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Inquisitor
 
 
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Inquisitor [Taschenbuch]

Ian Watson
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

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  • Taschenbuch: 1200 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (2. November 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453526430
  • ISBN-13: 978-3453526433
  • Originaltitel: The Inquisition War
  • Größe und/oder Gewicht: 19,8 x 13,4 x 5,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 13.556 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In den grimmigen Kriegen des einundvierzigsten Jahrhunderts wacht die Inquisition über das Imperium der Menschen. Doch was, wenn die Inquisition selbst sich gegen die Menschheit wendet? Wird es dem abtrünnigen Inquisitor Jaq Draco gelingen, dies zu verhindern? In einem Krieg, den keiner gewinnen kann, ist seine einzige Hoffnung die geheimnisvolle Schwarze Bibliothek …

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Das riesige Ertüchtigungsrad beschleunigte wieder, während Meh'lindi rannte, eingesperrt in ihren Käfig. Die Maschine reichte zweihundert Meter hoch bis unter das Kuppeldach. Blutrote, zyanotisch blaue und giftgrüne Lichtstrahlen fielen durch Buntglasfenster, die sich ihrerseits kaleidoskopartig drehten. Ketten mit Messingamuletten, die an den rotierenden Speichen des Rads hingen, rasselten und klirrten ohrenbetäubend wie Amok laufende Glocken, während sie im Kreis herumgewirbelt wurden.
Anderswo in der Übungshalle des Callidus-Schreins zerbrachen hochspringende und zutretende Assassinen Plastahlstangen oder auch Fußwurzelknochen und Fersenbeine. Verletzungen waren keine Entschuldigung, eine Übung nicht fortzusetzen - dann mussten die Schmerzen eben gemeistert werden.
Andere übten das Auskugeln von Gliedmaßen durch Muskelspannung, um Fesseln abstreifen zu können, bevor sie durch enge, geknickte Rohre krochen. Eine Pumpe saugte zwei Jugendlichen Blut ab, um sie benommen zu machen, bevor sie sich im waffenlosen Kampf übten, und einem anderen, bevor er einen Spießrutenlauf durch einen Korridor voller wirbelnder Messer versuchen würde. Vernarbte Veteranen-Ausbilder gingen dazwischen auf und ab, immer bereit, es den Ungläubigen zu demonstrieren.
Gymnastikmaschinen kreischten, tosten und wirbelten, um ihren Benutzern die Orientierung zu rauben.
Meh'lindi war eine halbe Stunde gelaufen, um einen anderen Assassinen einzuholen. Senkrecht über ihr benutzte er ein experimentelles Gerät zur Umkehr der Schwerkraft und lief daher verkehrt herum. Sie selbst rannte in einer selbst beigebrachten Trance und stellte sich vor, irgendwann einen so erleuchteten Geisteszustand zu erreichen, dass sie unmenschlich schnell laufen, eine Runde durch das Rad drehen und ihr Jagdwild im Vorbeirennen vollkommen verblüffen könne. Wann immer sie zu einem solchen Spurt ansetzte, wurde das Rad schneller, um sie zu frustrieren.
Plötzlich hielt es mit dem donnernden Krachen zupackender Kettenzahnräder und dem Kreischen von Gestängen und Mechanismen an.
Meh'lindi wurde heftig vorwärtsgeschleudert. Zwar kam es vollkommen unerwartet, aber sie war ohnehin auf alles vorbereitet und krümmte sich zusammen, so dass sie rollte. Mit einem Rückwärtssalto entrollte sie sich wieder und wirbelte herum.
Das Rad beschleunigte bereits wieder in die andere Richtung. Es wurde rasch schneller. Hoch über ihr war ihr Jagdwild in Schwierigkeiten. Sie rannte höher, höher, und versuchte, den Reibungswiderstand ihrer nackten Füße und gleichzeitig den Schwung durch schiere Willenskraft zu steigern, um nicht die Wandung des Rads zurückzugleiten.
Schließlich heulte eine Sirene und zeigte das Ende ihrer Übungseinheit an - gerade als sie sich einbildete, winzige Aussichten zu haben, erfolgreich zu beenden, was faktisch unmöglich war.
Sie schüttelte den Kopf, vertrieb jeden Anflug von Verärgerung, machte kehrt und lief am Rand hinunter. In dem Käfig öffnete sich ein Tor, und sie stieg aus.
"Der Direktor Secundus lädt dich in einer Stunde zu sich ein", sagte der Radmeister. Der kahlköpfige alte Mann, dem ein Auge durch eine Rubinlinse ersetzt worden war, verkniff sich jeglichen Kommentar zu ihrer Leistung. Als erfahrene Absolventin des Collegia Assassinorum musste Meh'lindi in der Lage sein, sie selbst zu beurteilen. Andernfalls wäre sie vom rechten Weg abgewichen.
"Lädt mich ein?", fragte sie. Der Direktor Secundus war niemand anders als der Stellvertreter des obersten Direktors dieses Assassinenschreins. Lud solch ein hoher Würdenträger ein?
"So lautete die Formulierung."
In einer kuppelüberdachten Zelle im Baptisterium schälte sich Meh'lindi aus ihrer hautengen schwarzen Tunika. Während Ultraschall Schweiß und Dreck von ihr löste, betrachtete sie ihren Körper in einem hohen Spiegel, der von einem Rahmen aus ineinander verwobenen und verknoteten Messingknochen eingefasst war. Sie gestattete sich ein gewisses Maß an Bewunderung, d

