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Insel Bücherei, Nr.43, Das Marien-Leben
 
 
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Insel Bücherei, Nr.43, Das Marien-Leben [Gebundene Ausgabe]

Rainer M. Rilke
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Insel, Frankfurt (1958)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3458080430
  • ISBN-13: 978-3458080435
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 996.765 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Rainer Maria Rilke
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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Rainer M. Rilke (1875-1926), der Prager Beamtensohn, wurde nach einer erzwungenen Militärerziehung 1896 Student, zuerst in Prag, dann in München und Berlin, weniger studierend als dichtend. Die kurze Ehe mit der Bildhauerin Clara Westhoff in Worpswede löste er 1902 auf. Er bereiste darauf Italien, Skandinavien und Frankreich. In Paris schloß er Bekanntschaft mit Rodin und wurde dessen Privatsekretär. Bereits nach acht Monaten kam es zum Bruch. Es folgten unstete Jahre des Reisens mit Stationen in verschiedenen Städten Europas. Nach seinem Entschluß zur Berufslosigkeit und zu einem reinen Dichterdasein war Rilke zu jedem Verzicht bereit, wenn es dem Werk galt. Er opferte sein Leben seiner Kunst und gewann Unsterblichkeit, indem er unerreichte Sprach- und Kunstwerke schuf.
Im Ersten Weltkrieg war er zur österreichischen Armee eingezogen, wurde aber aufgrund seiner kränklichen Konstitution in das Wiener Kriegsarchiv versetzt. Rilke starb nach langer Krankheit in Val Mont bei Montreux.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Himmel und Erde 28. Mai 2000
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Es wäre absolut verfehlt, "Das Marien-Leben" von Rilke als eine religiöse Dichtung, als eine Art Erbauungsliteratur zu sehen. Weder waren die Gedichte vom Dichter so angelegt, noch können sie so gelesen werden. Was allerdings wirklich hinter dieser wunderbaren Dichtung, dieser Biografie in Versen steckt, stellt uns der Literaturwissenschaftler und Dichter Richard Exner vor. Nach Exner ist "Das Marien-Leben" eine "sehr weltliche und eine sehr metaphysische Dichtung", die uns bei aller Spiritualität und Vergeistigung eine säkularisierte Maria zeigt, "eine Frau des Himmels und der Erden", eine sehr irdische Frau, die Schmerzen und Freuden erlebt und Erfahrungen von Verlust, Leiden und Tod gemacht hat. Rilke, ausgestattet mit einer besonderen Sensibilität allem Weiblichen gegenüber, macht an dem Beispiel Mariens die Grunderfahrungen eines Frauenlebens fest, die Erfahrungen von Liebe und Geburrt und Mutterschaft. Richard Exners Essay zu diesem wunderbaren Gedichtzyklus des engelgleichen Dichters zeigt den schöpferischen Kontext, in dem das kleine Werk 1912, parallel zu den beiden ersten "Duineser Elegien" entstanden ist. Er benennt die Orte, die in Zusammenhang mit den Gedichten stehen und verweist vor allem auf Venedig, in dem wohl "Das Marien-Leben" spielt. Und dies tut Exner mit aller wissenschaftlicher Akribie und umfassender Quellenangabe. Auch belegt Exner nachviollziehbar, dass die beiden Gedichte aus dem Janur 1913 "Himmelfahrt Mariae" zu dem Marien-Zyklus gehören. So liegt dieses kleine Werk erstmals sozusagen "vollständig" vor uns und eröffnet einen ganz neuen Blick und ein ganz neues Verständnis. Richard Exner (Jahrgang 1929) hat sich als Universitätslehrer immer wieder mit Rilke bschäftigt. Auch sein dichterisches Schaffen ist von Rilke nicht unbeeinflusst geblieben ("Ein Sprung im Schweigen", "Die Zunge als Lohn", "Gedichte 1991-1995"). Dies macht seine Arbeit zu einer interessanten und spannenden Auseinandersetzung mit dem "Marien-Leben". Zudem handelt es sich um eine ausgesprochen schöne und bibliophile Ausgabe. Es stellt die Dichte Rilkes, der sehr sdtark von der bildenden Kunst beeinflusst war, zusammen mit berühmten Mariendarstellungen bildender Künstler wie Tizian, El Greco, Tintoretto und anderer vor. Darstellungen, denen Rilke während der Entstehung des Zyklus begegnet sein dürfte. So ist dieses Buch ein kleines Gesamtkunstwerk.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Timo Brandt TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Hier gibt es schon eine Rezension, die nicht nur die Schönheit hervorhebt, sondern das Werk auch in einen wunderbaren Kontext setzt und es als metaphysische und gleichsam weltliche Dichtung erfasst.

