Der Landvermesser K. wacht auf und er findet sich in einer im offensichtlich fremden Welt wieder. Was das Buch so faszinierend und damit empfehlenswert macht, ist die fiktive Beschreibung dieses Menschen (dem Landvermesser K.) und seiner Situation, der sich sozusagen als Strandläufer zwischen zwei Welten bewegt, für den vor seinem Erwachen weder Zeit noch Raum existiert hat, dem jegliche Erinnerung fehlt. Doch indem er sich erinnern will, driftet er in die eine der Welten, mit dem Dorf und dem Schloss mit seinen geheimnisvollen Bewohnern, ab. Namen, und das Benennen spielen eine wichtige Rolle. Denn das Benennen der Wirklichkeit erzeugt für den Landvermesser K. ihre Mittelbarkeit, verhilft aus seiner Sicht der Wirklichkeit zur Realität. Doch die Wirklichkeit wird letztendlich nicht erzeugt, da alle Namen nicht aufgedeckt werden. Was schlussendlich bleibt, ist ein Schwebezustand zwischen zwei Welten.