oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Inkognito: Die geheimen Eigenleben unseres Gehirns
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Inkognito: Die geheimen Eigenleben unseres Gehirns [Gebundene Ausgabe]

David Eagleman , Jürgen Neubauer
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 24,99 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Lieferung bis Freitag, 1. Juni: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.
Campus

Entdecken Sie den Campus-Shop.

Videos ansehen



Wird oft zusammen gekauft

Inkognito: Die geheimen Eigenleben unseres Gehirns + Fast im Jenseits: Oder warum Gott Frankenstein liest + Die Ich-Illusion: Wie Bewusstsein und freier Wille entstehen
Preis für alle drei: EUR 58,84

Verfügbarkeit und Versanddetails anzeigen

Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen
  • Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung. Details

  • Fast im Jenseits: Oder warum Gott Frankenstein liest EUR 8,95

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details

  • Die Ich-Illusion: Wie Bewusstsein und freier Wille entstehen EUR 24,90

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung. Details



Produktinformation


Mehr über den Autor

David Eagleman
Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Besuchen Sie die Seite von David Eagleman auf Amazon

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Nature: "Ein kluges und fesselndes Buch - das Workout für Ihr Großhirn."

13.02.2012 / Der Spiegel: Das Ich ist ein Märchen "Der amerikanische Neurowissenschaftler David Eagleman erklärt das geheime Eigenleben des Gehirns, die Entthronung des Geistes und den permanenten Bürgerkrieg in unserem Kopf."

18.02.2012 / Die Presse: Wo der Geist wohnt "An einer Fülle anschaulicher und nicht selten überraschender Beispiele werden jene Zaubertricks unseres Gehirns vorgestellt, von denen wir kaum eine oder gar keine Ahnung hätten, würden sie nicht durch die unermüdlichen Forscherteams der Neurowissenschaft ans Licht geholt."

19.02.2012 / Basler Zeitung: Wer ist der Boss? "Anhand praktischer Beispiele, verschiedener optischer Täuschungen und Denkaufgaben wird dem Leser sehr praktisch und veranschaulichend vorgeführt, wie sein Gehirn eigentlich tickt."

24.02.2012 / Kurier: Eigenleben im Kopf "Ein Musterbeispiel für ein verständliches, geistreiches Buch über die Erforschung des Gehirns."

25.02.2012 / Die Welt: Feuchter Computer namens Hirn "Eine fesselnde Studie über das menschlichge Bewusstsein ... Eagleman weist überzeugend nach, wie wenig Einfluss wir letztlich darauf haben, wer wir sind."

26.02.2012 / SonntagsZeitung: Der CEO und seine Zombies "Hirnforscher David Eagleman zeigt mit faszinierenden Experimenten, wie unbewusste Prozesse unser Oberstübchen steuern ... Eagleman ist ein begnadeter Geschichtenerzähler ... ein intellektuell Getriebener, immer auf Draht."

01.03.2012 / Jüdische Allgemeine: Ich ist ein anderer "Das Buch ist ein glänzendes Beispiel für amerikanische populärwissenschaftliche Prosa, die komplexe Sachverhalte anschaulich und unterhaltsam präsentiert. "

01.03.2012 / Süddeutsche Zeitung: Das menschliche Bewusstsein ist ein Aufsichtsratsvorsitzender Der Leser erfährt "mancherlei Wissenswertes über die Funktionsweise, wenn nicht schon seiner selbst, so doch seines Gehirns, das, in welcher Weise auch immer, das Substrat all dessen bildet, wofür wir uns halten."

02.03.2012 / Frankfurter Allgemeine Zeitung: Ichverweigerer "Eaglemans Buch kommt im angenehmen Plauderton ohne viel Fachvokabular daher ... ein guter Einstieg in das Thema Gehirnforschung."

15.03.2012 / Neues Deutschland: Universum im Kopf "Ein ebenso informatives wie unterhaltsames Sachbuch, das jedem nur empfohlen werden kann, der sich für die Erkenntnisse der modernen Neurowissenschaften interessiert."

30.03.2012 / Spektrum der Wissenschaft: Wer steckt hinter meinem Ich? "Ein Krimi über das Ich."

02.04.2012 / dpa: Das geheime Eigenleben unseres Gehirns "Nicht nur verständlich und zusammenhängend, sondern auch noch unterhaltsam ... eine bemerkenswerte Leistung."

