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Inge und Mira
 
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Inge und Mira [Gebundene Ausgabe]

Marianne Fredriksson
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Krüger, Frankfurt (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3810506370
  • ISBN-13: 978-3810506375
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,6 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 531.004 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Marianne Fredriksson
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

In Inge und Mira hat die schwedische Autorin Marianne Fredriksson die Geschichte zweier unterschiedlicher Frauen in den Mittelpunkt gestellt. Ein Rezept, das sich bereits bei ihrem Bestseller Hannas Töchter bewährte.

Bei einem Gärtnereibesuch begegnen sich die Schwedin Inge, Schriftstellerin, und die Chilenin Mira, die seit dem blutigen Militärputsch Pinochets ihrem Land den Rücken gekehrt hat. Beide haben die Lebensmitte überschritten, ihre Kinder sind groß und sie sind von ihren Männern geschieden. Es ist an der Zeit, dass sie ihr Leben ordnen. Die bislang praktizierten Verdrängungsmechanismen funktionieren bei beiden nicht mehr. Inge wird durch eine Ansichtskarte ihres geschiedenen Mannes mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Als sie ihren Töchtern davon erzählt, ist sie erstaunt, in welchem Licht sie ihren Vater sehen. Inge hat nicht gewusst, dass er versuchte, die Mädchen zu missbrauchen. Die temperamentvolle Mira ist, als Pinochet in Chile die Macht ergreift, mit einem linken Revolutionär verheiratet. Obwohl sie keinerlei Informationen besitzt, wurden sie und ihre Tochter gefoltert und vergewaltigt.

Inge und Mira lässt sich allerdings nicht mit den bisherigen Romanen Marianne Fredrikssons vergleichen. Während zu Beginn die Geschichte und die agierenden Personen noch glaubhaft erscheinen, werden sie mit fortschreitender Handlung immer grober gezeichnet. Die psychischen und physischen Verletzungen sind aneinander gereihte Grausamkeiten, die alle erdenklichen Schrecken beinhalten, aber nur notdürftig zusammengezimmert sind. Hier fehlt das schriftstellerische Feingefühl, das sorgfältige Ausloten der unterschiedlichen Biografien. Schade um das interessante Thema. --Manuela Haselberger

Kurzbeschreibung

Als Inge und Mira sich kennenlernen, haben beide Frauen schon viel erlebt. Sie waren beide verheiratet,
sie sind Mütter, und sie haben auch beide von den Schattenseiten des Lebens erfahren. Sie lernen sich zufällig in einer Gärtnerei, in der Nähe von Stockholm, kennen. Und dieser Zufall will es, dass sich zwischen diesen beiden so unterschiedlichen Frauen eine enge Freundschaft entwickelt. Inge ist Schwedin, hat lange Jahre als Lehrerin gearbeitet und schreibt jetzt Bücher, Mira ist mit ihrer Familie nach Pinochets blutigem Militärputsch aus Chile geflüchtet und hat in Schweden ein neues Leben begonnen. Je enger die Freundschaft und je grösser das Vertrauen der beiden Frauen zueinander wird, umso mehr forschen sie gemeinsam in ihrer Vergangenheit und stossen auf verdrängte Erinnerungen. Doch trotz ihrer ganz verschiedenen Lebensgeschichten merken sie, wie nah sie sich in ihren
Empfindungen und Erfahrungen sind. Und so hilft ihnen die Freundschaft, ihre Vergangenheit zu erkunden,
mit ihr umzugehen und ihr Leben zu leben. Marianne Fredriksson hat einen ergreifenden und spannenden Roman über die Kraft der Freundschaft geschrieben, der in seiner überwältigenden Eindringlichkeit auch das eigene Leben mit all seinen Erinnerungen in neuem Licht erscheinen lässt.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von issi
Format:Taschenbuch
Ich habe keine Rezension über das Buch gelesen, sondern kannte nur den Klappentext. Und hier meine erste Kritik: Er hat nichts mit dem Inhalt zu tun. Von aussen sieht es aus, wie eine eher bekannte Freundschaftsgeschichte, von innen ist es Problembewältigung pur!

Frauen die gemeinsam ihre Vergangenheiten bewältigen, die von Mord, Vergewaltigungen und unvorstellbaren Schicksalsschlägen und Grausamkeiten geprägt sind. Ich fand es furchtbar dieses Buch zu lesen!!