Dem füge ich nur noch ein Beispielgedicht hinzu und eine Bekräftigung. Kaum ein Dichter hat wie Rilke, so allumfassend und klar bestimmte Dinge und Zwischentöne, Atmosphären und Stimmungen darstellen können, wie man es auch vor allem in seinen poetischen Hauptwerken (Das Stundenbuch - Das Buch der Bilder - Neue Gedichte) immerfort bewundern kann.

Hier noch eines der besten Gedichte aus dem Marien-Leben.

-Argwohn Josephs-

Und der Engel sprach und gab sich Müh
an dem Mann, der seine Fäuste ballte:
Aber siehst du nicht an jeder Falte,
dass sie kühl ist wie die Gottesfrüh.

Doch der andre sah ihn finster an,
murmelnd nur: Was hat sie so verwandelt?
Doch da schrie der Engel: Zimmermann,
merkst du's noch nicht, dass der Herrgott handelt?

Weil du Bretter machst, in deinem Stolze,
willst du wirklich den zur Rede stelln,
der bescheiden aus dem gleichen Holze
Blätter treiben macht und Knospen schwelln?

Er begriff. Und wie er jetzt die Blicke,
recht erschrocken, zu dem Engel hob,
war der fort. Da schob er seine dicke
Mütze langsam ab. Dann sang er lob.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Günter Nawe "Herodot" TOP 100 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Diese Besprechung ist vor zehn Jahren schon einmal geschrieben worden - unter dem Namen "§ein Kunde". Der Verfasser war über viele Jahre hinweg ein guter Freund des Dichters und Literaturwissenschaftlers Richard Exner, der leider im letzten Jahr verstorben ist. "Ein Kunde" also outet sich jetzt - auch im Sinne einer dankbaren Erinnerung an den Freund.

Es wäre absolut verfehlt, "Das Marien-Leben" von Rilke als eine religiöse Dichtung, als eine Art Erbauungsliteratur zu sehen. Weder waren die Gedichte vom Dichter so angelegt, noch können sie so gelesen werden. Was allerdings wirklich hinter dieser wunderbaren Dichtung, dieser Biografie in Versen steckt, stellt uns der Literaturwissenschaftler und Dichter Richard Exner vor. Nach Exner ist "Das Marien-Leben" eine "sehr weltliche und eine sehr metaphysische Dichtung", die uns bei aller Spiritualität und Vergeistigung eine säkularisierte Maria zeigt, "eine Frau des Himmels und der Erden", eine sehr irdische Frau, die Schmerzen und Freuden erlebt und Erfahrungen von Verlust, Leiden und Tod gemacht hat. Rilke, ausgestattet mit einer besonderen Sensibilität allem Weiblichen gegenüber, macht an dem Beispiel Mariens die Grunderfahrungen eines Frauenlebens fest, die Erfahrungen von Liebe und Geburrt und Mutterschaft. Richard Exners Essay zu diesem wunderbaren Gedichtzyklus des engelgleichen Dichters zeigt den schöpferischen Kontext, in dem das kleine Werk 1912, parallel zu den beiden ersten "Duineser Elegien" entstanden ist. Er benennt die Orte, die in Zusammenhang mit den Gedichten stehen und verweist vor allem auf Venedig, in dem wohl "Das Marien-Leben" spielt. Und dies tut Exner mit aller wissenschaftlicher Akribie und umfassender Quellenangabe. Auch belegt Exner nachvollziehbar, dass die beiden Gedichte aus dem Januar 1913 "Himmelfahrt Mariae" zu dem Marien-Zyklus gehören. So liegt dieses kleine Werk erstmals sozusagen "vollständig" vor uns und eröffnet einen ganz neuen Blick und ein ganz neues Verständnis. Richard Exner (1929 - 2008) hat sich als Universitätslehrer immer wieder mit Rilke beschäftigt. Auch sein dichterisches Schaffen ist von Rilke nicht unbeeinflusst geblieben ("Ein Sprung im Schweigen", "Die Zunge als Lohn", "Gedichte 1991-1995"). Dies macht seine Arbeit zu einer interessanten und spannenden Auseinandersetzung mit dem "Marien-Leben". Zudem handelt es sich um eine ausgesprochen schöne und bibliophile Ausgabe. Es stellt die Dichte Rilkes, der sehr stark von der bildenden Kunst beeinflusst war, zusammen mit berühmten Mariendarstellungen bildender Künstler wie Tizian, El Greco, Tintoretto und anderer vor. Darstellungen, denen Rilke während der Entstehung des Zyklus begegnet sein dürfte. So ist dieses Buch ein kleines Gesamtkunstwerk.
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