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Inglourious Basterds

Brad Pitt , Mélanie Laurent , Quentin Tarantino    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (697 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 4,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Brad Pitt, Mélanie Laurent, Christoph Waltz
  • Regisseur(e): Quentin Tarantino
  • Format: Dolby, PAL, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.40:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Universal/DVD
  • Erscheinungstermin: 14. Januar 2010
  • Produktionsjahr: 2009
  • Spieldauer: 148 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (697 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B002UI2QDY
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 99 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Ohne Zweifel gehört Quentin Tarantino auch knapp 15 Jahre nach seinem furiosen Welterfolg mit „Pulp Fiction" zu den aufregendsten Kreativen des modernen Kinos. Mit seinem neuen Film, der zu großen Teilen in Deutschland gedreht wird, schreibt er das erste Mal ‚historische' Geschichte und bringt ein leidenschaftliches Rache-Abenteuer auf die Leinwand.

Im deutsch besetzten Frankreich muss Shosanna Dreyfus (Mélanie Laurent) mit ansehen, wie ihre Familie durch den Nazi-Oberst Hans Landa (Christoph Waltz) brutal hingerichtet wird. Nur knapp kann sie entkommen und flieht nach Paris, wo sie sich als Kinobesitzerin eine neue Identität und Existenz aufbaut. Zur gleichen Zeit formt Offizier Aldo Raine (Brad Pitt) eine Elitetruppe aus jüdisch-amerikanischen Soldaten, die gezielte Vergeltungsschläge gegen Nazis und Kollaborateure durchführen soll. Gemeinsam mit seinen 8 Männern wird er in Frankreich abgesetzt, um dort unterzutauchen und in Guerilla-Einsätzen Nazis zu jagen und zu töten. Schon bald werden sie von den Deutschen als ‚Die Bastarde' gefürchtet. Raines Truppe kontaktiert die deutsche Schauspielerin und Geheimagentin Bridget von Hammersmark (Diane Kruger) für einen Einsatz, um die Führer des III. Reichs zu töten. Schicksale verschmelzen im politischen Untergrund und Schutz von Shosannas Kino. Die junge Frau plant dabei ihren ganz persönlichen Rachefeldzug …

Tarantino wagt sich an ein schwieriges Thema, das er mit großen Stars genial inszeniert. Mit der ausgewogenen Mischung aus Schundroman und Propaganda vermengt Inglourious Basterds ebenso die schändlichen, wie unterdrückten, überlebensgroßen Geschichten des 2. Weltkriegs.


Hinweis:
Bitte beachten Sie: Der Film ist mehrsprachig und teilweise untertitelt.


Bonusmaterial
(ca. 20 Minuten)
  • Erweiterte und Alternative Szenen:
    • Mittagessen mit Goebbels - Erweiterte Version (7 Minuten)
    •  La Lousianne Kartenspiel – Erweiterte Version (2 Minuten)
    • „Stolz der Nation“ beginnt – Alternative Version (2 Minuten)
  • „Stolz der Nation“ – Kompletter Film (6 Minuten)
  • Trailer:
    • Teaser (1:43)
    • Amerikanischer Trailer (2:21)
    • Internationaler Trailer (2:07)
    • Japanischer Trailer (1:15)

Pressestimmen

„Starbesetztes Kultkino, mit Wortwitz und brillant inszeniert: ein echter Tarantino!“ --TV MOVIE

