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Moviemans Kommentar zur DVD: Eine gute DVD, die im Kontrast, Schärfe und der Kompression etwas schwächelt. Der Ton ist adäquat, das Bonusmaterial etwas arg mickrig ausgefallen.
Bild: Lynch hat hier auf DV gedreht und das sieht man seinem Film, der aufgrund der leichteren Handhabung der Kamera bewegt und mitten im Geschehen wirkt, schon an. Insgesamt ist das Bild etwas weich geworden, wobei auch mit einem Filter nachgeholfen wurde, was jedoch zu deutlichen Halos führte (00:11:28). In Nahaufnahmen ist der Schärfewert jedoch deutlich höher. Die Farben sind ziemlich natürlich und Rauschen kommt kaum vor. Die Kompression erlaubt sich ein paar Schwächen und neigt zu Blockbildung (01:22:28). Die Vorlage ist fei von Störungen.
Ton: Der Soundmix ist in allen drei Tonspuren gut gelungen. Zwar kommen die hinteren Kanäle nicht regelmäßig zum Einsatz, doch was den Mix betrifft, erkennt man ebenfalls Lynchs Handschrift, der diesen genauso unvorhersehbar wie seinen Film gestaltet. So hat man enorm leise Sequenzen, die dann durch laute Effekte konterkariert werden. Alle drei Tonspuren sind im Endeffekt gleichwertig, auch wenn das Original an sich etwas stimmiger wirkt.
Extras: Das Bonusmaterial ist recht überschaubar. Neben dem Trailer gibt es einige Texttafeln zur Produktion, den Schauspielern und dem Regisseur. Die haben immerhin einen netten Infogehalt. --movieman.de
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
94 von 104 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Ich weiß ja nicht, ich weiß ja nicht...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Inland Empire (DVD)
Wenn ich bei diesem Film Aussagen wie "verstanden" oder "nicht verstanden" lesen darf, dann zweifle ich. Insbesondere über die, die sich über diejenigen zu erheben scheinen, die diesen Streifen nicht verstanden haben.Wieso? Hm. Inland Empire, und das ist meine feste Überzeugung, entzieht sich bewusst und beabsichtigt jedem kognitiven Zugang. Ich schätze Lynch sehr - allerdings ohne ihn kultisch zu verehren. Dennoch ist Lost Highway einer meiner absoluten Lieblingsfilme, dennoch schätze ich die eigene Ästhetik des letztlich etwas kitschigen "Dune", dennoch mag ich das Verwirrspiel um Traum und Wirklichkeit in Mulholland Drive - ich mag die ruhigen Momente im Elefantenmenschen und in the Straight Story - aber bei Inland Empire versagt jeder Versuch, sich diesem Film auf irgendeine konventionelle Ebene zu nähern. Es scheitert sogar der Versuch, sich Inland Empire auf Lynch-typischem Wege zu nähern. Man kann diesen Film nicht verstehen -es gibt schlichtweg nichts zu verstehen. Inland Empire ist ein Panoptikum Lynchs, ein audiovisuelles Meisterwerk - einmal mehr. Postmoderner Cineasmus. Helden, Charaktere, Handlungen - gibt es hier schlichtweg nicht mehr. Jaja, die alternde Schauspielerin die eine Rolle in einem Film bekommt, der sich als geheim gehaltenes Remake offenbart - aber das ist als Handlungsfaden derart dünn, dass es nicht für einen 30 Minütigen Kurzfilm reichen würde - und für einen drei Stunden langen Kinofilm mit Überlänge schon mal gar nicht. Für jeden, der schon mit den vergleichsweise verständlichen und geradewegs direkt zugänglichen Lost Highway oder Mulholland Drive Schwierigkeiten hatte, ist dieser Film hier vollkommen ungeeignet. Inland Empire entstand ohne Drehbuch - und das verwundert kaum. Atmosphärische Schnippsel werden aneinandergereiht und schaffen es, den Zuschauer ins Universum Lynchs zu ziehen - oder in nie zuvor erlebter Art und Weise zu nerven und zu langweilen. Ich bin durchaus jemand, der Spaß daran hat, einen roten Faden in Filmen zu suchen, ich puzzle gerne cineatisch, suche Bilder und Hinweise, wie man einzelne Szenen zusammenfügen kann, damit sie Sinn ergeben - allein bei Inland Empire bleibt dieser Sinn verborgen, egal, wie sehr man sich müht. Und solange, bis mir niemand eine in sich schlüssige Interpretation dieses Werks vorlegen kann, werde ich von dieser Behauptung keinen Millimeter abrücken. Wer behauptet, in Inland Empire einen roten Handlungsstrang zu erkennen blufft um sich selbst pseudointellektuell zu profilieren. Nichtsdestotrotz liefert IE die altbekannten Stärken Lynchs - es sind Szenen, die den Zuschauer, der sich auf diesen Wahnsinn einlässt, gefangen nehmen können und faszinieren. Nur : Ein Spielfilm ist das nicht mehr. Dementsprechend schwer fällt mir die Bewertung. Am liebsten hätte ich mich einer Bewertung enthalten. 