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Inge und Mira: Roman [Taschenbuch]

Marianne Fredriksson , Senta Kapoun
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 8,90 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag; Auflage: 4 (28. November 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596152364
  • ISBN-13: 978-3596152360
  • Originaltitel: Flyttfaglar
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,6 x 1,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 474.707 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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In Inge und Mira hat die schwedische Autorin Marianne Fredriksson die Geschichte zweier unterschiedlicher Frauen in den Mittelpunkt gestellt. Ein Rezept, das sich bereits bei ihrem Bestseller Hannas Töchter bewährte.

Bei einem Gärtnereibesuch begegnen sich die Schwedin Inge, Schriftstellerin, und die Chilenin Mira, die seit dem blutigen Militärputsch Pinochets ihrem Land den Rücken gekehrt hat. Beide haben die Lebensmitte überschritten, ihre Kinder sind groß und sie sind von ihren Männern geschieden. Es ist an der Zeit, dass sie ihr Leben ordnen. Die bislang praktizierten Verdrängungsmechanismen funktionieren bei beiden nicht mehr. Inge wird durch eine Ansichtskarte ihres geschiedenen Mannes mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Als sie ihren Töchtern davon erzählt, ist sie erstaunt, in welchem Licht sie ihren Vater sehen. Inge hat nicht gewusst, dass er versuchte, die Mädchen zu missbrauchen. Die temperamentvolle Mira ist, als Pinochet in Chile die Macht ergreift, mit einem linken Revolutionär verheiratet. Obwohl sie keinerlei Informationen besitzt, wurden sie und ihre Tochter gefoltert und vergewaltigt.

Inge und Mira lässt sich allerdings nicht mit den bisherigen Romanen Marianne Fredrikssons vergleichen. Während zu Beginn die Geschichte und die agierenden Personen noch glaubhaft erscheinen, werden sie mit fortschreitender Handlung immer grober gezeichnet. Die psychischen und physischen Verletzungen sind aneinander gereihte Grausamkeiten, die alle erdenklichen Schrecken beinhalten, aber nur notdürftig zusammengezimmert sind. Hier fehlt das schriftstellerische Feingefühl, das sorgfältige Ausloten der unterschiedlichen Biografien. Schade um das interessante Thema. --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Marianne Fredriksson wurde 1927 in Göteborg geboren. Als Journalistin arbeitete sie lange für bekannte schwedische Zeitungen und Zeitschriften. Im Jahre 1980 veröffentlichte sie ihr erstes Buch. Sämtliche Romane der Autorin wurden in Deutschland große Bestsellererfolge. Die Autorin starb am 12. Februar 2007.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen schrecklich ... oder echt gut? 23. Mai 2007
Von issi
Format:Taschenbuch
Ich habe keine Rezension über das Buch gelesen, sondern kannte nur den Klappentext. Und hier meine erste Kritik: Er hat nichts mit dem Inhalt zu tun. Von aussen sieht es aus, wie eine eher bekannte Freundschaftsgeschichte, von innen ist es Problembewältigung pur!

Frauen die gemeinsam ihre Vergangenheiten bewältigen, die von Mord, Vergewaltigungen und unvorstellbaren Schicksalsschlägen und Grausamkeiten geprägt sind. Ich fand es furchtbar dieses Buch zu lesen!!

Doch vielleicht ist es eines der besten Büchen, die ich je gelesen habe. Es führt einem dramatisch vor Augen, was in der Welt alles passiert und wie gut wir es hier eigentlich haben. Es zeigt aber auch, dass es schreckliche Dinge vor unserer Haustüre gibt, die wir nicht sehen wollen oder können. Es zeigt, wie leicht es ist, manches einfach zu vergessen, weil es die einzige Möglichkeit ist es zu überleben. Es zeigt aber auch, wie schwer es ist, es wieder zu verdrängen, wenn es erstmal wieder da ist. Dieses Buch zeigt die Höhen und Tiefen der Problembewältigung, schreckliche Probleme die so unvorstellbar grausam sind, das man am liebsten weg sehen möchte. Doch dadurch wird es nicht besser!

