Ein Bildband, im Softcover, der ausschließlich Bilder von nicht zubereiteten Nahrungsmitteln zeigt. Kann das spannend sein? Die einzigen Texte, die man zu den Nahrungsmitteln findet, beschränken sich auf den Namen, sowie zwei bis drei beschreibende Sätze. Als Kochbuch braucht man also diesen Band nicht. Und es ist auch etwas überraschend, wenn man auf eine Seite mit wahnsinnig vielen Eiern stößt, dann erfährt, dass alle Eier von anderen Hühnersorten sind, aber man dann doch kaum Unterschiede in den Bildern feststellen kann. Ähnliches fragt man sich auch bei der Pasta. Muss man wirklich auf Bildern sehen, dass die Dicke der Nudeln von Capellini über Fedelini zu Spaghettini und Spaghetti zunimmt? Auf den Photos kann man auch hier den Unterschied kaum erkennen.
Warum ist das ganze dann trotzdem ein brauchbares Buch? Es ist eine Enzyklopädie. Systematisch werden alle Kategorien von Lebensmitteln durchgegangen. Kräuter, Gewürze, Fette, Eier, Milchprodukte, Obst, Gemüse, Getreideprodukte, Fische, Fleisch, Getränke, alles wird hier abgebildet und kurz besprochen. Und so ist das Buch dann doch hilfreich. Wenn man wissen will wie eine Jackfruit aussieht, weil man sie für ein Rezept braucht, aber sie noch nie gesehen hat, dann schaut man einfach nach. Wie bei jedem guten Lexikon wird man wahrscheinlich nie unter "Milch" nachsehen. Aber in einer Enzyklopädie gehört auch dieser Eintrag dazu. Und was wäre schon eine Enzyklopädie über Lebensmittel ohne Bilder? Etwas würde einfach fehlen.
Zum empfehlen für Hobbyköche, die gerne auf Märkten unterwegs sind und experimentieren.