„unbedingt sehenswert“ „äußerst sehenswert“ --CINEMA

„Film des Jahres!“ --BILD

„faszinierend“ --SPIEGEL

„Phantasievoller Weltkinokrieg statt krudes "Kill Adolf"“ --SPIEGEL

Produktbeschreibungen

Im deutsch besetzten Frankreich muss Shosanna Dreyfus (Mélanie Laurent) mit ansehen, wie ihre Familie durch den Nazi-Oberst Hans Landa (Christoph Waltz) brutal hingerichtet wird. Nur knapp kann sie entkommen und flieht nach Paris, wo sie sich als Kinobesitzerin eine neue Identität und Existenz aufbaut. Zur gleichen Zeit formt Offizier Aldo Raine (Brad Pitt) eine Elitetruppe aus jüdischen Soldaten, die gezielte Vergeltungsschläge gegen Nazis und Kollaborateure durchführen soll. Gemeinsam mit seinen 8 Männern wird er in Frankreich abgesetzt, um dort unterzutauchen und in Guerilla-Einsätzen Nazis zu jagen und töten. Schon bald werden sie von den Deutschen als ,Die Bastarde′ gefürchtet. Als der Plan reift, die Anführer des Dritten Reichs auszuschalten, nimmt Raines Einheit Kontakt zu der deutschen Schauspielerin und Undercover-Agentin des Widerstands Bridget von Hammersmark (Diane Kruger) auf, die entscheidend für das Gelingen des Anschlags ist. Die gemeinsame Mission führt sie schließlich alle in das Pariser Kino von Shosanna, die allerdings seit langem ihre eigenen Rachepläne verfolgt...

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
482 von 586 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einige Anmerkungen zu diesem Top-Film: 25. Januar 2011
Format:Blu-ray
Ich werde mich in meiner Rezension sowohl mit dem Film, mit der Blu-Ray als auch mit der Thematik befassen.

Fangen wir beim Film an:

Es ist ein Tarantino-typischer Film in einer Tarantino-UNtypischen Zeitepoche. Eine Gruppe von "unrühmlichen Mistkerlen" hinter feindlichen Linien, hat sich unter dem Kommando von Lt. Aldo Rayne (Brad Pitt) zusammengeschlossen um die Faschisten auszurotten. Dabei sind sowohl Amerikaner, als auch Deutsche und Juden sind auch mit von der Partie, angeführt, von einem halben Apachen (Indianer,Ur-Einwohner). Somit ein Multi-Kulti Exekutionskommando auf der Jagd nach der Wehrmacht.

Ich hätte genau von diesen Szenen, wo es um die "Basterds" und deren Jagd geht, gerne viel mehr gesehen.Die waren der amüsante Teil des Films. Eine weitere Handlung zeigt die französische Kinobesitzerin, die ihre Tore zu ihr Filmpalast, für das ganze Deutsche, obere Regime öffnen muss, da ein deutscher Filmabend veranstaltet wird.
Organisiert wird dieser Abend vom "Judenjäger",Christoph Waltz), der ganz nebenbei auch auf die "Basterds" angesetzt wurde. Und alles wird im Kino sein Ende finden.

Christoph Waltz hat genug berechtigtes Lob bekommen, allein schon bei Amazon. Dazu muss ich nichts mehr sagen.

Ich persönlich finde Diane Krüger in diesem Film extrem grauenhaft und ich weiß, dass ich mit diese Meinung nicht alleine dastehe. Andere deutsche Darsteller, wie Daniel Brühl und auch Til Schweiger sind ganz annehmbar.

Wo Tarantino drauf steht, da ist auch Tarantino drin. Eine Sache, die er nicht ablegen kann ist, dass er seine Meinungen und Ansichten durch die Figuren wiedergibt, die er kreiert. Das heißt, er berücksichtigt in seiner Charakterentwicklung bestimmte Charaktereigenschaftem und besondere Merkmale, aber sobald es um die Dialoge geht, da hört man nicht die Figuren des Films sprechen, man hört im Grunde TARANTINO sprechen.

Aber Schwamm drüber. Der Film ist sehr dialog-lastig, dennoch sind die Dialoge nicht uninteressant. Teilweise sind sie sehr clever und amüsant zugleich. Dasselbe gilt übrigens auch für die Story, an sich. Viele lassen sich hier negativ über die Gewaltdarstellung aus. Erstmal: Wer sich einen Tarantino-Film ansieht und etwas gewaltfreies erwartet, der ist selbst schuld. Zum anderen hat er schon schlimmeres gebracht. z.B bei "Kill Bill".