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Boa Thor
Von Amazon bestätigter Kauf
So hab ich in den letzten 4 Jahren zahllose 40K Romane gelesen, die alle nach dem Schema F abliefen.
Bedrohung taucht auf, "Space Marines" bzw. Imperiale kämpfen mehr oder weniger verzweifelt/aussichtlos, "Space Marines"/Imperiale gewinnen. Sicher zumeist kurzweilige Unterhaltung auf Dauer aber doch zu eintönig. Anderes als bei den frühen BattleTech-Romanen ist hier zumeist kein Platz für politische/religöse/weltanschauliche wechselspiele zwischen Charakteren und Ränkespiele zwischen den vielseitigen Fraktionen. Die Romane sind zumeist relativ Linear.

Ian Watson ist einer der wenigen Autoren die erkannt haben das in einem Kosmos wie dem Warhammer 40k Universum nicht alles logisch/physikalisch erklärbar sein muss. Das beispielsweise das Gesetz von Ursache und Wirkung nicht für das Chaos gelten kann, ein Imperium mit derart gewaltigen Ausmaßen Paradox statt Stringent und vorhersehbar handelt. So das eine Handlung, eine Mission oder ein Gedanke niemals vollständig positiv für das Imperium und nach dem Willen des Imperators oder der Inquisition sein können. So muss Iat Watson's Inquisitor beständig seine eigenen Aktionen anhand wechselnder Parameter, geänderter Fakten und zugunsten schwankender Loyalitäten überdenken und neu ausrichten. Diese Vorgänge und Gedankengänge und Schlüsse nehmen neben beschreibenden Schilderungen den Hauptteil der Romane aus Watson Feder ein. Zunächst mag Watsons schreibe als Primitiv oder gar Naiv erscheinen, denkt man jedoch länger darüber nach kommt man zu dem Schluss das die Bücher in sich sehr stimmig sind.

Esoterische Botschaften, quasi-göttliche Fingerzeige, chaotische Korruption, Manipulation durch Xenos, politische Ränke, die Unendlichkeit von Informationsquellen all das sind Einflüsse denen sich ein Inquisitor des Imperiums zu stellen hat. Das kleine Fehlbewertungen katastrophale folgen haben können andererseits die Resultate aus massive Aufwendungen praktisch im Sandeverlaufen, das macht das WH 40K Universum das Ian Watson, wohlgemerkt als erster Autor überhaupt, im Buchformat erstehen lässt zu einem eigensinnigen, verspielten, detailreichen, interessanten, wirrenden Universum das ein Fantasy-Freund einfach lieb gewinnen muss.

