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Insel 34: Roman
 
 
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Insel 34: Roman [Taschenbuch]

Annette Pehnt
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Die Leute", schreibt Robert Creeley, "versuchen mit einer anwachsenden Verzweiflung zu leben und zu etwas zu kommen, einem Ort oder einer Person. Sie wollen eine Insel, auf welcher die Welt endlich ein Ort umschrieben von sichtbaren Horizonten sein wird."

Die Insel 34, die Annette Pehnts neuem Roman den Titel gibt, ist auf der Landkarte im Erdkundeunterricht zunächst nur "ein kleiner Vogeldreck im zerkratzten Blau", drei Fingerbreit entfernt vom Festland. Staunend erlebt der Leser, wie sich der blinde Fleck in den Sehnsuchtsort einer jungen Frau verwandelt, die mit unbeirrbarem Willen ihr Ziel verfolgt. "Ich mußte schließlich bei Nacht und Nebel aufbrechen. Wenn ich gewartet hätte, bis alle mir ihren Segen erteilt und verstanden hätten, was ich dort wollte, säße ich jetzt noch in meinem Büro und läse brüchige Zeitschriften." Pehnt erzählt in lakonischem, oft ironisch gebrochenem Ton vom Wachsen einer großen Leidenschaft, jedes Wort sitzt. Es ist zugleich die Geschichte des Erwachsenwerdens, des Abnabelns von der fürsorglichen Belagerung der Eltern, vom ersten Geliebten, der doch -- im Gegensatz zur geheimnisvollen Insel, über die wir immer mehr wissen möchten -- eigentümlich konturenlos bleibt.

Die namenlose Icherzählerin, so scheint es, ist eine Schwester im Geiste von Dorst, dem scheuen Protagonisten aus Pehnts gefeiertem Roman-Erstling Ich muß los. Bewies Pehnt dort schon ein Faible für Underdogs und skurrile Gestalten, lässt ihr Spiel mit der Inselutopie -- nicht erst seit Schnabels Insel Felsenburg oder Gullivers Reisen ein klassisches Motiv der Literaturgeschichte -- reichlich Raum für weit ausgeprägtere Bizarrerien: Der Forscherdrang ihrer inselhoppenden Heldin macht weder vor Sackpfeifenwettbewerben noch vor den Balzritualen knorriger Torfstecher oder dem Ordnen von Sondermüll halt. "Der Müll will versorgt sein", weiß Deponieleiter Wiesent, also landet schlussendlich auch der defekte Laptop dort, ein "umfangreicher, bedeutungsloser" Aufsatz wird die Heimat nie erreichen.

Pehnts Heldin, die sich wohltuend von manch tatenarmen, gedankenvollen Pop-Stubenhockern abhebt, sind wir nach den kanpp 190 Seiten des Romans näher gekommen -- ihr Geheimnis hat sie nicht preisgegeben. Und die Insel? Sie bleibt der Spiegel der Frau, die von ihr träumt. --Niklas Feldtkamp -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Die bezaubernd schillernde Geschichte einer Heranwachsenden, die ihren Sehnsuchtsort findet.« Die Zeit

Kurzbeschreibung

»Ich habe nie so getan, als ob ich die Insel kenne, und ich bin die einzige, die wirklich hinfahren wollte.« Die Inseln vor der Küste sind numeriert, und niemand ist jemals auf der Insel Vierunddreißig gewesen – nur die eigenwillige Ich-Erzählerin in Annette Pehnts zweitem Roman verspürt ihren rätselhaften Sog. Selbst Zanka, der nach Vanille und Zigaretten riecht und sie in die Liebe einweist, kann sie nicht von der Suche nach ihrem Sehnsuchtsort abhalten. Endlich möchte sie das Leben spüren ...

»Die bezaubernd schillernde Geschichte einer Heranwachsenden, die ihren Sehnsuchtsort findet.« Die Zeit

Über den Autor

Annette Pehnt, Jahrgang 1967, studierte und arbeitete in Irland, Schottland und den USA. Heute lebt sie als Kritikerin und freie Autorin in Freiburg. Neben einigen Kurzgeschichten veröffentlichte sie 2001 ihren ersten Roman »Ich muß los«, für den sie mit zahlreichen Preisenausgezeichnet wurde, u.a. dem Mara-Cassens-Preis des Hamburger Literaturhauses für das beste Debüt des Jahres. 2002 erhielt sie in Klagenfurt den Preis der Jury für einen Auszug aus dem Roman »Insel 34«.
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