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Insel der Verdammten
 
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Insel der Verdammten [Taschenbuch]

James Jones
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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596141885
  • ISBN-13: 978-3596141883
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,6 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 55.137 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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James Jones
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Wenn man bedenkt, daß er morgen um diese Zeit sehr wohl tot sein könnte, ist die Tatsache, daß er heute mutig war oder nicht, völlig ohne Belang -- völlig sinnlos. Wenn man bedenkt, daß er morgen tot sein könnte, ist alles belanglos. Das Leben ist belanglos. Ob er sich einen Baum angeschaut hat oder nicht ist belanglos. Es spielt überhaupt keine Rolle. Es ist für den Baum belanglos, es ist für jeden in seiner Einheit belanglos, und es ist für jeden in der ganzen Welt belanglos. Wen kümmerte es? Es ist nicht nur für ihn belanglos; und wenn er tot wäre, wenn er zu existieren aufhörte, wäre es auch für ihn belanglos. Noch wichtiger ist, daß es nicht nur belanglos wäre -- es wäre die ganze Zeit belanglos gewesen."

Das ist die grundlegende Bedeutung des Krieges in Insel der Verdammten (1962), James Jones' dichterischer Darstellung des Kampfes zwischen amerikanischen und japanischen Truppen auf der Insel Guadalcanal. Die Erzählung wechselt mühelos zwischen verschiedenen Blickwinkeln innerhalb der C- (sprich "Charlie") Company, vom befehlshabenden Offizier Captain James Stein über seinen psychotischen Hauptfeldwebel Eddie Welsh zu den jungen Gefreiten, die sie in den Kampf schicken. Die Schilderungen der Kampfbedingungen -- und der seelischen Zustände, die sie hervorrufen -- sind unerschrocken realistisch, inklusive der Dialoge (in denen ein ganz bestimmtes Wort, das Norman Mailer 15 Jahre zuvor in The Naked and the Dead mit "fug" wiedergab, korrekt geschrieben ist). Diese Geschichte ist mehr als nur ein Klassiker der Kriegsliteratur -- sie ist eine der bedeutendsten Untersuchungen männlicher Identität der amerikanischen Literatur, mit der sich Jones einen Namen als Romanschriftsteller des Kalibers Herman Melvilles und Stephen Cranes machte.