Aber das sich die Leute bei "IB" über die Gewaltdarstellung beklagen, hat wohl eher etwas damit zu tun, gegen WEN sich die Gewalt richtet. Ich frage mich, ob diesselben Leute auch bei "Kill Bill" rumgeheult haben, weil dort haufenweise "böse" Japaner abgemetzelt wurden, aber dazu komme ich später
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Zur Blu-Ray:

Da gibt es nicht allzu viel zu sagen: Das Bild ist makellos und gestochen scharf.
Am Ton gibt es auch nicht zu bemängeln.

Das Zusatzmaterial ist sehr umfangreich und unterhaltsam.

Also technisch ist diese Blu-Ray mit einer der besten, die je in meinem Player waren.

Mehr kann ich zur Blu-Ray nicht sagen, sorry. Mir brennt auch was ganz anderes auf der Seele:
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ACHTUNG: Folgender Text beinhaltet SPOILER und ausserdem könnten sich einige auf den Schlips getreten fühlen:

Ich habe mir viele negative Rezensionen zu diesem Film durchgelesen, besonders die 1-Stern Bewertungen. Und ich habe für die meißten Leute kein Verständnis und kann deren Meinung nicht tolerieren, weil sie in ihrem verletzten "Nationalstolz" einfach maßlos übertreiben.

Der Großteil der Leute, die den Finger heben und sich die deutsche Wunde lecken, haben überhaupt nicht kapiert,(oder WOLLEN nicht kapieren), dass der 2.Weltkrieg diesem Film lediglich als Kulisse gedient hat. Auch wird hier gerne mal übersehen, dass die Amerikaner als sadistische Brutalos dargestellt werden und die Deutschen als intelligente Lebemänner, die sogar mehrere Sprachen sprechen.

Der Film soll uns nicht zum 100. Mal daran erinnern, was für eine dunkle Vergangenheit wir haben und er ist auch nicht als Vorwurf gedacht und auch nicht als Hass-Propaganda, gegen uns böse Deutsche. Das hat damit überhaupt nichts zu tun!

Es ist einfach eine fiktive Handlung, die in eine reale Zeitepoche eingebaut wurde. Quentin Tarantino ist nicht der erste, der das getan hat.

Dazu sei gesagt, dass es bei vielen eh die geliebte Doppel-Moral ist, die hier die Oberhand gewinnt.

Jedes Land hat, historisch gesehen, Blut an den Händen. Und über jedes Land wurde die blutige Historie mal ein ernster Film gemacht. Habt ihr euch da beschwert?

Wie hat Mel Gibson denn die Engländer in "Braveheart" dargestellt? Alles kaltherzige, arrogante Mörder und Vergewaltiger. Dabei war die Geschichte gar nicht so unähnlich. Schottland war von den Engländern besetzt, so wie Frankreich von den Deutschen mal besetzt war. Und man hat sich dagegen gewehrt.

In "Braveheart" wurden somit haufenweise "böse" Engländer abgeschlachtet, und der Film war noch brutaler, als "IB". Habt ihr euch da auch so beschwert, wie bei QT's Werk? Geht es auch wirklich um die Gewalt, per sé, oder um die Gewalt, gegen die deutschen? Und so, wie QT die deutschen darstellt, könnt ihr doch noch froh sein. Steven Spielberg hat sie doch wirklich hauptsächlich als seelenlose Monster dargestellt und dessen Filme sollen den historischen Tatsachen entsprechen, was von "Inglorious Basterds" niemals, irgendjemand ansatzweise behauptet hat.

ACHTUNG SPOILER:

Das bringt mich zu den Leuten die aufschreien, weil der Film falsche historische Tatsachen vermittelt:

Es ist keine Dokumentation und kein Anti-Kriegsfilm. Es ist einfach eine GESCHICHTE!