12.05.2012 / Hamburger Abendblatt: Buch der Woche "Eagleman macht Neurowissenschaft zur fesselnden Lektüre mit einem Stakkato an Aha-Erlebnissen."

22.05.2012 / Deutschlandradio: Was uns in Wahrheit steuert "David Eagleman hat durch spektakuläre Experimente so etwas wie Popstarstatus unter den Hirnforschern erreicht. In seinem Buch fasst er im angenehmen Plauderton die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung zusammen."

Kurzbeschreibung

Wissen Sie, wer die Entscheidungen in Ihrem Leben trifft? Sie oder Ihr Unterbewusstsein? Mit wem führen wir innere Dialoge? Wer tritt auf die Bremse, noch bevor wir ein Hindernis bewusst wahrgenommen haben? David Eagleman führt Sie mit grandioser Leichtigkeit durch die mysteriösen Tiefen Ihres Gehirns und lässt das, was Sie bislang für die Wirklichkeit gehalten haben, in einem völlig neuen Licht erscheinen.

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten

 (Was ist das?)
Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
 

 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Sterne
0
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
83 von 88 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dr. R. Manthey #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Einst dachten wir, dass sich das ganze Universum um uns dreht. Doch dann mussten wir entdecken, dass wir nur ein unbedeutender Teil eines gigantischen Universums sind. Dann folgten noch viele andere Desillusionierungen. Von der jüngsten berichtet dieses faszinierende Buch. Unser Bewusstsein, so schreibt der Autor, macht nur einen kleinen Teil unserer Gehirntätigkeit aus. Schlimmer noch: Was wir als bewusste Entscheidungen empfinden, erweist sich oft bei näherer Überprüfung als Resultat im Dunkeln liegender Gehirnaktivität, auf die wir keinerlei Zugriff haben.

Eagleman beschreibt in seinem Text die Erkenntnisse von über hundert Jahren neurowissenschaftlicher Forschung ohne dabei wie andere Autoren der Versuchung zu erliegen, uns zu erzählen, welche Gehirnregionen aktiv sind, wenn wir irgendetwas tun. Im Gegenteil, solche Erklärungsversuche empfindet er als Blödsinn, weil er das Gehirn nicht für eine Art lebenden Computer hält, bei dem man nur die entsprechenden Programme finden muss, um es zu verstehen. Unser Gehirn arbeitet viel komplexer und leider auch überraschend anders, als wir uns das vielleicht vorstellen. Und darüber berichtet Eaglemans Buch.

Nachdem er im ersten Kapitel einige solcher Beispiele eindrucksvoll beschrieben hat, kommt er danach zu Sinnestäuschungen. Bei diesem Thema geht es ihm aber nicht darum, seine Leser zu beeindrucken, sondern um die Rolle und das Wechselspiel unserer Sinnesorgane und unseres Gehirns bei unserer Wahrnehmung. Wir sehen beispielsweise, so Eagleman, im Grunde nicht mit unseren Augen, sondern mit unserem Gehirn. Unsere Wahrnehmung funktioniert als Abgleich von eingehenden Daten mit den Erwartungen des Gehirns. So können Blinde, die nach einer Operation ihr Augenlicht zurückgewannen, in der Regel erst einmal nicht begreifen, was sie sehen, weil das Gehirn kein Muster zum Datenabgleich besitzt.

Eagleman interpretiert diesen Datenabgleich als weiterführendes Prinzip und schreibt, dass wir uns unserer Umgebung erst wirklich bewusst werden, wenn die eingehenden Daten unseren Erwartungen widersprechen. Besonders verblüffend sind seine Ausführungen zu unserer zeitlichen Wahrnehmung. Unsere Sinne sind in erheblichem Umfang manipulierbar, ohne dass wir dies wirklich bemerken: "Trauen Sie Ihren Sinnen nicht. Nur weil Sie meinen oder wissen, dass etwas wahr ist, bedeutet das noch lange nicht, dass es sich tatsächlich so verhält." (S. 62/63)

Im 3. Kapitel ("Geistige Abgründe") befasst sich der Autor danach mit Fähigkeiten, die wir nur durch Beobachten erlernen, aber nicht erklären können. Seine hier angeführten Beispiele zeigen, wie wir mit unserem Unterbewusstsein Vorgänge oder Situationen viel früher und besser verstehen als uns das bewusst jemals gelingen würde.

