Wow! Das Buch ist gnadenlos...gut! Ein erfolgreicher Schriftsteller, der nur oberflächliche Scheiße schreibt, und ein erfolgloser Autor, der meint, ein großer Geist zu sein. Letzterer will ersteren vernichten, weil sie mal zusammen gewohnt haben und er dem andern den Erfolg mit seinem Mist nicht gönnt. Intrigen, Mobbing, Verschwörungen - was Richard Tull auch anfängt - es scheitert grandios und es wendet sich immer gnadenlos gegen ihn selbst. Der Wahnsinn dabei: 500 und mehr Seiten lesen wir Richards Leidensweg, sind auf seiner Seite, sehen ihn leiden und am Ende, am Tiefpunkt von Richards Karriere kommt - der absolute Tiefpunkt, eine absolute Gemeinheit! Und dann ist Schluß. Die dramtische Gerechtigkeit siegt nicht! Daß sich ein Autor sowas traut! Klasse. Normalerweise leidet man mit einem Helden, um ihn am Schluß triumphieren zu sehen, aber hier - das Gegenteil. Man denkt: So ist es! Und trotzdem: Richard ist kein Held. Man denkt zwischendurch durchaus, was für ein Arschloch, aber der andere ist eben ein noch größeres Schwein. Aber bei dem klappt alles. Ein unglaubliches Buch. Unglaublich gut.