Das Hitler und Konsorten am Ende in einem Kino in Frankreich getötet werden, dass ist in Wahrheit gar nicht so gewesen? Nee, echt jetzt????

Leute, hört auf, so bescheuert naiv zu tun. Es ist ein Tarantino Film. Und das das Böse am Ende in einem Kino vernichtet wird, ist als Liebeserklärung an das Kino und an jeden Film-Fan gedacht. Weil Tarantino selbst ein besessener Film-Fanatiker ist.

Wie gesagt, ich denke nicht,dass es verboten ist, eine fiktive Story in eine reale Zeit einzubauen, Deswegen ,vergesst die Geschichte, interpretiert nicht irgendeinen MÜLL in diesen Film hinein und stempelt ihn nicht als etwas ab, was er überhaupt nicht ist.

Der Film soll lediglich unterhalten und ist nicht ernst zu nehmen.

Allein anhand hunderter Rezensionen, hier bei Amazon, sieht mann, dass die Meinungen zu diesem Film sehr stark auseinander gehen. Und ich erwarte auch nicht, dass mit mir jetzt jeder einer Meinung ist. Allerdings ist nicht jeder, der unter meiner Rezension nun auf "nein" klickt ernst zu nehmen, da es wirklich Leute gibt die:

- Es nun mal nicht verstehen WOLLEN.
- Die zu sehr auf ihre eigene Meinung versteift und zu rechthaberisch sind.
- Die sowieso auf jede kleine, lächerliche Gelegenheit warten, um ihren pseudo-moralischen Finger zu heben und ihre dumme "Anti-Amerika"- Hetze loszulassen.

Und mit solchen Leuten zu diskutieren ist zwecklos. Ansonsten nehme ich natürlich jede Meinung dazu ernst.

Niemand hat bei der Produktion des Films daran gedacht, auf diese Weise "uns bösen deutschen" einen reinzudrücken. Die Leute unter Euch, die in der Vergangenheit hängen, ihr wollt den Machern mit aller Gewalt eine gewisse Einstellung uns gegenüber aufzwingen. Ich würde nur gerne mal verstehen, was Euch das gibt. Warum wolt ihr in diesem Film unbedingt etwas sehen, was gar nicht gerechtfertigt ist? Der Film ist nicht krank, die Leute, die diesen Film mögen sind auch nicht krank, sondern die Unterstellungen von diesen verbohrten Leuten sind es.

