James Jones schafft es mühelos dem Leser das Geschehen an der Front schonungslos nahezubringen - hat er ja selber dort gedient. Ein Film wie "Privat Ryan" kann die offene Grausamkeit des Krieges bildlicher darstellen, doch die Ängste, Gefühle und Sorgen der Menschen die dort leben und sterben, kann man hier nachlesen, wenn einem z.b. klar wird, das er vielleicht den nächsten tag nicht überleben wird. Es fängt wie im Film mit der Landung auf Guadalcanar an, nur das man hier mehr details mitbekommt, die Regisseur Malick wohl aus Zitgründen nicht mit reingeschnitten hat. Nach der Ankunft bereiten sich die Mannschaften auf die Eroberung der Höhen der Insel vor, und der Leser, der sich rasch in die handlung hineingezogen fühlt, erschaudert an dem Gedanken den Befehl zum Abmarsch ausführen zu müssen. Ich war von dem Buch sehr begeistert und es hat mich tagelang gefesselt, obwohl ich vorher den film gesehen hatte. Für diejenigen, die den film nicht gesehen haben und sich etwas für kriegsliteratur interressieren, kann ich beides gut empfehlen. Malick nahm das Buch, konzentrierte sich auf andere protagonisten und fügte dem film ein paar philosophische elemente hinzu, die im buch nicht vorkommen, weshalb ich von buch und film begeistert bin.