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Insel der Verdammten [Taschenbuch]

James Jones
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 528 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt (Mai 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596141885
  • ISBN-13: 978-3596141883
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,6 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 302.735 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

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"Wenn man bedenkt, daß er morgen um diese Zeit sehr wohl tot sein könnte, ist die Tatsache, daß er heute mutig war oder nicht, völlig ohne Belang -- völlig sinnlos. Wenn man bedenkt, daß er morgen tot sein könnte, ist alles belanglos. Das Leben ist belanglos. Ob er sich einen Baum angeschaut hat oder nicht ist belanglos. Es spielt überhaupt keine Rolle. Es ist für den Baum belanglos, es ist für jeden in seiner Einheit belanglos, und es ist für jeden in der ganzen Welt belanglos. Wen kümmerte es? Es ist nicht nur für ihn belanglos; und wenn er tot wäre, wenn er zu existieren aufhörte, wäre es auch für ihn belanglos. Noch wichtiger ist, daß es nicht nur belanglos wäre -- es wäre die ganze Zeit belanglos gewesen."

Das ist die grundlegende Bedeutung des Krieges in Insel der Verdammten (1962), James Jones' dichterischer Darstellung des Kampfes zwischen amerikanischen und japanischen Truppen auf der Insel Guadalcanal. Die Erzählung wechselt mühelos zwischen verschiedenen Blickwinkeln innerhalb der C- (sprich "Charlie") Company, vom befehlshabenden Offizier Captain James Stein über seinen psychotischen Hauptfeldwebel Eddie Welsh zu den jungen Gefreiten, die sie in den Kampf schicken. Die Schilderungen der Kampfbedingungen -- und der seelischen Zustände, die sie hervorrufen -- sind unerschrocken realistisch, inklusive der Dialoge (in denen ein ganz bestimmtes Wort, das Norman Mailer 15 Jahre zuvor in The Naked and the Dead mit "fug" wiedergab, korrekt geschrieben ist). Diese Geschichte ist mehr als nur ein Klassiker der Kriegsliteratur -- sie ist eine der bedeutendsten Untersuchungen männlicher Identität der amerikanischen Literatur, mit der sich Jones einen Namen als Romanschriftsteller des Kalibers Herman Melvilles und Stephen Cranes machte.


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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eindrucksvolle Schilderung des Krieges 3. Juli 2000
Von Olynd
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
James Jones schafft es mühelos dem Leser das Geschehen an der Front schonungslos nahezubringen - hat er ja selber dort gedient. Ein Film wie "Privat Ryan" kann die offene Grausamkeit des Krieges bildlicher darstellen, doch die Ängste, Gefühle und Sorgen der Menschen die dort leben und sterben, kann man hier nachlesen, wenn einem z.b. klar wird, das er vielleicht den nächsten tag nicht überleben wird. Es fängt wie im Film mit der Landung auf Guadalcanar an, nur das man hier mehr details mitbekommt, die Regisseur Malick wohl aus Zitgründen nicht mit reingeschnitten hat. Nach der Ankunft bereiten sich die Mannschaften auf die Eroberung der Höhen der Insel vor, und der Leser, der sich rasch in die handlung hineingezogen fühlt, erschaudert an dem Gedanken den Befehl zum Abmarsch ausführen zu müssen. Ich war von dem Buch sehr begeistert und es hat mich tagelang gefesselt, obwohl ich vorher den film gesehen hatte. Für diejenigen, die den film nicht gesehen haben und sich etwas für kriegsliteratur interressieren, kann ich beides gut empfehlen. Malick nahm das Buch, konzentrierte sich auf andere protagonisten und fügte dem film ein paar philosophische elemente hinzu, die im buch nicht vorkommen, weshalb ich von buch und film begeistert bin.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine wahrhaft realistische Erinnerung an das Grauen. 1. Dezember 2006
Von Gerd T.
Format:Broschiert
Ohne den Film "Der schmale Grat" wäre ich sicher nie auf die Idee gekommen, diesen Roman zu lesen. Der fesselnde und gleichzeitig verwirrende Film hatte mich aber so fasziniert, daß ich mir schließlich das Buch besorgte - und es verschlang.

Die Charlie-Kompanie von Hauptmann Stein wird während des Pazifikkrieges auf Guadalcanal angelandet und soll die Befestigungen der Japaner eines strategisch wichtigen Flugplatzes wegen einnehmen. Das Besondere ist, daß die Handlung aus der Sicht einer ganzen Reihe von Protagonisten erzählt wird, und damit umso objektiver und realistischer wirkt.

Dabei bewahrt James Jones den Leser auch nicht vor der Perspektive derer, die die Kämpfe nicht überleben. In einer bewundernswert nüchternen Art und Weise wird die in vielerlei Hinsicht unmenschliche Situation der Soldaten lebendig. In den detailgetreuen Beschreibungen der Geographie der Insel, der Chronologie der Vorbereitungen und den Friktionen in der Hierarchie des Regiments baut sich eine Spannung auf, die schließlich in faszinierenden und ebenso schockierenden Schilderungen der Tage des Kampfes um die Hügelgruppe "Der tanzende Elefant" gipfelt. Der Blick in das Innere verschiedenster Charaktere und deren Gedankengängen unter äußerstem Druck setzte mich einem derartigen physischen Streß aus, wie ich ihn als Leser eines Romans nicht für möglich gehalten hatte.

