Eines vorab: auch wenn die nachfolgende Rezension etwas mordlüstern klingen mag, kann ich normalerweise keiner Fliege etwas zuleide tun. Alles Kleingetier, das mich nicht um jeden Preis stechen, beissen oder mit Gottweisswas infizieren will, wird mit einem Insektengreifer Marke "Snappy" unbeschadet nach draussen befördert (wo es dann wahrscheinlich der nächstbesten Spinne oder Schwalbe zum Opfer fällt). Aber die Mücken, die mir an meinem neuen Wohnort dass Leben zur Hölle gemacht haben, hatten den (schnellen und schmerzlosen) Elektro-Tod wirklich verdient.
Aber nun zum Testprodukt. Der "Insektenschröter", was dem aufgedruckten Schriftzug zufolge der Name meines neuen Lieblingsspielzeuges ist, macht einen sehr wertigen Eindruck. Auch wenn das Schläger-ähnliche Gerät nicht als Schlaginstrument eingesetzt werden sollte: die stromführenden Metallstreben wirken robust genug, um damit Tennis spielen zu können. Das Plastikgehäuse sieht ebenfalls recht haltbar aus, und die schwarz-silberne Lackierung wirkt dezenter und edler als die grellbunten Konkurrenzprodukte.
Nach Einsetzen der zwei AA-Batterien, die leider nicht im Lieferumfang enthalten waren (was bei dem Preis auch verständlich ist), ist der Insektenschröter betriebsbereit. Die Handhabung ist denkbar einfach: man (oder auch Frau) hält den seitlich am Griff angebrachten Knopf gedrückt und bewegt den Schläger über dem Insekt, um es aufzuscheuchen. Die meisten Mücken, an denen ich das Gerät getestet habe, flogen daraufhin freiwillig in das elektrisch geladene Gitter und wurden mit einem lauten Knall in den Insektenhimmel befördert. Die wenigen Exemplare, die unbekümmert sitzen blieben, ließen sich durch leichtes Berühren mit dem oberen Ende des Schlägers elektrifizieren. Endlich keine schwarzroten Flecken mehr auf der weißen Tapete! Die knusprig durchgegarten Insekten fallen entweder einfach zu Boden oder bleiben zwischen den Streben hängen, von wo aus sie einfach abgeschüttelt werden können.
Ich war richtig enttäuscht, als mir die Mücken ausgingen (nochmal: ich bin normalerweise ein Tierfreund. Ganz ehrlich). So enttäuscht, dass ich den Schröter an einer unschuldigen Fruchtfliege testen musste. Natürlich nur um zu sehen, ob blutsaugende Untiere in Fruchtfliegengröße nicht einfach durch die doch recht weit auseinanderliegenden Metallstreben entfleuchen könnten. Doch selbst dieses winzige Insekt wurde beim Fluchtversuch unweigerlich gegrillt. Fazit: ein rundum gelungenes Produkt! So macht das Mückentöten Spaß. Fast schon mehr Spaß, als es eigentlich der Fall sein sollte. Selbst der von einigen Testern bemängelte laute Knall beim Elektrifizieren eines Schädlings hat irgendwie etwas sehr Zufriedenstellendes. Ein richtiges Männerspielzeug eben, die Wohnzimmerwaffe für den modernen Jäger und Sammler :)