Doch vielleicht ist es eines der besten Büchen, die ich je gelesen habe. Es führt einem dramatisch vor Augen, was in der Welt alles passiert und wie gut wir es hier eigentlich haben. Es zeigt aber auch, dass es schreckliche Dinge vor unserer Haustüre gibt, die wir nicht sehen wollen oder können. Es zeigt, wie leicht es ist, manches einfach zu vergessen, weil es die einzige Möglichkeit ist es zu überleben. Es zeigt aber auch, wie schwer es ist, es wieder zu verdrängen, wenn es erstmal wieder da ist. Dieses Buch zeigt die Höhen und Tiefen der Problembewältigung, schreckliche Probleme die so unvorstellbar grausam sind, das man am liebsten weg sehen möchte. Doch dadurch wird es nicht besser!

Ich habe dieses Buch gehasst und doch hab ich jede dieser Frauen bewundert. Das macht es wirklich lesenswert.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Die hochgewachsene Schwedin Inge, fast fünfzig, geschieden, Mutter zweier in London studierender Töchter, ist eigentlich Lehrerin. Sie lebt in einer Reihenhaussiedlung in Stockholm und hat ihr Pädagoginnen-Dasein längst gegen eine lukrativere und weit weniger nervenaufreibende Tätigkeit aufgegeben. Inge verfasst Sachbücher, tut das zu Hause und führt mehr oder weniger ein Einsiedlerleben. In einer Gärtnerei lernt sie die gleichaltrige Mira kennen, eine kleine, temperamentvolle Chilenin, wie sie selbst Mutter und wie sie selbst geschieden. Zwischen diesen beiden Frauen, wie sie von ihrem sozialen Umfeld und ihrer Vergangenheit nicht unterschiedlicher sein können, entspinnt sich eine zwar enge, aber sehr komplizierte Freundschaft. Die emanzipierte Inge, die ihrem Mann einst die Tür wies, liebt ihn noch immer. Mira, als Unterworfene in einer patriachalischen Struktur, löst sich nach der Flucht aus der Hölle der Pinochet-Junta von ihrem Ehemann und besitzt zum ersten Mal in ihrem Leben ein Bankkonto. Nicht als Frau ihres Mannes, sondern als Mira Narvaes. Doch die Vergangenheit wirft lange Schatten auf ihre verletzte chilenische Seele. Schier unglaubliche Grausamkeiten schlugen Miras Psyche tiefe, schwärende Wunden, deren Schmerzen sie mit Tabletten und Alkohol bekämpft. Einen ihrer drei Söhne verlor Mira, die nun in einem Kindergarten für Einwandererkinder ihren Lebensunterhalt verdient, an das Pinochet-Regime. Otilia, die einzige Tochter, vergewaltigt und gedemütigt, gilt als verschollen. Bei einer Reise nach London stellt Inge Nachforschungen nach Otilia an ... Dies ist nur ein Handlungsstrang einer ebenso verästelten wie dichten Erzählung, deren jähe Wendungen den Leser immer aufs Neue fesseln. Wer sich auf diesen bildhaften, kraftvollen Roman der schwedischen Erfolgsautorin Marianne Fredriksson einlässt, findet sich plötzlich mitten im Schweden der neunziger Jahre. Wird konfrontiert mit schicksalhaften Vergangenheiten, die unter die Haut gehen, betroffen machen. Als leichte Lektüre vor dem Schlafengehen ist „Inge und Mira" nicht zu empfehlen, doch wer mit den beiden Frauen einmal Bekanntschaft geschlossen hat, wird das Buch nicht mehr beiseite legen können. Nuancenreiche Naturschilderungen dieses vom langen dunklen Winter geprägten Landes, seinen Traditionen, der buchstäblichen Toleranz seiner Menschen lassen diese 236 Seiten zu einem Leseerlebnis erster Güte werden. Auch eine Reise in das ferne Anden-Land bleibt dem Leser nicht erspart, hilft zu verstehen und erinnert an politische Verhältnisse der frühen siebziger Jahre.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Starke Freundschaft 31. März 2008
Format:Broschiert
Marianne Fredriksson erzählt die Geschichte der Freundschaft von Inge und Mira in den Neuziger Jahren im schwedischen Stockholm.
Inge ist Schwedin, war Lehrerin und arbeitet jetzt als Schriftstellerin. Mira ist mit ihrer Familie aus Chile geflüchtet und hat in Schweden eine neue Heimat gefunden. Die beiden lernen sich zufällig in einer Gärtnerei kennen.
Zwei unterschiedliche Lebensgeschichten, verdrängte Erinnerungen, böse Erfahrungen lassen in langen, intensiven Gesprächen eine tiefe Freundschaft entstehen.
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