Nicht mehr neu, aber immer noch bewegend. Das Werk erschien erst nach seinem Tod, da der Autor, der wusste, dass der Krebs seinem Leben ein Ende bereiten würde, bis kurz vor dem Ende daran gearbeitet hat. Ein Werk, das auf der einen Seite das Werden des Hoimar von Ditfurth, seine ganz persönliche Geschichte schildert. Aber auf der anderen Seite erfahren wir, was ihn bewegte, wie bereits der junge Hoimar die Ereignisse seiner Zeit, die Erfahrungen und Erkenntnisse nicht nur einfach in sich aufnimmt, sondern sie reflektiert, wie er neugierig wird auf diese Welt, ihre natur- und auch geistenwissenschaftlichen Erungenschaften verarbeitet zu einem Weltbild, das gerade ihn auszeichnete: Das Bild des Menschen, der so wurde, weil die Welt so ist und er sich nicht anders entwickeln konnte. Ein Weltbild, nicht festgelegt in bestimmten wissenschaftlichen Disziplinen, sondern bestimmt von dem Versuch, zu verstehen "was die Welt im Innersten zusammenhält". Seine Innenansichten sind manchmal überraschend, manchmal beinahe erschreckend in ihrer Konsequenz. Aber kurz vor seinem - gewußten - Tod sieht er den Sinn des menschliches Lebens in seiner Existenz selbst, darin, das es einen Platz hat in all dem Sein in unserem Universum. Ein Buch, das es zu lesen lohnt - auch fast 10 Jahre nach seinem ersten Erscheinen!