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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Zeitverschwendung, 12. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Ins Netz gegangen: Partnersuche im Internet: Mein Online-Tagebuch (Broschiert)
Die Autorin ist hübsch und nicht dumm. Trotz dieser eigentlich positiven Eigenschaften war es mir unmöglich, Sympathie für die Protagonistin zu entwickeln und bei der Partnersuche mit zu fiebern. Ich versuche mal, mein diffus-ungutes Gefühl in Worte zu fassen.
Es könnte damit zu tun haben, dass die nach eigener Meinung so perfekte Autorin eine humorlose Tirade nach der andern über diesen dummen Männern abfeuert, die sich getrauen, ihr zu schreiben, trotz eines fehlenden Zentimeters an Körpergröße oder eines Jährchens zuviel. Für die Dame muss es schon ein super Charakter mit "George Clooney"-Hülle sein. Das wäre völlig in Ordnung, ist eben ihr Geschmack, nur trägt sie dies so kalkuliert vor, als Anspruch, ohne Selbstironie oder Herzenswärme. Wann immer Leute (auch Frauen) ihr nur bis zur Schulter gehen, wird das freudig erwähnt. Überhaupt ist es ach so schrecklich, dass kein Mensch zum Elfenbeinturm der Dame hochreicht. Dieser wenig anziehende Unterton arger Selbstüberschätzung zieht sich durchs Buch.
Viele Widersprüche fallen auf, zwei Beispiele: Sie sucht einen Mann mit "Rückgrat" - und tippt selbst, kaum fällt die Tür hinter ihren Dates zu, eine Sms: Danke, aber es passt nicht". Eingangs legt sie den Lesern ein Schummel-Programm" zur Fotobearbeitung ans Herz. Später zieht sie wiederholt über Männer her, die veraltete Bilder einstellen. Und ja, es gibt unattraktive Menschen, die dazu ein sehr unglückliches Händchen für Kleidung haben. Doch muss man diese Pechvögel seitenweise bitterböse abkanzeln? Auch ihre uncharmanten bis hämischen Mails an die Männer sind der zunehmend frustrierten Autorin nicht peinlich, sie landen als Beweis ihres "Wortwitzes" im Buch. All das behagt mir einfach nicht. Sollte es wirklich Zufall sein, dass die Dame so viele Enttäuschungen erlebt? Dass ihr so unfassbar viele(!) Männer abspringen? Doch dem blonden Model bleiben die Kontaktabbrüche ein Rätsel.
Ich hatte mir eine unterhaltsame, witzige Analyse erhofft. Stattdessen oberflächlich hingeklatschte Beschreibungen. Von augenzwinkerndem Verständnis für Menschen keine Spur. Dafür fortschreitende unfreiwillige Selbstentblößung. Ich habe mich immer wieder für die Geschlechtsgenossin fremdgeschämt - bis ich meine Lektüre frühzeitig eingestellt habe. Und die nützlichen Tipps à la "Planen Sie ein erstes Date auf jeden Fall in der Öffentlichkeit"? Darauf wäre ich von allein nie gekommen. Fazit: Verschwendete Zeit. Dieses Buch taugt höchstens als unfreiwillige Satire.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Wer sich daran hält... bleibt Single!, 16. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Ins Netz gegangen: Partnersuche im Internet: Mein Online-Tagebuch (Broschiert)
ich hatte in einer Zeitschrift einen Artikel über dieses Buch gelesen. Dieser Artikel war so witzig geschrieben, dass ich dachte, dass ich dieses Buch mal lese. Hinzu kommt, dass ich meinen zukünftigen Mann ebenfalls durch das Internet kennengelernt hatte, und einer Freundin dringend rate, es auch mal über das www zu probieren. Ich dachte mir, DIESES Buch schenkst du ihr.
GUT, dass ich vorher nochmal reingeschaut habe. Ein absoluger Reinfall. Ich finde die Dame leidet ein wenig an Selbstüberschätzung. Hätte ich auf diesen "Ratgeber" gehört, hätte ich für Sommer kein Aufgebot bestellen können. Denn dann wäre mein Mr. Right mir durch die Lappen gegangen.
Sicherlich erfährt man durch das Buch, dass man vorsichtig sein soll und nicht so leichtgläubig sein soll - Aber jeder mit Menschenverstand weiß das auch selbst!