Dieses Romane sind nichts für Fans von technisch kühlem und physikalisch korrektem SciFi. Eher spreche ich diesen hier zusammengefassten Büchern ab überhaupt in das Genre SciFi zu passen. Im Genre Fantasy Fiction oder nativer 40k-Fiction sind diese Titel korrekt aufgehoben.

Ich kann die 1 und 2 Sterne Wertungen durchaus nachvollziehen. Erwartet wird ein sich durch Xeno-Horden metzelder Deathguard, bekommen tut man hingegen einen Inquisitor der mehr parallelen zu einem Detektiv namens "Columbo" als zu einem Space Marine hat. Zudem bekommt man es mehrmals mit einer Verhaltensweise die heute als Sex bezeichnet wird zu tun, etwas was vielen Scifi-Fans wohl nur aus dem Internet bekannt sein dürfte und für AMI-SciFi doch sehr untypisch ist und möglicherweise verunsichernd wirkt.

Verhältnismäßig wenige Übersetzungsfehler machen die Romane überdies erstmals in deutscher Sprache wirklich lesbar.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Geschmackssache 15. Dezember 2009
Von Stealer
"Das größte Epos des Warhammer 40,000-Universums" steht auf der Rückseite dieses Sammelbands. Nun, in gewisser Weise ist er das. "Inquisitor" (engl. "The Inquisition War") enthält die Romane "Inquisitor", "Harlekin" ("Harlequin") und "Kind des Chaos" ("Chaos Child") sowie zwei Kurzgeschichten, die in der Anthologie "Genräuber" ("Deathwing") zu finden waren. All diese Bücher (wie auch der leider nicht enthaltene Roman "Space Marine", der inhaltlich mit diesen zusammenhängt) wurden schon einmal auf Deutsch veröffentlicht, wobei hier die Übersetzung überarbeitet wurde (man stolpert also nicht mehr über Dinge wie den "lebenserhaltenen Rollstuhl des Kaisers"). Auf die einzelnen Komponenten des Sammelbandes und Inhaltsangaben möchte ich hier verzichten - dies kann man auf den Seiten der Einzelbände nachlesen.

Es handelt sich um die ältesten Warhammer 40,000-Romane ("Inquisitor", der erste Band, stammt aus dem Jahre 1990), entsprechend unterscheiden sich in einigen Punkten sowohl der Hintergrund als auch der Stil des Autors von dem, was man von den neueren Büchern zum Thema so kennt.

Ian Watsons Charaktere sind oft grüblerischer Natur - sie zweifeln, mutmaßen und rätseln. Ihre Gedanken und Schlußfolgerungen können richtungsweisend oder völlig falsch, stimmig oder unsinnig, philosophisch oder verdreht sein. Die Gedankengänge nehmen einen guten Teil des Buches ein, daher kann man es nicht gerade als "Action-Roman" (bzw. Romanreihe) bezeichnen - oft kommt es zu Szenensprüngen und zuweilen mag man sich trotz langwieriger Überlegungen einzelner Hauptdarsteller insbesondere im ersten Teil ("Inquisitor") nicht des Eindrucks erwehren, daß zuviel Ereignisse in einen Roman gepreßt wurden, und geradlinig ist die Handlung nur bedingt. Wobei man bedenken sollte ist, daß die Hauptcharaktere eine priviligierte (oder verdammte) Stellung besitzen - sie haben eine tiefere Einsicht in ein grausames, unbarmherziges und verrottendes Imperium der Menschheit und ein wahnsinniges und verrücktes Universum. Somit stellen sie weniger einseitige, determinierte Figuren dar, sondern vielschichtige, fragende Individuen wie die meisten von uns - nur in anderen Positionen und Umständen.

Eine Sache, die der Autor größtenteils konsequent verfolgt, ist die Erklärung und Schilderung des Warhammer 40,000-Universums. Anstatt diverse Dinge als sowieso bekannt und unerläutert einzufügen bzw. beim Leser eine umfangreiche Kenntnis der Materie vorauszusetzen, wird sich die Zeit genommen, solche Sachen zu beschreiben und auch nicht mit Warhammer 40,000 vertrauten Lesern zugänglich und verständlich zu machen. Insofern erhebt sich "Inquisitor" in diesem Punkt über andere Publikationen zum Thema.