PEACE!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mrs. Peel
Format:Blu-ray|Von Amazon bestätigter Kauf
Wenn sich ein cineastischer Gratwanderer vom Schlage eines Quentin Tarantino mit seinem Hang zur ästhetisch stilisierten Gewalt einem Thema wie dem Zweiten Weltkrieg widmet, kann man nicht ernsthaft erwarten, dass dabei ein weiteres dieser Machwerke inflationär produzierten Kitsches herauskommt, mit denen vor allem das Fernsehen den Zuschauer in regelmäßigen Abständen versorgt. "Inglourious Basterds" ist eine fast schon kindliche Rachevision, die politisch vollkommen unkorrekt ist, sich um historische Fakten wenig kümmert, in der ohne jegliche moralische Bedenken getötet wird und Tarantino sich mit unverschämter Dreistigkeit über die schwere Bürde der Geschichte hinwegsetzt, indem er den Spieß einfach mal umdreht, die Betroffenen aus ihrem Trauma reißt und die sonst so hilflosen Opfer zu erbarmungslosen Richtern macht. Dabei geht es aber nicht nur um eine surreale Revision einer ungerechten Wirklichkeit, in der die Täter meist ihrer verdienten Strafe entkamen. Dieser groteske Parforceritt will vielmehr eine befreiende Katharsis sein, die sich versucht, von allen Fesseln einer faschistoiden Ästhetik aus jenen dämonischen Zeichen und Symbolen zu lösen, die bis heute immer noch ihr Unwesen in manchen Köpfen treiben. Wer die Nazis endgültig besiegen will, muss ihre Propagandamaschinerie zerstören. In Tarantinos Logik gehört es dazu auch, sich in aller Konsequenz von den gängigen Formen des Erzählkinos zu verabschieden. Man könnte diese heikle Thematik auch als den immer selben drögen Aufguss inszenieren, wie es beispielsweise Bryan Singer nahezu zeitgleich in "Valkyrie" tat. Oder man tränkt stattdessen den Topos in eine hochexplosive Mixtur aus Kriegsfilm, Italo-Western, Agententhriller, Pulps, Comics und einen Hauch von Melodram und reichert das Ganze noch mit etlichen filmischen Zitaten, doppelzüngigen Dialogen, makabren Humor und extravaganten Dingen wie einem Mexican Standoff an. Dabei fällt der Plot ziemlich trivial aus: Eine kleine Gruppe von US-Soldaten unter dem Kommando von Aldo Raine schlachtet alle Nazis ab, die ihnen über den Weg laufen. Ihr Gegenspieler ist der perfide Judenjäger Hans Landa, der gleich zu Beginn eine jüdische Familie aufspürt und ermorden lässt, bis auf Shosanna, der die Flucht gelingt. Sie taucht in Paris unter, wo sie sich als Filmvorführerin über Wasser hält. Als Goebbels ausgerechnet Shosannas Kino für die Uraufführung des Propagandafilms "Stolz der Nation" auswählt, schlägt die Stunde der Rache.

Insbesondere die Exposition erinnert in ihrem erbarmungslosen Rhythmus stark an den Spaghetti-Western und ähnlich wie bei Leone verschwimmen auch bei Tarantino die Trennlinien zwischen Gut und Böse, weil die Guten eben auch ein bisschen böse sind, nur haben sie die besseren Gründe dies zu sein. Im Prinzip steckt in Typen wie Raine oder Stiglitz dieselbe Sorte Mensch wie in Landa, nämlich ein Sadist. Am deutlichsten wird dies in der Szene in der Kellerbar, als die Basterds in Naziuniform zu einem konspirativen Treffen mit der charmanten Agentin Bridget von Hammersmark erscheinen. Als Betrachter ist man hier kaum noch in der Lage zu differenzieren, zumal sich die Basterds der Methodik ihrer Gegner bedienen. So wie die Nazis mit ihrer Propaganda das Bewusstsein ihres Gefolges manipulieren, so unterminieren die Basterds auf gleiche Weise die Wahrnehmung der Nazis. Jeder von den Basterds könnte auch ein Nazi sein und jeder von den Nazis wiederum ein Basterd. So gaukelt es Tarantino zumindest dem Publikum vor, vielleicht weil er glaubt, dass man Sadisten nur mit Sadisten besiegen kann. Der einzige Unterschied zwischen Landa und den Basterds besteht darin, dass sich Landa kultivierter gibt. So ist er höflich und zuvorkommend (wenn auch nur um seine Opfer aus der Reserve zu locken), verfügt über stilvolle Manieren, begrüßt Damen sogar mit einem Handkuss, weiß die Vorzüge eines guten Apfelstrudels zu schätzen und ist rhetorisch überaus begabt. Dass Tarantino und in Persona der grandiose Waltz das Bild dieses effizienten Judenjägers völlig entgegen aller Klischees nachzeichnen, ist dabei ein raffiniertes Kalkül, weil dadurch für Landa das Alibi vom einfachen Mitläufer, der von Goebbels Propaganda nur verführt wurde, nicht mehr gilt. Landa ist zu schlau, um sich über die wahren Umstände des Regimes im Unklaren zu sein. Was er sogar indirekt selbst zugibt, indem er gleich zu Beginn im Haus des Milchbauern über Führer-Reden witzelt. Jemand, der so intelligent ist, dass er bereits im System die dahinterstehende Ideologie durchschaut und ins Lächerliche zieht, aber dennoch willig in gehobener Position mit grenzenloser Lust an der Folter in dieser verbrecherischen Maschinerie mitwirkt, kann man getrost als voll schuldfähig und abgrundtief bösartigen Opportunisten bezeichnen, zumal er mitnichten nur der bürokratische Schreibtischtäter ist, den er in der Eröffnungssequenz mit seiner Zettelwirtschaft zu suggerieren glaubt. Weswegen ihm Raine auch das Hakenkreuz mit einem Messer als Stigma in die Stirn ritzt. Uniformen kann man abstreifen, eine Tätowierung dagegen nicht. Man stelle sich mal vor, dieses Ritual hätte es damals wirklich gegeben. Tausenden von flüchtigen Nazis wäre es nach dem Krieg unmöglich gewesen, mit einer neuen Identität irgendwo in der weiten Welt unterzutauchen, um sich so vor der eigenen Verantwortung zu drücken, wie es Landa plant, als er Raine zu einem Deal überreden möchte.