Ich habe dieses Buch gehasst und doch hab ich jede dieser Frauen bewundert. Das macht es wirklich lesenswert.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Die hochgewachsene Schwedin Inge, fast fünfzig, geschieden, Mutter zweier in London studierender Töchter, ist eigentlich Lehrerin. Sie lebt in einer Reihenhaussiedlung in Stockholm und hat ihr Pädagoginnen-Dasein längst gegen eine lukrativere und weit weniger nervenaufreibende Tätigkeit aufgegeben. Inge verfasst Sachbücher, tut das zu Hause und führt mehr oder weniger ein Einsiedlerleben. In einer Gärtnerei lernt sie die gleichaltrige Mira kennen, eine kleine, temperamentvolle Chilenin, wie sie selbst Mutter und wie sie selbst geschieden. Zwischen diesen beiden Frauen, wie sie von ihrem sozialen Umfeld und ihrer Vergangenheit nicht unterschiedlicher sein können, entspinnt sich eine zwar enge, aber sehr komplizierte Freundschaft. Die emanzipierte Inge, die ihrem Mann einst die Tür wies, liebt ihn noch immer. Mira, als Unterworfene in einer patriachalischen Struktur, löst sich nach der Flucht aus der Hölle der Pinochet-Junta von ihrem Ehemann und besitzt zum ersten Mal in ihrem Leben ein Bankkonto. Nicht als Frau ihres Mannes, sondern als Mira Narvaes. Doch die Vergangenheit wirft lange Schatten auf ihre verletzte chilenische Seele. Schier unglaubliche Grausamkeiten schlugen Miras Psyche tiefe, schwärende Wunden, deren Schmerzen sie mit Tabletten und Alkohol bekämpft. Einen ihrer drei Söhne verlor Mira, die nun in einem Kindergarten für Einwandererkinder ihren Lebensunterhalt verdient, an das Pinochet-Regime. Otilia, die einzige Tochter, vergewaltigt und gedemütigt, gilt als verschollen. Bei einer Reise nach London stellt Inge Nachforschungen nach Otilia an ... Dies ist nur ein Handlungsstrang einer ebenso verästelten wie dichten Erzählung, deren jähe Wendungen den Leser immer aufs Neue fesseln. Wer sich auf diesen bildhaften, kraftvollen Roman der schwedischen Erfolgsautorin Marianne Fredriksson einlässt, findet sich plötzlich mitten im Schweden der neunziger Jahre. Wird konfrontiert mit schicksalhaften Vergangenheiten, die unter die Haut gehen, betroffen machen. Als leichte Lektüre vor dem Schlafengehen ist „Inge und Mira" nicht zu empfehlen, doch wer mit den beiden Frauen einmal Bekanntschaft geschlossen hat, wird das Buch nicht mehr beiseite legen können. Nuancenreiche Naturschilderungen dieses vom langen dunklen Winter geprägten Landes, seinen Traditionen, der buchstäblichen Toleranz seiner Menschen lassen diese 236 Seiten zu einem Leseerlebnis erster Güte werden. Auch eine Reise in das ferne Anden-Land bleibt dem Leser nicht erspart, hilft zu verstehen und erinnert an politische Verhältnisse der frühen siebziger Jahre.
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4.0 von 5 Sternen ein schöner Frauenroman 23. Januar 2013
Von Rani
Format:Taschenbuch
Inge ist geschieden, lebt und arbeitet allein in ihrem Haus in Schweden. Ihre zwei Töchter sind in London und machen dort ihren Schulabschluss. In einer Gärtnerei lernt sie zufällig Mira kennen. Sie ist ebenfalls geschieden, arbeitet in einem Kindergarten als Köchin und hat zwei Söhne. Mira kommt aus Chile. Die beiden Frauen sind sich auf Anhieb auf eine ungewöhnliche Art sympathisch, obwohl sie grundverschieden sind. Eine Freundschaft entsteht und beide müssen lernen, mit der Art und der Kultur der jeweils anderen fertig zu werden. Sie decken gegenseitig langverschwiegene Erlebnisse und schmerzvolle Erinnerungen auf und können so ihre Einsamkeit durchbrechen. Die Geschichte spielt in den 70/80er Jahren des 20. Jahrhunderts, in einer Zeit, in der Pinochet in Chile an der Macht war und viele viele Grausamkeiten geschehen sind.

Marianne Fredriksson ist es gelungen, einen gefühlvollen und sprachlich schönen Roman über zwei Frauenschicksale zu schreiben, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Ich habe mich allerdings an mehreren Stellen gefragt, ob sie nicht ein wenig von Isabell Allendes Geisterhaus abgeschrieben hat. So weisen einige chilenische Charaktere relativ viele Ähnlichkeiten mit Charakteren aus dem Geisterhaus auf. Interessant fand ich, wie sie die schwedische Mentalität immer wieder erklärt und mit der chilenischen, aber auch der britischen verglichen hat. Ich mag solche Themen sehr!
Ich war insgesamt sehr angetan und werde weitere Romane von der Autorin lesen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Gutes Buch über verschiedene Kulturen
Ich fing dieses Buch eigentlich nur zu lesen begonnen weil wir diese Autorin in der Schule durchnehmen. Aber ich war restlos begeistert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. März 2006 von Marie Senoner
1.0 von 5 Sternen Schlecht
Die Idee zwei grundverschiedene Frauen aufeinandertreffen zu lassen, fand ich schon mal nicht schlecht, aber die Umsetzung in dem Buch hätte besser sein können. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. August 2005 von "roniski127"
5.0 von 5 Sternen Schwedisch-chilenische Freundschaft
Es ist die Geschichte zweier Frauen, die aus unterschiedlichen Kulturkreisen stammen, aber viel in ihrem Leben mitgemacht haben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. September 2004 von Isabella
2.0 von 5 Sternen Typisch Fredrikson!
Schwedische Melancholie gemischt mit chilenischem Temparament. Zwei einsame, sehr unterschiedliche Frauen lernen sich kennen und bewältigen gemeinsam erstmals ihre... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. November 2003 von M. Bernreuther
4.0 von 5 Sternen Die Geschichte gewinnt an Fahrt und ist zu empfehlen
Durchaus glaubhaft dargestellt. Die beiden nebeneinanderlaufenden Lebenslinien haben Gemeinsamkeiten, die sich auf dem ersten Blick dem Leser nicht erschließen. Lesen Sie weiter...
Am 7. Januar 2002 veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Eindringlich und spannend
Ein ergreifender Roman über die Kraft der Freundschaft, ihre Vergangenheit zu erkunden, mit ihr umzugehen und ihr Leben zu leben. Aufrichtig und kraftvoll.
Am 6. Juli 2000 veröffentlicht
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