Das Buch spiegelt mit seinen einzelnen Kapiteln, die jeweils einem typisch westberliner Thema gewidmet sind, hervorragend des Lebensgefühl im "alten" West-Berlin wieder, das Lebensgefühl, das einerseits "leider" und andererseits auch "Gott-sei-Dank" der Geschichte angehört.
Die Fotos haben ihren eigenen Reiz: Sie sind etwas verfremdet durch betonte Eingrenzung der Schärfen-Tiefe und wirken dadurch wie Fotos von einer Modelleisenbahn-Anlage und nicht wie Fotos aus dem richtigen Leben. Dadurch wird die besondere Modellsituation West-Berlins betont, diese anormale, aber damals als normal empfundene Situation, die heutzutage nur noch schwer nachzuvollziehen ist. Im Gegensatz zu meinem Vorrezensenten gefällt mir die Kombination Text/Fotos sehr gut.