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Verdammt in alle Ewigkeit
OT From Here to EternityOA 1951 DE 1951 Form Roman Epoche Moderne
Der Debütroman von James Jones über eine US-Einheit während des Zweiten Weltkriegs auf Hawaii schildert den tragischen Widerspruch zwischen dem nach Freiheit strebenden Einzelnen und der autoritären Struktur des Militärs.
Inhalt: In der Schofield-Kaserne leistet der junge Soldat Robert Prewitt aus Kentucky, ein begabter Hornist und Boxer, Dienst im Trompetenkorps. Der junge, idealistische Südstaatler aus armen Verhältnissen liebt die Armee und glaubt, dass die Dienstvorschriften dem Soldaten ein Minimum an menschlicher Würde garantieren. Doch hat er zahlreiche Nackenschläge einzustecken. Im Trompetenkorps muss er einem dilettantischen Vorgesetzten gehorchen, nachdem er sich im Bordell eine Geschlechtskrankheit eingefangen hat, wird er zur Infanterie strafversetzt. Der dortige ehrgeizige Kompaniechef Captain Dana Holmes will mit ihm unbedingt die Militär-Boxmeisterschaft gewinnen. Als Prewitt sich weigert zu boxen, weil er im Ring einen Gegner blind geschlagen hat, lässt Holmes ihn durch Schikanen systematisch provozieren. Vor allem der brutale Sergeant Fatso Judson reizt Prewitt so lange, bis er im Militärgefängnis landet. Als man ihn nach Monaten schlimmer Misshandlungen freilässt, tötet er Judson im Kampf und desertiert. Im Versteck bei der Dirne Alma hört er vom japanischen Angriff auf Pearl Harbor und will zur Truppe zurückkehren, wird aber von einem US-Posten aus Versehen erschossen.
Aufbau: Jones erzählt Armeedienst und Krieg aus der Perspektive von Einzelpersonen. Prewitt ist ein individualistischer Künstlertyp, der in der harten Welt der Uniformierten nicht überleben kann. Weitere Hauptfiguren sind u. a. der Italoamerikaner Angelo Maggio, der – nicht weniger rebellisch, aber schlauer als Prewitt – sich den ständigen Schikanen seiner Vorgesetzten durch Einweisung ins Hospital entzieht. Sergeant Milton Warden, der zwischen Soldaten und Offizieren zu vermitteln sucht, ist ein besonnener Realist. Allerdings gerät er in einen schweren inneren Konflikt, als er mit der Frau von Captain Holmes eine leidenschaftliche Affäre beginnt.
Minutiös schildert Jones den Alltag des Soldatenlebens zwischen Drill und Gehorsam in der Kaserne, Alkohol und Sex in Kneipen sowie Bordellen, Schikanen und Misshandlungen im Gefängnis. Er greift Themen des Existenzialismus der 1950er Jahre auf wie Isolation, Desillusionierung und das Überleben in einer Welt ohne Gott. Diesem Dilemma sucht der Mensch mit Verweigerung und Auflehnung zu entkommen – meist vergeblich oder für einen hohen Preis. Im männlichen Kosmos von Jones, den der Autor am eigenen Leib erlebte, haben Frauen wenig zu sagen. Sie sind in dem Roman nur klischeehaft dargestellt.
Wirkung: Verdammt in alle Ewigkeit wurde 1951 mit dem National Book Award ausgezeichnet. Die Schilderung sadistischer Szenen und sexueller Details in der vermeintlich »glorreichen« US Army schockierte die Öffentlichkeit in Amerika, sorgte aber für hohe Auflagen. Der enorme Erfolg des Buches trieb Jones zur Fortsetzung des Themas mit leicht abgewandelten Figurenkonstellationen in den Romanen Der tanzende Elefant (1962) und Heimkehr der Verdammten (1978 postum). Fred Zinnemanns Verfilmung von Verdammt in alle Ewigkeit (1953) mit Frank Sinatra, Montgomery Clift, Burt Lancaster und Deborah Kerr ist mit acht Oscars einer der erfolgreichsten Kriegsfilme aller Zeiten. B. B. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Olynd
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
James Jones schafft es mühelos dem Leser das Geschehen an der Front schonungslos nahezubringen - hat er ja selber dort gedient. Ein Film wie "Privat Ryan" kann die offene Grausamkeit des Krieges bildlicher darstellen, doch die Ängste, Gefühle und Sorgen der Menschen die dort leben und sterben, kann man hier nachlesen, wenn einem z.b. klar wird, das er vielleicht den nächsten tag nicht überleben wird. Es fängt wie im Film mit der Landung auf Guadalcanar an, nur das man hier mehr details mitbekommt, die Regisseur Malick wohl aus Zitgründen nicht mit reingeschnitten hat. Nach der Ankunft bereiten sich die Mannschaften auf die Eroberung der Höhen der Insel vor, und der Leser, der sich rasch in die handlung hineingezogen fühlt, erschaudert an dem Gedanken den Befehl zum Abmarsch ausführen zu müssen. Ich war von dem Buch sehr begeistert und es hat mich tagelang gefesselt, obwohl ich vorher den film gesehen hatte. Für diejenigen, die den film nicht gesehen haben und sich etwas für kriegsliteratur interressieren, kann ich beides gut empfehlen. Malick nahm das Buch, konzentrierte sich auf andere protagonisten und fügte dem film ein paar philosophische elemente hinzu, die im buch nicht vorkommen, weshalb ich von buch und film begeistert bin.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von F. Martin
Format:Broschiert
Der 1951 veröffentlichte Roman über den Lebens- und Leidensweg des geschundenen Soldaten Prewitt gehört unbestritten zu den ganz großen Klassikern des amerikanischen Kriegsromans und darf sich getrost einordnen in die elitäre Gesellschaft von „Die Caine war ihr Schicksal" (Hermann Wouk), „Die Nackten und die Toten" (Norman Mailer) und „Die jungen Löwen" (Irwin Shaw). Aus der Perspektive des jungen Soldaten Robert Prewitt wird uns erzählt von US-Armee und Kriegsdienst auf Hawaii wenige Wochen vor dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbor. Wir lernen ihn gut kennen, den unbeugsamen Prew. Und verfolgen dabei auch gespannt die Lebensläufe von Angelo Maggio, Milt Warden, Captain Holmes und dessen Frau Karen. Nach der Romanlektüre wird deutlich: Verdammt sind sie alle!