Anschließend erklärt Eagleman im 4. Kapitel, dass "jedes Gehirn selbst bestimmt, was es wahrnimmt beziehungsweise wahrnehmen kann". Die Wirklichkeit ist also sehr viel subjektiver als gemeinhin angenommen (S.98). Völlig verblüffend ist in diesem Zusammenhang auch die von ihm als Beispiel demonstrierte Tatsache, dass unser Gehirn ein und dasselbe logische Problem unterschiedlich schnell und unterschiedlich gut lösen kann, je nachdem, in welchen Kontext es gestellt wird.

Forschungen zur Entwicklung einer künstlichen Intelligenz stagnieren seit langem. Eagleman verweist in diesem Zusammenhang auf die gewaltige Zahl instinktiver Handlungen intelligenter Lebewesen, hinter denen komplexe Unterprogramme stehen, auf die wir keinen Zugriff haben. Das Gehirn funktioniert eben nicht wie ein Fließband, sondern erweist sich als komplexes System konkurrierender und diskutierender Routinen mit zahlreichen Rückkopplungsschleifen.

Als Beispiel nennt er den erstmals von Kahneman und Tversky experimentell untersuchten Konflikt zwischen dem Drang nach unmittelbarer Belohnung und längerfristigen Interessen. Die im Gehirn offenbar gut funktionierende Mehrparteien-Demokratie hat auch noch den Vorteil, dass sich überschneidende Zuständigkeiten der verschiedenen Untersysteme dem Gehirn eine "kognitive Reserve" verschaffen, mit der Ausfälle kompensiert werden können.

Die Rolle unseres Bewusstseins in diesem System erscheint dagegen eher kläglich. Es wird lediglich hinzugerufen, wenn die verschiedenen Routinen nicht weiter wissen. Im Übrigen gibt unser Bewusstsein auch gerne an, schreibt Eagleman, denn es erfindet im Nachhinein Erklärungsgeschichten für Vorgänge, die es nicht begreift. Eaglemans Beispiele sind entlarvend.

In den letzten Kapiteln kommt der Autor dann ganz zwangsläufig zu ethischen Fragen, denn aus seinen Ausführungen ergibt sich schließlich die Frage, wie verantwortlich wir eigentlich für unser Handeln sind. Und natürlich diskutiert in diesem Zusammenhang auch das Problem des freien Willens. Erstmals hatte Benjamin Libet nachgewiesen, dass relativ lange bevor wir bewusst entscheiden ("Bewegen Sie Ihren Finger, wenn Sie den Impuls dazu verspüren!"), bereits eine Entscheidung physisch messbar ist.

Fazit.
Ein wirklich lehrreiches und die Sichtweise auf uns selbst veränderndes Buch. Es enthält viele eindrucksvolle Beispiele und ist für ein Sachbuch ungewöhnlich spannend geschrieben. Tatsächlich geht sein Inhalt viel tiefer als man das in einer kurzen Rezension beschreiben kann.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Retro Kinski TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
David Eagleman liefert uns nach dem unterhaltsamen FAST IM JENSEITS mit INKOGNITO einen wahren par force Ritt durch die aktuelle Bewusstseinsforschung und seiner Deutung des Verhältnisses zwischen den sich überlappenden Entitäten wie Ich, Gedanken, Gehirn, Wahrnehmung, Bewusstsein und Unterbewusstsein usw. Aufgrund seiner soliden Ausbildung, guten Veröffentlichungen und Vorträgen zum Thema rund um die Welt sowie als Schüler des legendären Biologen Francis Crick ist er dafür gut qualifiziert wie man an dem sehr kurzweiligen aber wissenschaftlich korrekten Werk feststellen kann.

Einer der Grundgedanken Eaglemans ist, daß das Bewusstsein sozusagen nur eine Zeitung ist welche hilft in einer Art Zusammenfassung wichtiges von unwichtigem in der Fülle der täglich auf den Menschen einströmenden Informationen zu filtern. Das Gehirn surrt dabei rund um die Uhr und sammelt Daten auf allen - auch den untersten - Prozessebenen. Es arbeitet dabei im Verborgenen und steuert den Menschen inkognito. Das Bewusstsein selbst erfährt - vereinfacht gesagt - meist als Letzter was überhaupt los ist. Es steht also nicht wie oft kolportiert "im Mittelpunkt des Gehirns und hält die Fäden in der Hand", es ist Beobachter am Rande und "nimmt das Geschehen bestenfalls als leises Flüstern wahr".