Reden ist ein gutes Stichwort. Denn "Inglourious Basterds" ist kein normaler Kriegsfilm. In normalen Kriegsfilmen wird viel geballert und wenig geredet, bei Tarantino wird dagegen viel geredet und dazwischen ein bisschen geballert, dafür dann aber umso heftiger und brutaler. Und es scheint fast so, als würden die langen Dialoge nur dazu dienen, die Temperatur weiter zum Sieden zu bringen, ehe sich die Gewalt in ekstatischen Ausbrüchen entlädt. So sehr die Protagonisten allerdings auch versuchen, den Plot in einer Flut von Dialogen zu ertränken, so wenig Wahres transportieren doch die rege ausgetauschten Floskeln. Jeder belügt hier jeden, jeder führt sein Gegenüber an der Nase herum, der Schein verdeckt das Sein, was den Film zu einem zynischen und suggestiven Katz-und-Maus-Spiel macht, das sich um Maskerade, Täuschung, die Kunst der Verstellung und die Entschlüsselung geheimer Codes dreht und somit in eine unterschwellige Aufforderung an das Publikum mündet, die Sinne zu schärfen, genau zu beobachten, Zeichen richtig zu deuten, um sich von der medialen Subversion nicht hinters Licht führen zu lassen.

Ungewöhnliche Dinge erfordern manchmal ungewöhnliche Maßnahmen, weshalb Quentin Tarantino für die Auflösung dieser Rachevision auch sein Allerheiligstes auf dem Altar opfert, nämlich das Kino, wo er die elitäre Herrenrasse zum diabolischen Todestanz bittet. So verriegelt er die Türen und brennt die gesamte widerliche Nazi-Clique in einem lodernden Inferno nieder, das seinen Ursprung in über 350 Filmen auf leicht entflammbaren 35mm-Nitrozelluloid hat, während Shosanna mit sardonischem Gelächter eine letzte Botschaft von der Leinwand an die Peiniger sendet. Die Begleitmusik zu diesem bestialischen Gericht liefern die Basterds, die lüstern mit Maschinengewehren in die Menge halten. Die blutige Krönung einer über zwei Stunden währenden Dekonstruktion des Nazi-Mythos in seine allererbärmlichsten Einzelteile. Und wenn Tarantino mit Goebbels Propagandamaschinerie fertig ist, dann sind alle Zeichen zerstört, alle Symbole zertrümmert, alle Heldenepen abgewickelt, sämtliche Bilder ausgelöscht und ihre Macher endgültig in Stücke zerfetzt auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgt. Bei Tarantino gewinnt das Kino am Ende den Krieg!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Macht doch mal die Augen auf........ 16. Oktober 2010
Von SkyShootZ TOP 50 REZENSENT
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
......und Ihr werdet erkennen, dass es sich bei dem Streifen mitnichten um eine Dokumentation handelt! Ich kann die ganzen abwertenden Kommentare im Bezug auf den geschichtlichen Wahrheitsgehalt nicht mehr hören! Wenn jemandem der Film nicht gefällt, ist es sein gutes Recht, dass zu äußern. Die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden! Allerdings doch dann aber nicht unter dem Vorwand, dass dort nur geschichtliche Halbwahrheiten verbreitet werden, denn dieser Film wurde nie gegenteilig angepriesen! Das ist ein Tarantino und der soll unterhalten. Das ist keine Dokumentation mit einer tiefgründigen, geschichtlichen Hintergrundrecherche! Aber vielleicht habt Ihr ja bei "From Dusk till dawn" auch schon verzweifelt danach gesucht!

