Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
So stolpern wir durchs Leben... That's all you can get, 1. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Ins Glück stolpern: Über die Unvorhersehbarkeit dessen, was wir uns am meisten wünschen (Gebundene Ausgabe)
Das Positive zuerst: das Buch zu lesen ist ein Genuss. Eine humorvolle, unterhaltsame Präsentation der Fakten, wie man sie bei deutschen Autoren meist vermisst (etwa in Kleins Glücksformal"). Es geht im Grunde darum, dass wir unfähig sind, unser Glück oder Unglück richtig einzuschätzen, wenn es uns nicht gerade hier und jetzt passiert. Die Vergangenheit und noch mehr die Zukunft sind durch unseren Blick fast immer verfälscht, wie der Autor anhand von vielen psychologischen Experimenten nachweist. Wer die entsprechenden Untersuchungsergebnisse noch nicht aus "Psychologie heute" kennt, sollte dieses Buch lesen; er oder sie wird es nicht bereuen. Peinlich wird das Buch allerdings , wenn der Autor gegen Ende daran geht , "Lösungen" für unser Dilemma zu skizzieren. Kurz gesagt: wir halten uns für einmalig, sind es aber laut Herr Gilbert nicht. Darum sollten wir auf der Suche nach unserem Glück nicht unserer fehlerbehafteten Imagination folgenden, sondern den Erfahrungen anderer Menschen ! DAs mag vielleicht bei banalen Alltags-Problemen wie einem Restaurant-Besuch oder dem möglichen Urlaubsort nützlich sein, aber besteht unser Glück nicht eher aus Fragen wie (der Autor führt dies selbst so an !) Wen soll ich heiraten ? Welchen Beruf soll ich ergreifen ? Soll ich umziehen ? etc ... Auf wessen Erfahrungen soll ich da zurückgreifen? Den Ex meiner Zukünftigen fragen ?? Hier zeigt sich die Schwäche des Buches: seine intellektuelle Dürftigkeit. Der Autor redet immerfort vom GLÜCK, behandelt aber fast immer nur Augenblicksgenüsse wie Pizza-Essen, Eiscreme oder den Sieg meines Lieblings-Clubs, und vergisst dabei, dass GLÜCK für Menschen immer auch mit SINN zusammenhängen muss, soll es über das Wow-Gefühl des Hier und Jetzt hinausgehen. So bleibt als Fazit für den Leser: Wir stolpern halbblind durchs Leben. Was wir für Glück halten, entpuppt sich als Fata Morgana, vermeindliches Unglück ist im Nachhinein fast immer halb so schlimm. Einen Hinweis, wie wir diesen frustrierenden Zustand verbessern könnten, vermag Mister Gilbert nicht zu geben. Er hätte das einfach so sagen sollen. Aber das wäre dann wohl zuviel alt-europäischer" Pessimismus für einen Amerikaner gewesen.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Augenöffner!, 3. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Ins Glück stolpern: Über die Unvorhersehbarkeit dessen, was wir uns am meisten wünschen (Gebundene Ausgabe)
Die These des Autors, warum man mit "Glücks-Einschätzungen" per definitionem falsch liegt, ist auch im Dschungel der ganzen Wunsch-/Bestellungs-/Realitäts-Schaffen-Bücher revolutionär und wird hier sehr unterhaltsam und plausibel erklärt. Zum Teil sind die Bericht über Studien und die wissenschaftlichen Hintergründe etwas langatmig erläutert, aber gerade wenn man anfängt, sich zu langweilen, streut der Autor einen augenzwinkernden Kommentar und eine ironische Pointe ein (diese Art von Ironie und Zynismus ist besonders für einen Nordamerikaner eher selten!) Die Theorien des Autors sind eigentlich total logisch und einfach, trotzdem wäre man von selbst auf einige Dinge bestimmt nicht gekommen. Alles ist wissenschaftlich hinterlegt und einleuchtend erklärt. Dadurch läßt sich das Buch absolut gut und leicht lesen. Auf jeden Fall empfehlenswert, besonders für Leute, denen viele der o.g. Bücher zu ernsthaft sind oder zu oberflächlich-esoterisch - hier gibt es eine wissenschaftlich fundierte und trotzdem unterhaltsame und verständliche Mischung. Absolut empfehlenswert!
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5.0 von 5 Sternen
Traurig aber wahr, 13. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Ins Glück stolpern: Über die Unvorhersehbarkeit dessen, was wir uns am meisten wünschen (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist interessant und humorvoll geschrieben, wie uns das Gehirn, die Erinnerung und die Vorstellungskraft ein ums andere Mal ins Bockshorn jagen. Es basiert auf wissenschaftlichen Forschungsergebnissen. Anhand von alltäglichen Situationen (des Autors und aus der Forschung) werden unsere eingeschränkten und auch falschen Wahrnehmungen aufgezeigt, anschaulich erklärt und auf die Konsequenzen hingewiesen. Es ist leicht zu lesen und verzichtet auf psychologische Fachausdrücke. Alles in allem zum großen Thema Glück ein wichtiges Buch, weil es sich mit der konkreten Umsetzung und den Hindernisse der eigenen Lebenspläne beschäfftigt. Es geht nicht um die große Sinnfrage. Wer mit der vorgeschlagenen Lösung am Ende des Buches nicht glücklich ist, dem sei "Gedankenlesen" von Michael Moskowitz empfohlen. Um sich an anderen richtig orientieren zu können, benötigt man diese Fähigkeit (hat nichts mit Telepathie zu tun).
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