Der Gedanke wird unvermeidlich, daß wir es wohl Erinnerungen wie diesen verdanken, in Mitteleuropa seit 1945 glücklicherweise auf solche Erfahrungen verzichten zu können.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Beste Roman über den Krieg! 15. Juli 2010
Von Paul
Format:Taschenbuch
Insel der Verdammten ist ein absolutes Meisterwerk! Habe es bestimmt 5 mal verschlungen. Beim Lesen versetzt man sich in jede Einzelne Person und man denkt man ist selber im Dschungel. Spannend erzählt und sehr informativ zum Thema 2. Weltkrieg.

Absolut empfehlenswert!
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer feige ist, stirbt ... oder? 25. Mai 2004
Format:Taschenbuch
James Jones beschreibt in seinem Werk, welches schon vor Jahrzenten das erste Mal aufgelegt wurde, den Kampf gegen die japanische Armee. Ein Haufen aus willkürlich eingezogenen Kriegsneulingen und Veteranen ist 1942 geschickt, auf der Pazifikinsel Guadalcanal die Hügelkette des "tanzenden Elefanten" einzunehmen.

Hierzu sei gesagt, dass James Jones im Vorwort noch drauf hinweist, dass es den Kriegsschauplatz Guadalcanal wirklich gab, auch damals groß in der Presse diskutiert wurde, jedoch die Figuren, als auch entsprechende Hügelkette, fiktiv sind.

Geschickt weiß es Jones, die Gedankengänge einzelner Charaktere zu verbinden, indem er teilweise zwischen den Gedanken jener Soldaten springt, aber auch mal in die Erzählposition eines normalen Autors wechselt.
Dabei werden die Soldaten im Laufe des Buches sehr gut charakterisiert (schreibt man das so?) und der Leser bekommt einen beklemmend guten Einblick in die Gedanken eines Soldaten:

Jeder ist bemüht im Krieg - was gibt es männlicheres als den Krieg? - wenigstens nach außen hin mutig und furchtlos zu erscheinen, wobei einge doch für sich, schon nach den ersten Luftangriffen, bevor sie überhaupt das erste Mal gekämpft haben, feststellen, dass sie Freiglinge sind. Manche durchschauen das Spiel der Soldaten, manche kommen zu dem für sie selbst irritierenden Schluss, dass alle Soldaten Helden sind: Jeder hat Geschichten zu erzählen, eine spannender und gespickter mit Heldentaten, als die andere. Und somit steht für sie fest: Wer feige ist, stirbt.

Die eigentliche Geschichte, die Einnahme des tanzenden Elefanten, war für mich schon fast nebensächlich (wobei man sagen muss, dass auch die Geschichte, für einen Actionfan, wie mich super war!...

Unbedingt lesen! Lesen Sie weiter... ›

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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen The Thin Red Line - Insel der Verdammten (?) 31. Juli 2010
Format:Taschenbuch
Insel der Verdammten...? Hört sich nach Zombies an, oder? Also das ist ein richtig schlechter Titel, wenn man weiß, dass er im Original "the thin red line" heißt (da wäre "Schlacht um den tanzenden Elefanten" noch ein bischen besser gewesen, aber nicht viel :) ).

Mein Interesse für das Buch wurde geweckt, als ich eine Reportage über Guadalcanal gesehen habe, in der erwähnt wurde, dass James Jones bei den Gefechten Teilgenommen hat.
Es ist also eine Art Tatsachenbericht. Das ist dem Buch allerdings anzumerken. Die Art,in der die seelischen Dynamiken, Empfindungen und Ängste der Soldaten zu beschrieben werden, deutet darauf hin, dass dies alles keine Fiktion, keine ausgedachte Szenerie ist, sondern eine erlebte. Auch die Art, wie beispielsweise Tote, das Töten, Verwundungen, etc. beschrieben werden, zeugen von der Abstumpfung, die sich unter den Soldaten im Laufe solcher Kämpfe einstellen.
Teilweise wirkten sich allzu präzise Beschreibungen negativ auf meine Nahrungsaufnahmefähigkeit aus.

Die Kritik am Krieg und an Amerika, an der modernen Gesellschaft, sind auch aus heutiger Sicht noch immer interessant. Wortlaut Sgt. Welsh: "Eigentum! Es geht um Eigentum!"

Schriftstellerisch nicht gerade das Beste, was mir untergekommen ist, auch war es mir persönlich (und ich bin nicht gerade zimperlich) ein wenig zu brutal, oder vielmehr grausam, da einige Szenen allzu detailliert beschrieben werden, aus der soldatischen Sicht.
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