem, indem man es als Computerprogramm laufen lasse und ihm dann einen Wert zuschreibe, der angebe, wie gut es sich bewährt habe. Biologisch gesehen bestimme dieser Wert, wie tauglich das Lebewesen und wie hoch damit die Wahrscheinlichkeit für erfolgreiche Fortpflanzung sei. Je tauglicher, um so besser die Aussichten, vom genetischen Algorithmus ausgelesen zu werden und die Gene an die nächste Generation weitergeben zu dürfen."

Was die theoretischen Erkenntnisse der Komplexitätsforschung angeht, bleibt das Buch - aufgrund seiner Romanform - sehr weit an der Oberfläche. Etwas mehr in die Tiefe geht in der Hinsicht z. B. Stuart Kauffman (in Deutsch: Der Öltropfen im Wasser, sonst in Englisch).
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Das Buch fand ich spannend und flüssig zu lesen. Obwohl bei 464 Seiten natürlich auch Längen auftreten, es verbreitet eine positive Grundstimmung und Vertrauen in die weitere Geschichte der Evolution.
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