Der 1953 mit dem National Book Award ausgezeichnete Roman von James Jones zeigt uns den Schmutz hinter der nur scheinbar sauberen Fassade der US-Armee. Folter, Schikane, Doppelmoral. Und dabei müssen wir leider feststellen in Anbetracht der jüngsten Ereignisse auf der Kriegs-Weltbühne: Nicht viel geändert hat sich seit damals.

Weltberühmt ist der Roman geworden vor allem auch durch die Verfilmung von Fred Zinnemann aus dem Jahre 1953 (mit Clift, Kerr, Sinatra, Lancaster, Borgnine) in tristem Schwarzweiß. Der Film blendet allerdings das im Buch ausführlich beschriebene Thema der Homosexualität großzügig aus (was sich mit dem Entstehungsjahr leicht erklären lässt). Weiterer markanter Unterschied: Angelo Maggio (unvergessen hier Frank Sinatra) darf im Buch überleben. Trotzdem: Acht Oscars verdient für diese Literaturverfilmung.

Bei seinem Erscheinen „übertraf die schonungslos realistische Schilderung des Soldatenlebens bei weitem das Maß, das der Leser in jenen Jahren vertrug", wie wir auf dem Klappentext nachlesen können. Wie ist das heute (in einer Zeit, in der die Welt immer noch im Krieg leben muss)? Am Ende von „Verdammt in alle Ewigkeit" tröstet Karen Holmes ihren kleinen Sohn, welcher Sorge trägt, aufgrund seines Alters nicht mehr im II. Weltkrieg „seinen Mann stehen zu können", mit dem Hinweis, dass er für den nächsten Krieg sicher alt genug sein wird. Trauriger kann ein Roman nicht enden. Aber es ist wahr.

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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Gerd T.
Format:Broschiert
Ohne den Film "Der schmale Grat" wäre ich sicher nie auf die Idee gekommen, diesen Roman zu lesen. Der fesselnde und gleichzeitig verwirrende Film hatte mich aber so fasziniert, daß ich mir schließlich das Buch besorgte - und es verschlang.

Die Charlie-Kompanie von Hauptmann Stein wird während des Pazifikkrieges auf Guadalcanal angelandet und soll die Befestigungen der Japaner eines strategisch wichtigen Flugplatzes wegen einnehmen. Das Besondere ist, daß die Handlung aus der Sicht einer ganzen Reihe von Protagonisten erzählt wird, und damit umso objektiver und realistischer wirkt.

Dabei bewahrt James Jones den Leser auch nicht vor der Perspektive derer, die die Kämpfe nicht überleben. In einer bewundernswert nüchternen Art und Weise wird die in vielerlei Hinsicht unmenschliche Situation der Soldaten lebendig. In den detailgetreuen Beschreibungen der Geographie der Insel, der Chronologie der Vorbereitungen und den Friktionen in der Hierarchie des Regiments baut sich eine Spannung auf, die schließlich in faszinierenden und ebenso schockierenden Schilderungen der Tage des Kampfes um die Hügelgruppe "Der tanzende Elefant" gipfelt. Der Blick in das Innere verschiedenster Charaktere und deren Gedankengängen unter äußerstem Druck setzte mich einem derartigen physischen Streß aus, wie ich ihn als Leser eines Romans nicht für möglich gehalten hatte.

Der Gedanke wird unvermeidlich, daß wir es wohl Erinnerungen wie diesen verdanken, in Mitteleuropa seit 1945 glücklicherweise auf solche Erfahrungen verzichten zu können.
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