Diesen Gedanken mögen solche folgen, die all das anders und anderes sehen.
.
Der Ich-Erzähler aus Karl-Heinz Otts erstem Roman wird von einem Assistenzarzt benachrichtigt, dass seine Mutter nur noch kurze Zeit zu leben hat. Er fährt in seine alte, ländlich Heimat, wo die Donau noch ein kleiner Fluß ist, und erinnert sich.
Das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn, der unehelich zur Welt gekommen ist, ist gespannt. Sie fürchtet von ihm genauso verraten zu werden wie von seinem Vater, der eine Abtreibung wollte, und als sie sich darauf nicht eingelassen hat, mit seiner Frau und seinen ehelichen Kindern weggezogen ist, Er hat Anggst vor zu viel Einmischung, will sein Lebenvon ihrem strikt trennen.
Ott beschreibt die letzten Tage der Mutter und die Erinnerungen, des Sohnes an die katholisch geprägte Jugend, die bestimmende Großmutter und die Veränderungen im Dorf.
Ich hatte zuletzt ein aktuelles Buch von Ott gelesen, das mir besser gefallen hat. «Ins Offene» hat vor allem im Mittleren Teil unnötige Längen, in denen Erinnerungen einfach aufgezählt werden. Trotzdem war es damals ein viel versprechendes Debüt, halt nur nicht so gut, wie beispielsweise der «Endlich Stille».
.