Schon an meinen Pentax DSLRs habe ich sehr gute Erfahrungen mit älteren Optiken gemacht. Nachdem Umstieg auf Sony lag es nahe, sich im Minolta Angebot umzusehen. Minolta hatte vor der Übernahme von Sony ja selbst schon eine ganze Reihe von Objektiven für digitale SLRs angeboten.
Das 50/1.7 ist ein sehr lichtstarkes Standardobjektiv. Mit dem Cropfaktor ergibt es eine Brennweite von etwa 77mm. Ideal für Porträts und vieles mehr. In einem der vielen Fotoforen habe ich mir ein gebrauchtes Exemplar des Minolta gekauft.
Das 50er macht in der Verarbeitung einen sehr guten und wertigen Eindruck. Toll ist die eingebaute Streulichtblende. Der AF des Objektivs ist sehr schnell und sitzt auf dem Punkt. Ähnlich wie das Pentax Pendant, das smc FA 50/1.7, ist auch das Minolta offen schon sehr scharf. Es muss nicht unbedingt das 50/1.4 sein, das ja auch angeboten wird. Zusammen mit meiner Sony Alpha 500 ergibt das ein sehr schnelles Gespann, das durch das geringe Rauschen des Exmor Sensors bei schlechtem Licht zu ungeahnten Taten fähig ist. Fotografieren aus der Hand bei Situationen mit schlechtem Licht ist überhaupt kein Problem. Da sowohl das Objektiv wie auch die Kamera dies zulassen. Angenehm sind auch die kaum warnehmbaren Antriebsgeräusche sowie das geringe Gewicht des 50ers. Die Bilder werden toll und das sog. "Bokeh" ist klasse.
Kurz und knapp
Positiv:
+ Günstiger Anschaffungspreis
+ Gewicht
+ AF Leistung
+ Lichtstärke
+ Streulichtblende eingebaut
+ Offenblendtauglich
Negativ:
- leider nicht mehr neu erhältlich
- Gebrauchtpreise steigen
Mein Fazit: Mit dem Minolta 50/1.7 bekommt man ein sehr gutes Objektiv zum (noch) kleinen Preis. Vor allem die Abbildungsleistung und die Lichtstärke haben mich überzeugt. Mit ein wenig Glück bekommt man ein gutes, wenig gebrauchtes Exemplar, mit OVP und Papieren schon knapp über 100¤. Es gibt für mich keinen Grund zu einem anderen Objektiv zu greifen. 5 Sterne für das alte Glas.