Kurzbeschreibung
Vor dem Hintergrund der öffentlichen Diskussion zur Verbreitung der Neuen Medien sowie nach dem PISA-Schock wird die Frage, welche Chancen informelle Bildungsangebote neben den formalen Strukturen eröffnen, bisher wenig diskutiert. Doch gerade das Internet öffnet Räume zur informellen, selbstgesteuerten Aneignung. Hier gewinnt die Frage, wer diesen Bereich nutzen kann, zentrale Bedeutung - insbesondere unter der Prämisse sozialer Ungleichheiten. Dieses Buch fasst erstmalig das Wissen über informelle Bildung im Onlinebereich und Erfahrungen aus der medienpädagogischen Praxis in diesem Kontext zusammen. Führende Vertreter der Bildungsforschung, der Medienpädagogik, der Forschung zu digitaler Spaltung und Differenzen in der Nutzung sowie der Qualitätsforschung im Onlinebereich in deutschen Sprachraum präsentieren aktuelle Erkenntnisse und entwickeln Perspektiven für eine weiterführende Debatte.
Der Band richtet sich an WissenschaftlerInnen, wie auch an PraktikerInnen aus dem Bereich der medienpädagogischen Arbeit und der Jugendbildung und diskutiert Grundfragen zum Themenfeld Neue Medien im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen. Die verschiedenen Aspekte der sozialen Einbettung von Mediennutzung werden diskutiert in Bezug auf die Schwerpunkte informelle Bildung, soziale Spaltung bei der Nutzung der Neuen Medien, Barrierefreiheit und Jugendhilfe im Onlinekontext.
Mit Beiträgen von Norbert Blesch, Georg Cleppien, Thomas Hänsgen, Alexandra Klein, Bernhard Koring, Herbert Kubicek, Nadia Kutscher, Winfried Marotzki, Horst Niesyto, Hans-Uwe Otto, Franz Joseph Röll, Petra Schopp, Maik Smolinski, Waldemar Vogelgesang, Stefan Welling und Wolfgang Zacharias.
Über den Autor
Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Uwe Otto lehrt an der Fakultät für Pädagogik, AG Sozialarbeit/Sozialpädagogik der Universität Bielefeld.