Von mir gibt's eine klare Kaufempfehlung, zumal die Box sich nun bei einem Schnäppchenpreis wieder findet, wenn man bedenkt, dass das Steelbook einzeln lediglich 7,- günstiger ist! Das verlangte Sümmchen ist für diese Box und deren Inhalt vollkommen gerechtfertigt!
Alleine der Part von C. Waltz ist es wert, sich diesen Film anzusehen. Den Oscar hat er nicht grundlos bekommen!
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Die neuesten Kundenrezensionen
3.0 von 5 Sternen Tarantino politisch
Wen der Film nicht so politisch wäre , dan wäre er eigentlich ganz gut!
Er beleidigt meine Wurzeln. Aber ich musste ihn haben !
Vor 1 Tag von R. Bork veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Guter Film, allerdings konnte der Cast nicht so ganz überzeugen
Inglourious Basterds war für mich ein wenig schwierig. Ich verehre Christoph Waltz für sein Schauspieltalent und auch in diesem Film konnte er mich wieder einmal... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Tag von kleinbrina veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Alles i.O.
Was soll ich dazu sagen... entweder findet man den Film gut oder nicht. Ich finde ihn gut sonst hätte ich mir die DvDs nicht bestellt. Lieferung ging schnell.
Vor 1 Tag von Stefan Meyer veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Guter Film
Ein guter Film, vorallem für Tarantino-Fans. An der Bild-Qualität und am Sound der BluRay habe ich nichts zu bemängelt. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Tagen von KimD veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen guter Film
Echt ein toller Film mit Brad Pitt in der Hauptrollen. Sogar unser Till kommt da nicht schlecht weg. Empfehlenswerte Film
Vor 4 Tagen von Glaeßgen Jörg veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Das immerhin fast die Hälfte ...
...der Rezensenten den Film total ablehnt ,ist für mich erfreulich-seit Pulp Fiction habe ich von dem Mann keinen Film gesehen und werde mir auch nicht anschauen! Lesen Sie weiter...
Vor 5 Tagen von Dudo Rudolf veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Top Film
Schaue ich mir immer wieder gerne an und freue mich diesen Film endlich in meiner Sammlung begrüßen zu dürfen. Gut geeignet für DVD Abende unter Männern. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Tagen von R. Philipp veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Top Film - Top Besetzung
Unbedingt im Orginalton ansehen!
Wer nicht allzu schwache Nerven hat, muß dieses Meisterwerk ansehen.
Walz ist einfach genial, genauso Brad Pitt.
Vor 9 Tagen von Thomas Formanek veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen DVD ist schlecht , läuft nicht und bleibt hängen.
DVD ist schlecht , läuft nicht und bleibt hängen...vermute Raubkopie und sollte nicht angeboten werden.
Sehr unzufrieden!!!! Nie mehr!
Nicht zu empfehlen.
Vor 10 Tagen von Isolde veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Action-geladener aber übertriebener Kracher
Der Film ist sehenswert für alle die wenig Anspruch an eine Story und mehr auf Action, Rumgeballer und heimtückische Morde stehen ;-) Eine typische US-Produktion in der... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Tagen von D. Schmitz veröffentlicht
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