5 Sterne für die immer wieder funktionierenden Stilmittel Lynchs - aber 0 Punkte unter der Prämisse, dass hier irgendwas inhaltliches vermittelt werden sollte. Somit werte ich mal etwas ratlos 3 Sterne - auch wenn drei Sterne einen durchschnittlichen Film suggerieren. Durchschnittlich ist an Inland Empire wahrlich nichts. Ich weiß nur nicht, ob ich das ganze lieben oder fassungslos verspotten soll. Es ist irgendwas von beiden Extremen in mir. Sollte eines Tages eine Special Edition mit umfangreichen Audiokommentar Lynchs erscheinen, ich werde sie mir ohne mit der Wimper zu zucken zulegen. Und wer weiß, vielleicht würde ich hinterher tatsächlich aufwerten. So bleibt nur ein extrem diffuser Eindruck nach einem selbst für Lynchverhältnisse außergewöhnlich konfusem Streifen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein traumhafter Film...,
Rezension bezieht sich auf: Inland Empire (DVD)
...und das ist durchaus wörtlich zu nehmen.Der Film wirkt wie ein (Alb)traum, in Bild und Logik. Das bedeutet, dass er nicht normalen erzählerischen Gesetzmäßigkeiten folgt. Was wohl für manche ein Manko ist, die intellektuell ein logische Nuß knacken wollen. Dieser Film ist aber kein Rätsel mit einer Auflösung, er wirkt höchstens indirekt rätselhaft: Zeit hat in diesem Mikrokosmos keine Bedeutung mehr. Hier herrscht das Gefühl, nicht die Logik und man muß wie in einem Traum hinnehmen, was gerade passiert. Der Film ist "nur" ein gewachsenes, surreales Experiment, das Portrait einer leidenden Seele mit ihren Facetten. Viel mehr wollte er auch (laut Lynch) nie sein. Nur wir als Betrachter suchen aus Gewohnheit nach dem logischen "großen" Sinn hinter allem, vermissen die übliche, nachvollziehbare Geschichte. Daher können wohl viele Leute mit dem Film nichts anfangen und sehen Fehler, die es bei einem künstlerischen Experiment aber nicht gibt. Das Lynch ein Meister seines Faches ist, der weiß was er will und dies auch gut umsetzen kann, hat er mit "konkreteren" Filmen wie "Straight Story" oder "Der Elefantenmensch" bewiesen. Nun wird es in Inland Empire sehr diffus und verschachtelt. Man sollte sich dem Werk daher rein assoziativ nähern. Es einfach hinnehmen und akzeptieren. Manche Dinge wird man dann vielleicht verstehen und nachvollziehen, aber den größeren Zusammenhang, den berühmten roten Faden, fühlt man eher, als das man ihn "versteht". Diesen experimentellen Knoten wird man nicht befriedigend rational mit dem Kopf auflösen können, man kann ihn mit dem Bauch fühlen. Aber auch nur, wenn man sich komplett darauf einläßt. Ich war nach einigen Rezensionen hier auch sehr skeptisch, was die "Qualität" des Films betrifft. Um mir ein eigenes Bild zu machen, habe ich ihn mir kürzlich gekauft. Ich persönlich mag diese verstörende Atmosphäre, die sich hier auftut und bereue den Kauf absolut nicht. Letztendlich bestätigt es mich nur wieder darin, dass jeder Mensch die Dinge eben anders sieht und unterschiedlich gewichtet wird. Lynch ist nichts für jeden und diesen Film kann nicht jeder genießen. Das soll aber nicht intellektuell oder elität zu verstehen sein. Steven Spielberg ist schließlich auch nicht jedermanns Sache. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Inszenierung der Angst,
Von NFHSF "Bergfrieden" (Heidelberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Inland Empire (DVD)
Einen verstörenderen Film habe ich noch nicht gesehen: Dass Lynch traditionelle Konventionen von Raum und Zeit in der Filmhandlung nicht nur aufhebt, sondern regelrecht zerschlägt, die Identitäten seiner Charaktere dekonstruiert, mit ihnen spielt, mit schnellen Schnitten den Zuschauer in immer neue Handlungsebenen hineinreißt, verwirrt, verunsichert zutiefst und lässt Erwartungshaltungen ins Leere laufen. Lynchs Inszenierung der Angst lässt den Streifen jedoch zu einem wahren Horror-, Psycho- und LSD-Trip, fast schon eine Zumutung für den Zuschauer werden: Die Kamera, die Gesichter (meisterhaft das der Protagonistin, von Laura Dern gespielt) als bösartige oder angstverzerrte, wahnhafte Fratzen zeigt, surreale Raumansichten, Menschen mit Hasenköpfen, Phantome im Dunkeln und psychotische, halluzinierende Lichteffekte bannen den Zuschauer in einem Zustand von Erregung, Schockstarre und Dauergänsehaut. Erst der - ebenfalls äußerst unkonventionelle - Abspann bietet Erlösung. Ein surrealistisches Filmkunstwerk, das nachhaltig wirkt. Kein avantgardistisches Geschmacksempfinden ist nötig, um Lynchs Film als Bereicherung zu erleben, man muss sich aber auf ihn einlassen können.
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