Gerade in schwierigen Lebenssituationen neigen wir dazu, uns durch Grübeln, Selbstvorwürfe und Horrorvorstellungen davon, wie schlimm es noch werden könnte, zusätzlich herunterzuziehen. Negatives Grübeln ist sozusagen der Turbolader der Depression.
Lazarus zeigt, daß es auch andersherum geht: Wenn es uns mit etwas Selbstdisziplin gelingt, positive Vorstellungsbilder zu trainieren und im Alltag einzusetzen, kann dies helfen, Selbstbewußtsein zu gewinnen und Blockaden zu lösen. Lazarus gibt in seinem Buch Anleitungen zu kurzen Imaginationsübungen - sozusagen Tagträumen mit konkreten positiven Inhalten. Diese Imaginationsübungen können eine wertvolle Hilfe gegen Ängste und psychosomatische Beschwerden oder Schlafstörungen sein. Dazu reicht allerdings das Lesen des Buches alleine nicht - man muß die Übungen eine Zeit lang regelmäßig durchführen.
Die Übungen orientieren sich sehr konkret an Beschwerden und Alltagsproblemen und heben sich somit sehr angenehm von allgemeinen "Positiv-Denken" oder New Age-Phrasen ab. Ich empfehle dieses Buch meinen Patienten und wende einige Übungen auch selbst gerne an.