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Oh nein, meine 12 EUR sind ihr ins Netz gegangen!, 26. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Ins Netz gegangen: Partnersuche im Internet: Mein Online-Tagebuch (Broschiert)
Ich habe mir das Buch bestellt, weil mich das Thema "Partnersuche im Internet" generell interessiert und ich das Thema mal aus der Sichtweise einer Frau präsentiert bekommen wollte.
Für das Geld kriegt man auch ein relative dickes Buch. Der Inhalt konnte mich aber leider nicht zu mehr als einem kurzen Querlesen motivieren. Zum Vergleich: "Millions of Women Are Waiting To Meet You", habe ich fast ganz gelesen, obwohl das auch nicht gerade ein gutes Buch ist. "Millions ..." ist von einem Mann geschrieben, der es vor allem dazu nutzt, groß mit seinen Frauenabenteuern zu prahlen. OK, das ist also die männliche Psyche, kommen wir jetzt zur weiblichen. Die ist nämlich GANZ anders!
Judith Alwin bereitet das Thema ganz anders auf. Die 42 Jahre alte, attratkvie Moderatorin hat relativ enge Vorstellungen, wen sie kennenlernen möchte. Der Mann soll tendenziell älter (und reicher ups!) als sie sein, aber dann auch wieder nicht zu alt sein und muss über 1.82m groß sein, denn die Ästhetik darf bei ihr dann auch wieder nicht zu kurz kommen.
Ich finde es durchaus in Ordnung, dass sie sich Kriterien setzt. Jeder muss selbst wissen, wie eng oder breit er seine Suchkriterien setzt, und dann auch mit den Konsequenzen Leben, dass dann nämlich mehr oder weniger Partner überhaupt noch in Frage kommen. Was ich so langweilig an dem Buch finde, ist, dass sie die meiste Zeit damit verbringt, darzustellen, dass sie vor allem unpassende Zuschriften kriegt und endlos an ihnen herummäkelt, anstatt sie schlicht zu ignorieren und zu schreiben, welche Zuschriften wirklich interessant waren und wie sich das dann entwickelt.
Ihr müsst euch das so vorstellen: Im Netz sind 2 Millionen Männer angemeldet. Sie bekommt aufgrund ihres guten Aussehens Zuschriften von einem größeren Teil davon und sie hat sich in den Kopf gesetzt, aber auch wirklich jeder von einem Mann noch so schnell abgefassten Nachricht ihre eigene, pointierte, lang durchdachte Kritik hinterherzuschicken - und das auf 347 Seiten. Zum Glück sind ihre Antworten nicht zu lang, sonst wäre das Buch sehr dick geworden, das kann ich euch sagen. Das muss ein Vollzeitjob gewesen sein, auf jede noch so abwegige Nachricht im Netz zu antworten und sie bis ins Detail auszudiskutieren und sich jedesmal von neuem darüber aufzuregen, dass der reiche, leicht ältere, 1.82 Mann sich immer noch nicht gemeldet hat. ... (kopfschüttel)
Es gibt zum Beispiel ein eigenes Kapitel, in dem sie alle Zuschriften von altersmäßig unpassenden Männern aufzählt. Dabei empfindet sie einen 39 Jährigen als hoffnungslosen Grünschnabel und einen 51 Jährigen als uralten Greis und regt sich in ihren Antworten entsprechend überzogen darüber auf. Selbst bei sinnlosen Nachrichten wie "1 ... 2 ... test" spürt sie ein großes Bedürfnis, eine Antwort hinterherzuschicken. In diesem Fall schreibt sie "ich suche einen Mann, der bis drei zählen kann". Das ist noch die lustigste Stelle, die mir beim Querlesen aufgefallen ist.
Was steckt also hinter "Ins Netz gegangen"? Ich würde sagen, eine Oberlehrerin, die sich die sinnlose Aufgaben in den Kopf gesetzt hat, jedem Mann ihre Kritik zu schicken, der online nicht nach den von ihr als sinnvoll empfundenen Regeln spielt (und das sind fast alle Männer). Dabei ist sie als Oberlehrerin auf ihre Weise genauso nervig wie der Prahlemann von "Millions ...".
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