Die Spanische Grippe von 1918 ist Thema dieses Buches. Gina Kolata schreibt über Wissenschaftler aus aller Welt die zumeist Mediziner und Biologen an der Entschlüsselung des Grippevirus von 1918 arbeiteten und arbeiten. Sie stellt Überlegungen an warum die vergangenen Pandemien und Seuchen so wenig Beachtung in Literatur und Presse gefunden hat. Kolata selbst Biologin schafft es dem Leser zu Vermitteln wie Zufälle, Ehrgeiz, Altruismus und schließlich neue molekularbiologische Techniken ineinander greifen und so zur Rekonstruktion eines der gefährlichsten Viren unserer Zeit führen. Kolata macht deutlich wie wichtig diese Arbeiten sind um Mechanismen der Influenzaviren erkennen und erforschen zu können. Kolatas Ausführungen über mögliche und vergangene Pandemien stimmen nachdenklich insbesondere angesichts neuer Influenzafälle (N5H1, Vogelgrippe, Schweinepest) in der jüngeren Vergangenheit mit hoher Mortalitätsrate die, sollte sie zu einem Mensch zu Mensch Übertragungsfähigkeit mutieren, katastrophale nicht vorherzusehende Folgen für die Welt haben. Es wird deutlich wie zerbrechlich die westlich wissenschaftlich geprägte Sicherheit sein kann in der sich unsere Zivilisation heute wiegt.