folgte dem eher schwachen "The Miracle". Anfang 1991 erscheint "Innuendo". Alle sind verblüfft. So schnell wieder ein neues "Queen" -Album?
Mit "Innuendo" als erster Single-Auskopplung gleich ein "Kracher". No.1 in England, wenn auch nur für eine Woche.
Kann denn Freddie wirklich krank sein? Wer so singt? Leichte Hoffnung, es könne ja vielleicht doch gar nicht so schlimm sein, mit Freddie's Gesundheit.
Dann aber, SCHOCK!, die ersten Videos mit den nachfolgenden "Auskoppelungen". Ein dünner, ausgemergelter todkranker Freddie, zu besichtigen in "Headlong" und "I'm Going Slightly mad"...und erst recht in dem Video, das sein letztes werden sollte. "These Are The Days...".
Musikalisch hätte "Innuendo" das "A Night At The Opera" der Neunziger werden können.
Hier gibt es wirklich Spitzenmusik zu hören: "Innuendo", "I'm Going Slightly Mad", "Bijou", "These Are The Days..", "The Show Must Go ON".... SUPERB.Queen hatten hier noch wirklich viel zu sagen.
Leider gibt es hier aber auch ein paar "Ausreisser" nach unten: "The Hitman", zu gewollt,
"All God's People" ein Überbleibsel aus "Barcelona", "Delilah"... ein Song für eine von Freddie's Katzen....Miau!
Dennoch, wer angesichts seines bevorstehenden Todes solche Textzeilen singt, wer angesichts der Umstände noch solche Musik machen kann, wer solch ein "Vermächtnis" hinterlässt wie " The Show Must Go On", dem kann man nur allerhöchsten Respekt zollen.
"Innuendo" ist das letzte (nicht ganz....) Kapitel von Queen, der Schwanengesang, einer der besten und erfolgreichsten Bands aller Zeiten.
Am 24. November 1991, nur einen Tag, nachdem "offiziell" eingestanden wurde, daß Freddie an "Aids" erkrankt war, starb Freddie in London in seinem Haus Garden Lodge, was seine letzte Zuflucht in den letzten Jahren war.
Mit ihm starb ein begnadeter Künstler, Showman und Performer und leider auch die Band "Queen".(trotz beharrlicher Weigerung der Herren May und Taylor, dies so zu akzeptieren...)
Die Bonus Tracks, hier (insgesamt fünf) reissen nicht vom Hocker, sind aber durchaus interessant.
Alles in Allem : 4,7 Sterne für Queen, die hier fast wieder "70er-Jahre" Niveau erreicht haben. Aufgerundet also 5 Sterne. Ein Album, das ein noch grösserer Wurf hätte werden können (evtl. Zeitmangel?), es aber so auch ist.
Was folgte, war dann noch ein P.S. in Form von "Made In Heaven", und natürlich das grandiose "Freddie Mercury Tribute Concert" von 1992, der endgültige Abschied von "Queen", einer Band, die meine Kindheit, Jugend, ja mein Leben mitbegleitet hat.