Produktinformation
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Um ins Drogenmilieu abzurutschen benötigt man weder alkoholabhängige Eltern, noch soziales Elend; auch ohne traumatische Kindheitserfahrungen ist man während der Pubertät gefährdet: Tatjana ist eine typische fünfzehnjährige, voller Träume und Sehnsüchte, die sich unverstanden von ihrem Umfeld in sich zurückzieht. Freunde hat sie keine, so begibt sie sich allein auf die Suche nach Freiheit und Abenteuer, eben dem Kick des Lebens. Als sie Hajo kennenlernt, ihr absoluter Traumtyp, verändert sich ihr Leben schlagartig. Drogen werden zur Selbstverständlichkeit, die anfängliche Abenteuerlust und Neugier zur Gewohnheit. Bald verstrickt sich Tatjana derart in Probleme, die ihr selbstgewählter Lebensstil mit sich bringt und auf die sie nicht vorbereitet war, daß aus dem vergnüglichen Leben, das sie sich einst erträumte, eine unaufhaltsame Talfahrt in die tiefsten Niederungen der Gesellschaft wird.
Von all den vielen möglichen Gründen, die zu Heroin und Straßenstrich führen können, werden in diesem Buch nur sehr wenige berücksichtigt, denn Tatjanas Geschichte ist authentisch und ziemlich genauso passiert. Betti Fichtl recherchierte den Fall ' Tatjana' aus Presseberichten und Polizeiakten, verzichtete jedoch auf eine reportageartige Wiedergabe, sondern vermischte die Fakten mit Berichten Betroffener. Nach Tatjanas Gedanken und Träumen konnte sie niemand mehr fragen, statt dessen ging die Autorin zu Drogenberatungsstellen und Fixertreffpunkten. Nach einer Weile hatte sie nicht nur einen ausgeprägten Vor-Ort-Eindruck, sondern die Junkies unterhielten sich auch mit ihr und erzählten aus ihrem Leben, ihrem Alltag. Die Autorin arbeitete diese authentischen Informationen mit ein und ließ es hinterher von den Jugendlichen prüfen. Dies macht das Buch gerade für die Zielgruppe (ab 12) besonders nachvollziehbar und gut zu lesen.
Die teilweise drastischen Schilderungen, die verkommene Sprache der Junkies und Babystricher ... da mag man denken "Das ist nichts für mein Kind, dafür ist es noch zu jung". Die Menschen, über die hier berichtet wird, sind aber teilweise genau in diesem Alter und sie erleben das täglich! Vielleicht kann man andere Jugendliche davor bewahren, wenn man ihnen ohne Zensur einfach mit den Worten dieser Straßenkinder die Wahrheit über die angebliche Freiheit sagt. Karin Wagner
Fazit: Im Großen und Ganzen ein empfehlenswertes Buch für die jenigen die sich für Drogengeschichten interessieren. Auch für die, die Christiane F. schon gelesen haben.
Das Buch Injiziert versucht krampfhaft genauso "untergrund-artig" rüberzukommen wie das o. g. Buch. Lesen Sie weiter...
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