Dafür liefert er eine ganze Armada von Beispielen aus dem menschlichen Alltag die wir alle gut nachvollziehen können. Es ist im positiven Sinne populärwissenschaftliche Prosa und es wird keinerlei Vorwissen vom Leser abgefordert, außer Offenheit sich den Gedankenexperimenten und Beispielen des Autors hinzugeben und seinen Schlußfolgerungen zu folgen. Diese sind im Grunde nach und radikal formuliert nihilistisch, denn laut Eagleman ist was wir für Realität halten ist nur ein Schein. Der "freie Wille" als ein Zugeständnis an den Menschen, erhalten von einer potentiellen höheren transzendenten Macht (a.k.a. Gott) im Sinne einer Sinngebung existiert nicht. Ob man dieser Ansicht folgt wäre zum komplex um es hier zu diskutieren, allerdings könnte ich andere Deutungen der Realität und Sichtweisen von Lesern durchaus nachvollziehen.

Somit liefert sich Eagleman natürlich heftiger Gegenwehr entsprechender Gruppen aus und damit ist der Komplex der Schuldfähigkeit im Kapitel "Schuld und Sühne" auch die Frage nach einer radikalen Neubewertung unserer Moral- und Bewertungssysteme wenn es so etwas wie "Schuld" gar nicht gibt ? Diese Gedanken sind alles andere als neu, haben sich doch u.a. schon Wolf Singer und Gerhard Roth länger mit Teilen dieser Thesen auseinandergesetzt. Doch Eagleman verknüpft geschickt und in jovialer Weise diverse Themenkomplexe und bereitet diese sehr anschaulich für ein breiteres Publikum auf und fordert in diesem Zusammenhang ein "hirnkompatibles Gesetzbuch"!

Die ca. 260 reinen Textseiten mit einer Reihe anschaulicher Grafiken gliedern sich in folgende sehr übersichtliche und in etwa gleich große Kapitel von ca. 30 Seiten (außer Kapitel 5 mit rund 60 Seiten):

1 Der Fremde in meinem Kopf
2 Sinnestäuschungen
3 Geistige Abgründe
4 Denkbare Gedanken
5 Ein Team von Gegenspielern
6 Schuld und Sühne
7 Neues Gehirn, neuer Mensch

Zusätzlich findet man rund 40 Seiten ausführliche und weiterführende Anmerkungen die gute und wertvolle Zusatzinformationen und Literaturhinweise liefern welche auch durch eine umfangreiche Bibliografie schön ergänzt werden. Insgesamt also ein sehr empfehlenswertes Buch - um es abschließend mit Pink Floyd/Eagleman zu sagen "There's something in my head, but it's not me !"

5/5 Sternen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Wenn mir während der Lektüre von David Eagleman Buch immer wieder sein britischer Berufskollege Oliver Sacks in den Sinn kam, ist dies natürlich kein Zufall. Denn beide verstehen es großartig, die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschungsreisen in spannende Geschichten zu verpacken. Und dass der fast vierzig Jahre jüngere Eagleman die Kunst des Schreibens beherrscht, bewies er mit seinen spekulativen Kurzgeschichten über das Leben nach dem Tod. Inzwischen wurde sein Weltbestseller "Fast im Jenseits" sogar in 23 Sprachen übersetzt und als Vorlage für eine Oper verwendet.

Im Gegensatz zu Sacks erzählt Eagleman kaum eigenen Fallgeschichten, sondern Stories und Experimente, die wir in anderen Büchern zu diesem Thema ebenfalls finden. Aber Eagleman schreibt eleganter, erweist sich als Meister gelungener Übergänge und sorgt mit seinen Originalbeiträgen für die Höhepunkte. Dazu gehört zum Beispiel seine "Radiotheorie", die ich am liebsten im vollen Wortlaut zitieren würde, wenn es der Platz einer solchen Rezension zuließe. Denn wer Eaglemans Aufforderung nachkommt, sich als Buschmann in der Kalahariwüste zu sehen, wird kaum mehr behaupten, das Gehirn lasse sich allein mit den Gesetzen der klassischen Physik erklären. Zu stark und einleuchtend ist die von Eagleman erfundene Geschichte vom Transistorradio und seinem Geheimnis.

