Insel der Verdammten...? Hört sich nach Zombies an, oder? Also das ist ein richtig schlechter Titel, wenn man weiß, dass er im Original "the thin red line" heißt (da wäre "Schlacht um den tanzenden Elefanten" noch ein bischen besser gewesen, aber nicht viel :) ).
Mein Interesse für das Buch wurde geweckt, als ich eine Reportage über Guadalcanal gesehen habe, in der erwähnt wurde, dass James Jones bei den Gefechten Teilgenommen hat.
Es ist also eine Art Tatsachenbericht. Das ist dem Buch allerdings anzumerken. Die Art,in der die seelischen Dynamiken, Empfindungen und Ängste der Soldaten zu beschrieben werden, deutet darauf hin, dass dies alles keine Fiktion, keine ausgedachte Szenerie ist, sondern eine erlebte. Auch die Art, wie beispielsweise Tote, das Töten, Verwundungen, etc. beschrieben werden, zeugen von der Abstumpfung, die sich unter den Soldaten im Laufe solcher Kämpfe einstellen.
Teilweise wirkten sich allzu präzise Beschreibungen negativ auf meine Nahrungsaufnahmefähigkeit aus.
Die Kritik am Krieg und an Amerika, an der modernen Gesellschaft, sind auch aus heutiger Sicht noch immer interessant. Wortlaut Sgt. Welsh: "Eigentum! Es geht um Eigentum!"
Schriftstellerisch nicht gerade das Beste, was mir untergekommen ist, auch war es mir persönlich (und ich bin nicht gerade zimperlich) ein wenig zu brutal, oder vielmehr grausam, da einige Szenen allzu detailliert beschrieben werden, aus der soldatischen Sicht.