Zum Fazit: "Inquisitor" wird nicht jedermanns Sache sein. Sowohl Enttäuschung und Verwirrung als auch aufrichtige Begeisterung sind nachvollziehbar. Man muß sich auf ein Buch einlassen, das im Vergleich zu anderen Warhammer 40,000-Romanen anders geschrieben ist, aber doch in seiner erzählerischen und inhaltlichen Achterbahnfahrt sowohl einen Einblick in die Verrücktheit und Trostlosigkeit eines verrückten und trostlosigen Universums als auch in die "alte" Welt von Warhammer 40,000 beschert.
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Warhammer40k das Original 2. Dezember 2009
... so könnte man diesen sammelband auch nennen. denn ian watson war es, der noch jahre vor dan abnett &co, als erster autor in die komplexe welt von 40k eintauchte und auf basis der unmengen von hintergrundmaterial des tabletops DIE ALLERERSTEN ROMANE im 40k universum schrieb. und was für welche! die drei romane "inquisitor", "chaos child" und "harlekin" die hier, zusammen mit 2 kurzgeschichten, enthalten sind, sind schlicht die besten. (atm kann ich sie nur mit der neuen reihe: "bruderkrieg" noch nicht vergleichen, mit denen fange ich gerade an). und dies ist keine aussage von einem verblendeten fan, der seine lieblingsbücher bejubeln will. ich werde versuchen darzulegen, was genau an watsons werken so großartig ist.

watson's schreibstil unterscheidet sich grundsätzlich von all den anderen 40k-autoren. während andere mehr erzählen, bemüht sich watson seine geschichten eher zu malen, und schafft es auf die art ein sehr viel lebendigeres universum zu kreieren. seine beschreibungen der personen und umgebungen sind sehr detailiert ohne jedoch übertieben zu wirken oder den lesefluss zu stören. er benutzt sehr viele seltsame adjektive und halbsätze, teils mit (verständlichem) latein geschmückt.(w40k-fans fühlen sich deshalb recht schnell "zuhause" xD)
seine charaktere sind allesamt vielschichtig und komplex und entwickeln sich konsekvent im verlauf der handlung weiter, überraschen sogar hin und wieder mit neuen facetten.
die geschichte (-denn im grunde handelt es sich um einen großen zusammenfügenden roman) ist schlicht episch. aber nicht etwa - wie in anderen 40k-romanen - weil der autor ständig irgendwelche superlative benutzt um ein artefakt oder eine schlacht zu beschreiben. es ist das ausmaß der abenteuer, welches unsere helden erleben. es werden wahnsinnig viele aspekte/locations/organisationen von warhammer 40k beleuchtet bzw. ausführlich vorgestellt(u.a.: der palast des imperators auf terra, ulthwe, das auge des schreckens uvm). auch viele elemente der klassischen alt-griechischen epen wurden vom autor sehr stilvoll und passend integriert, aber auch ein starker einfluss von fantasy-romanen und natürlich alle merkmale einer space-opera sind enthalten.

zusammenfassend lässt sich sagen, das watsons werke anspruchsvoller sind alle anderen 40k romane, dafür aber auch "schwieriger" zu lesen. (ohne das ich hier die anderen großartigen romane abwerten- oder bei watson den lesefluss leugnen möchte)

ein großer spass für alle fans und für alle anderen DER PERFEKTE EINSTIEG ins warhammer 40k universum.

UPDATE: ich kann inzwischen bestätigen das die übersetzung gut gelungen ist, daher ganz klar eine kaufempfehlung !!!

FANS AUFGEPASST: es fehlt ein wichtiger, langer roman in diesem sammelband: Ian Watson: Space Marine! wer alles im 3. teil der inquisitor trilogie verstehen will, muss den eben genannten roman ZUERST LESEN! dieser ist soweit ich weiß, noch nicht auf deutsch erschienen. also entweder auf englisch lesen, oder den verleger mit protest-briefen bombardieren ;)

rezession wird bei bedarf geupdatet. viel spass beim lesen an alle!
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