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Ins Offene [Gebundene Ausgabe]

Karl-Heinz Ott
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 139 Seiten
  • Verlag: Residenz (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3701710813
  • ISBN-13: 978-3701710812
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 12,8 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.617.090 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Karl-Heinz Ott
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Einer fährt zurück. Dorthin, wo vor langer Zeit Sehen und Begreifen eingeübt wurden. Kinderängste hallen nach, Erinnerungsbilder schieben sich übereinander. Manche davon fügen sich zu willkürlichen, immer leicht verändert schillernden Mosaiken, andere ragen aus dem Kontinuum heraus, haben ihren einst festgelegten Wert behalten. So zum Beispiel der Abend, an dem der damals Vierzehnjährige mehr aus Zufall Viscontis Verfilmung des "Fremden" sah, angezogen nur von dem gleißenden Licht in einem Wüstenland, das als Gegenbild zur Enge der Winkel und Weiler wie ein Glücksversprechen auf den Jungen wirkte. Der Gleichmut des Fremden "ließ auf eine Seele schließen, die wie der blaue Himmel und das Weiß der gekalkten Häuser aus der Ferne fleckenlos wirkte. Er lebte vor, wie man mit anderen zusammensein kann, ohne ihnen zu gehören."Um jene Orte, die Heimat oder Fremde bedeuten, geht es in diesem Roman, um die Unruhe des Dazwischen-Seins, der Schwebe, Themen, die durch den bevorstehenden Tod der Mutter eine andere Grundfärbung bekommen. Die Fahrt übers Land, von der Karl-Heinz Ott in seinem Debüt poetisch und hellsichtig zugleich erzählt, wird zur Reise in präzise ausgeleuchtete Innenwelten und zum Beginn einer "Friedenszeit, die nichts vom Gewesenen beschönigt".

Über den Autor

Karl-Heinz Ott wurde 1957 in Ehingen bei Ulm geboren. Er besuchte ein katholisches Internat und studierte Philosophie, Germa-nistik und Musikwissenschaft. An-schließend arbeitete er als Dramaturg in Freiburg, Basel und Zürich. "Ins Offene" ist sein Romandebüt, das 1998 erschien und mit dem Förderpreis des Hölderlin-Preises sowie dem Thaddäus-Troll-Preis ausgezeichnet wurde. Für seinen zweiten Roman »Endlich Stille«, der 2005 bei Hoffmann und Campe erschien, erhielt er den Alemannischen Literaturpreis, den Candide-Preis sowie den Preis der LiteraTour Nord. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch reiht sich ein, in In die lange Reihe von zeitgenössischen Romanen "um Leben und Tod" der eigenen Mutter (wie Handkes "Wunschloses Unglück"). Otts Erstlingswerk ist ein konzentriertes, stilles und melancholisches Buch und knüpft laut Klappentext auch an das Genre des oberschwäbischen Heimatromans an, wie auch in jüngerer Zeit von Martin Walser und Arnold Stadler konturiert. Ausgangspunkt von Otts literarischer Erinnerungsarbeit ist der Augenblick, da der Erzähler mit der Meldung vom nahe bevorstehenden Tod der Mutter konfrontiert wird. Diese Nachricht läßt alle Lebensroutine, die sich der in Haßliebe an seine Mutter gebundene Sohn mühsam errungen hatte, sofort zusammenbrechen. Es ist indes nicht nur lähmender Schrecken, der von seiner Seele Besitz ergreift. Der Schock über den unabwendbaren Tod der Mutter verbindet sich mit der Sehnsucht des Überlebenden nach einer heilenden Lebenszäsur, mit seiner Hoffnung auf eine neue "Friedenszeit". Die Motive wunschlosen Unglücks sind aus anderen Heimatromanen vertraut. Aber es ist die konzentrierte Genauigkeit und ruhige Gefaßtheit dieses Romans, die für dieses Buch einnimmt. Ott schafft ein poetischen Panorama seines Lebens. Es ist ihm gelungen, jene schöne Balance zwischen melancholischer Todeserwartung und romantischer Ursprungssehnsucht zu halten, wie sie nicht erst seit Peter Handke für eine heilsuchende Literatur des Weltvertrauens charakteristisch ist. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
War diese Rezension für Sie hilfreich?
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Diesen Gedanken mögen solche folgen, die all das anders und anderes sehen.
.
Der Ich-Erzähler aus Karl-Heinz Otts erstem Roman wird von einem Assistenzarzt benachrichtigt, dass seine Mutter nur noch kurze Zeit zu leben hat. Er fährt in seine alte, ländlich Heimat, wo die Donau noch ein kleiner Fluß ist, und erinnert sich.

Das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn, der unehelich zur Welt gekommen ist, ist gespannt. Sie fürchtet von ihm genauso verraten zu werden wie von seinem Vater, der eine Abtreibung wollte, und als sie sich darauf nicht eingelassen hat, mit seiner Frau und seinen ehelichen Kindern weggezogen ist, Er hat Anggst vor zu viel Einmischung, will sein Lebenvon ihrem strikt trennen.

Ott beschreibt die letzten Tage der Mutter und die Erinnerungen, des Sohnes an die katholisch geprägte Jugend, die bestimmende Großmutter und die Veränderungen im Dorf.

Ich hatte zuletzt ein aktuelles Buch von Ott gelesen, das mir besser gefallen hat. «Ins Offene» hat vor allem im Mittleren Teil unnötige Längen, in denen Erinnerungen einfach aufgezählt werden. Trotzdem war es damals ein viel versprechendes Debüt, halt nur nicht so gut, wie beispielsweise der «Endlich Stille».
.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Spektakulär leise 29. April 2008
Von Dorit
Format:Taschenbuch
Der Protagonist dieser Geschichte, ein Mann von etwa vierzig Jahren, kehrt zurück in seinen Heimatort in der schwäbischen Provinz. Er kehrt zurück in dieses hinterwäldlerische Dorf mit seinen bigotten Bewohnern, in dem er groß geworden uns aus dem er einst geflohen ist, um die letzten Tage und schließlich den Tod seiner alten, schwerkranken Mutter zu erleben.
Er erzählt uns in eindringlich, verdichteter Prosa von der lebenslangen Hassliebe zwischen Mutter und Sohn, von Sprachlosigkeit und Nichtverstehenkönnen, von immer neuen Versuchen zueinander zu finden, von der immer größer werdenden Entfremdung.
Dieser Erstlingsroman kommt nicht mit grossem Tamtam daher, sondern mit leisen, konturenscharfen Lebensaugenblicken, die gerade durch ihre zurückhaltende Sprache literarische Qualität erlangen.
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