Geordnet ist diese geballte Ladung an Wissen in sieben Kapitel. Auf langatmige Einleitung verzichtend fordert Eagleman seine Leser gleich im ersten Satz dazu auf, sich im Spiegel zu betrachten und so einen Blick auf das eigene Gehirn zu werfen. Zumindest von außen. Was drin ist, folgt danach. Und zwar in Sätzen, die man auch ohne Fremdwörterduden versteht. Mit seinem Schreibstil belegt Eagleman die Behauptung, dass sich das Wesentlich begreifen lässt, obwohl das Gehirn ein komplexes System ist.

"Kaum etwas von dem, was sich in unserem Geist abspielt, können wir bewusst kontrollieren", schreibt Eagleman gleich zu Beginn und fährt fort: "Das Bewusstsein mag den Rum einheimsen, aber bei den meisten Entscheidungen, die unser Gehirn zu treffen hat, wird es besser gar nicht gefragt." Wer mit dieser These nichts anfangen kann, darf das Buch jetzt zur Seite legen. Denn der Autor macht keine faulen Kompromisse, nur um ein möglichst großes Publikum bei Laune zu halten. Wer nach Beweisen für die Existenz des freien Willens, von Maslow-Pyramiden und Typenlehren sucht, wird bei Eagleman nicht fündig.

Im Kapitel "Sinnestäuschungen" werden die wichtigsten Gesetze der Wahrnehmungspsychologie nochmals unter neurologischem Gesichtspunkt repetiert, wobei es zu diesem Thema Bücher mit besserem Bildmaterial gibt. Im dritten Kapitel "Geistige Abgründe" geht es um Intuition, vermeintliche Seelenverwandtschaften, Ahnungen und Automatisierungen. Und wer meint, Selbsterkenntnis à la Lebensratgeberliteratur sei möglich, sollte sich ins nächste Kapitel "Denkbare Gedanken" vertiefen. In ihm ist auch von der Liebe, Treue und Eaglemans Spezialgebiet Synästhesie die Rede. Sicher eines der wichtigsten Kapitel ist das fünfte mit dem Titel "Ein Team von Gegenspielern". Denn in ihm beschreibt Eagleman den ewigen Kampf zwischen Verstand und Gefühl, zwischen dem Bewussten und Unbewussten. Anhänger der Hirnhemisphärentheorie könnten allerdings zu Unrecht annehmen, ihr Modell würde vom Autor unterstütz. Aber dem ist nicht so, wenn man genau liest.

Da David Eagleman das "Laboratory for Perception and Action and the Initiative on Neuroscience and Law" leitet, ist es verständlich, dass er dieser Thematik ein eigenes Kapitel widmet. Nach "Schuld und Sühne" folgt dann das siebte und letzte Kapitel "Neues Gehirn, neuer Mensch". In ihm nimmt der Autor nochmals klar Stellung zu wichtigen Punkten und grenzt sich von Reduktionisten und Deterministen ab. Die Seiten 267-303 sind für den ausführlichen Anmerkungsapparat reserviert. Und obwohl das Literaturverzeichnis mehr als zehn Seiten umfasst, zeigt sich einmal mehr die amerikanische Unart, Forscherkollegen aus anderen Teilen der Welt großzügig zu übersehen. Von Wolf Singer ist zum Beispiel geraden Mal ein Artikel aus der Frankfurter Allgemeinen aufgeführt, obwohl Eagleman auf diesen bedeutenden Berufskollegen in seinem Buch verweist. Alle anderen deutschsprachigen Neurowissenschaftler fehlen ganz. Register gibt es keine.

Mein Fazit: Für einen Malcolm Gladwell der Neurowissenschaften, wie es auf der Rückseite des Umschlags steht, halte ich David Eagleman nicht. Auch weil seine Geschichten weniger schön um ein einziges Thema kreisen lässt wie bei Gladwell. Aber wer sich schon lange vornahm, mehr über die geheimen Vorgänge in seinem Gehirn zu erfahren, sollte das nun mit Eagleman tun. Denn sehr viel verständlicher, kompetenter und unterhaltsamer wird es wohl kaum.
War diese Rezension für Sie hilfreich?

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Konzentrationsschwäche/7.Kl... Buchempfehlung ? 15 Vor 16 Tagen
Mit 8 Sofies welt? 54 Vor 20 Tagen
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:


Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de