Die hilfreichsten Kundenrezensionen
43 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Klassiker, 6. Februar 2002
Von Ein Kunde
Dies ist das erste Buch, das ich von Balzac gelesen habe und ich habe es nicht bereut. Am Anfang fiel es mir zwar etwas schwer, alle Hauptfiguren mit Namen und ihrer persönlichen Geschichte einzuordnen, aber später, als ich alle "kannte" war es faszinierend, in diese Welt einzutauchen. Erzählt wird die traurige Geschichte des Herrn Goriot, der es mit viel Fleiss zu etwas Vermögen gebracht hat und all seine Liebe und Ersparnisse für seine beiden Töchter aufwendet. Sie bedeuten ihm als Abbilder seiner verstorbenen Frau einfach Alles. Um den teuren Lebensstil seiner Töchter zu finanzieren, mietet er sich in einer schäbigen Pension ein, die von anderen sehr interessanten Charakteren bewohnt wird, die Balzac fesselnd und ungemein scharfsichtig zeichnet. Der alte Mann wird schliesslich durch die selbstlose Liebe zu seinen undankbaren Kindern zugrunde gerichtet. Nur der Student und Sympathieträger Rastigniac kümmert sich schliesslich um ihn und steht ihm bis zum bitteren Ende bei. Dieser Roman ist spannend geschrieben und man verschlingt ihn bis zur letzten Seite. Es geht um Liebe, Hass, gemeine Niedertracht, Selbtaufopferung..., kurzum: Balzac entwirft eine Welt im Kleinen und überzeugt durch sein grosses psychologisches Gespür.
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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Gratwanderung zwischen Vaterliebe und Verwöhnung, 5. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Insel-Taschenbuch, Band 11: Vater Goriot / Die Menschliche Komödie (Taschenbuch)
"Vater Goriot" ist bestimmt eines der bekanntesten unter Balzacs Werken. Vater Goriot liebt und verwöhnt seine Töchter Anastasie und Delphine über die Maßen. Alles, was er besitzt, gibt er für die beiden Töchter hin, welche mit ihrer jeweils schönen Mitgift schwerreiche, hochangesehene, aber kaltherzige Männer ehelichen. Kaum hat der Vater sein Vermögen auf die beiden Schwiegersöhne übertragen, damit es seinen beiden "Augäpfeln" auch gut gehe, verlieren die Schwiegersöhne jedes Interesse an dem linkischen, bürgerlichen Schwiegervater, der auf jeder festlichen Veranstaltung zu stören scheint. Den Töchtern wird von ihren Ehemännern der Umgang mit dem Vater untersagt. Werden sich die beiden geliebten Töchter, von Goriot zärtlich "Nasie" und "Fifine" genannt, über das Verbot ihrer Ehemänner hinwegsetzen, um ans Sterbebett ihres Vaters zu eilen, als die jungen Studenten Bianchon und Rastignac, die Vater Goriot während seiner letzten Tage pflegen, sie bitten zu kommen? Diese Frage nagt am Leser bis zu den letzten Seiten des Buches und hält die Spannung aufrecht. Am Ende sind wir ratlos, was wir aus dem Buch über "die rechte Elternliebe" lernen können. Auf jeden Fall teilen wir mit Balzac die Sympathie für seinen Helden Goriot.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Balzac verzeiht Vieles!, 27. April 2007
Das wohl bekannteste Werk von Balzac! Hervorragende französische Literatur. Ein "Muss" für Liebhaber dieser Sparte. Die Übersetzung ist ok, auch wenn gewisse Vorbehalte angebracht sind (Beispiel: "Er schnarchte wie eine Kreissäge." Hat es im Jahr 1834 wirklich schon Kreissägen gegeben?) Echt schlecht ist aber die Sprecherin. Sie hat wohl kaum 2 Stunden in ihrem Leben der französischen Sprache gewidmet. Das wäre an sich kein Problem, wenn es nicht so viele französische Namen und Lokalitäten auszusprechen gäbe (Beispiel: "Saint Geneviève", die Hauptörtlichkeit des Romans spricht sie mindestens 100 mal "Sans Geneviève" aus, oder "Theâtre Francais" mit ausgesprochenem s am Schluss, usw.). Aber auch abgesehen davon lässt die Sprecherin zu viel Wünsche offen. Besonders zu Beginn des Romans. Später ist eine leichte Steigerung zu bemerken. Schade, dass da der Produzent keine glücklichere Hand hatte! Wer über diese Unzulänglichkeiten hinweg sehen kann, und das Buch nicht selbst lesen will, dem kann ich den Kauf dennoch empfehlen. Balzac verzeiht Vieles!
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