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Influenza
 
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Influenza [Gebundene Ausgabe]

Gina Kolata , Irmengard Gabler
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Fischer (S.), Frankfurt (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100383206
  • ISBN-13: 978-3100383204
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 12 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 290.082 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Den Anfang bildeten Kopfschmerzen, Schlappheit und Fieber -- die üblichen Grippesymptome eben. Doch 24 Stunden später war der Kranke meist verstorben, niedergestreckt von einer der heimtückischsten Epidemien der Geschichte. Die Spanische Grippe von 1918 forderte weltweit über 20 Millionen Menschenleben und stellte damit manchen Krieg in den Schatten -- dennoch ist unser Wissen über diese Seuche begrenzt.

Woher der Erreger kam, wohin er verschwand, wie aus einer gewöhnlichen Grippe ein Todesvirus wurde -- allesamt Fragen, auf die es bislang keine ausreichenden Antworten gibt. Die Grippewelle könnte also jederzeit wieder ausbrechen, ohne dass die Forschung ausreichenden Schutz zu bieten in der Lage wäre. Echter Stoff für einen Eins-a-Wissenschaftsthriller!

Genau den hat Gina Kolata auch verfasst. Einer mehrstufigen Rakete gleich zündet ihr einem Krimi ähnliches Sachbuch fünffach: 1. Stufe: Der Seuchenverlauf 1918, als die "Medizinwissenschaftler ihre Suche nach der Ursache der Epidemie buchstäblich am Sterbebett der Opfer begannen"; 2. Stufe: die anschließende schwierige Erforschung der Wirkungs- und Verbreitungsform der Krankheit; 3. Stufe: 1951 führt der Weg nach Alaska, um dort in tiefgefrorenen Leichen den konservierten Virus zu finden; 4. Stufe: die Angst vor einer neuerlichen Grippewelle 1976; 5. Stufe: die wissenschaftlichen "Jäger des verlorenen Schatzes" kommen endlich der Arbeitsweise des Virus auf die Spur.

Forschungsergebnisse erfordern Zeit, Influenza folgt nicht dem Schema 'Held kommt und siegt'. Kolata schildert den steinigen Erkenntnisweg der Virologen ausführlich, manchmal gar so detailversessen, dass es nur Wissenschaftler begeistern wird. Summa summarum aber fesselt ihr aufschlussreicher Bericht über die Jagd nach einem bedrohlichen Virus, auch weil ihr Buch eine sich verändernde Wissenschaftslandschaft skizziert.

Das Husten des Sitznachbarn in der Straßenbahn wird man jedenfalls nach der Lektüre von Influenza in Zukunft sehr bedrohlich finden. --Joachim Hohwieler

Wissenschaft-Online

"Der Anblick übertraf jedes Schlachtfeld", schreibt ein Arzt im Herbst 1918. Zeugen erzählen von Bildern, die sie nie vergessen konnten. Doch obwohl über 20 Millionen Tote zu beklagen waren und fast jede Familie dieser Erde einen Angehörigen verlor, ging dieses Ereignis kaum in die Geschichte ein. Vielleicht weil der Massenmörder selbst unsichtbar blieb: Es war der Virus der spanischen Grippe. Doch er hinterließ eine Spur des Schreckens: Er kam wie ein Schnupfen und erstickte seine Opfer – junge und bis dahin auffallend gesunde Menschen – innerhalb weniger Tage. Diese Tragödie dient als Hintergrund für das soeben auf Deutsch erschienene Buch "Influenza" von Gina Kolata. Wie in jedem guten Krimi ist in diesem Sachbuch weniger die eigentliche Tat, sondern vielmehr die Feinarbeit der Detektive das Thema der Erzählung: der Versuch der Wissenschaftler, noch Jahrzehnte nach der Epidemie dem Virus auf die Spur zu kommen. Denn falls der Mörder nochmals zuschlägt, wollen sie gewappnet sein. Nur wenn sie ihn kennen, können sie rechtzeitig warnen bzw. einer neuen Katastrophe vorbeugen. Thema des Buches ist also ein Wettlauf – ein Wettlauf gegen die Zeit und die Konkurrenz. Um die Welt vor dem Verderben zu retten, benötigen die Forscher den genetischen Code des Virus. Sie wollen herausfinden, was den Grippeerreger so außergewöhnlich tödlich macht, und einen Impfstoff entwickeln. Doch um einen frischen (genetischen) Fingerabdruck zu bekommen, brauchen sie den Täter – und das ist über 80 Jahre nach der Tat kein einfaches Unterfangen. Drei Forscher machen sich mit recht unterschiedlichen Methoden ans Werk und suchen nach „gut erhaltenen“ Opfern. Doch noch während die Arbeiten auf Hochtouren laufen, scheint der Mörder 1997 erneut zuzuschlagen ... Gina Kolata erlaubt dem Leser einen Blick hinter die sonst aus Sicherheitsgründen gut verschlossenen Labortüren. Das macht ihr Buch besonders für solche Leser empfehlenswert, die sich – neben der Geschichte der Medizin – auch für Mikrobiologie interessieren. Mit verständlichen Worten beschreibt die Autorin die komplizierte (Labor-) Welt der Wissenschaftler. Selbst an Stellen, an denen es manchen Lesern zu „wissenschaftlich" werden könnte, trägt die Spannung weiter. Humorvoll karikiert Kolata die skurrilen Seiten der Forschung – bzw. der Forscher. Voller Ernst dagegen beschreibt sie den im Fall „Influenza“ erstaunlich kurzen Weg von den Ergebnissen im Labor zu den Entscheidungen der amerikanischen Regierung. Damit könnte das Buch die Diskussion, in wie weit die Öffentlichkeit bzw. die Medien über die Arbeit von Wissenschaftlern informiert werden soll, neu beleben. Als Mikrobiologin und Wissenschaftsjournalistin ist Gina Kolata für diese Vermittlerrolle prädestiniert. Für ihre Artikel wurde sie mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Ob sich die Wissenschaftler im Laufe der Geschichte zusammentun und die Welt vor der nächsten Epidemie bewahren? Das Ende soll hier nicht verraten werden – und kann es im Grunde auch nicht, denn der Krimi geht weiter: im wirklichen Leben! Rezensent: Friederike Bleckmann


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Dieses Buch ist nicht einfach aus der Hand zu legen. Gina Kolata schafft es komplizierte wissenschaftliche Sachverhalte auch für den interessierten Laien verständlich zu vermitteln. Dabei stört die wissenschaftliche Herangehensweise keinesfalls den Spannungsbogen. Es werden nur gesicherte Fakten als solche dargestellt, mit ausführlichen Quellenangaben am Schluss des Buches, vorgestellte Hypothesen und Theorien regen zum Weiterdenken an, das Buch ist jedoch nie reißerisch und kein Meinungsmanipulator. Wie wichtig der verantwortliche Umgang mit gesicherten Fakten und nicht auszuschließenden Möglichkeiten auch für die Politik (z.B. präventive Massenimpfung, Kausalitätsfrage bei Impfschäden) ist und die schwierige Aufgabe der Entscheidungsträger wird sehr anschaulich vermittelt.
Die zukünftige Entwicklung der Forschung über Grippe-Viren wird den nun informierten Leser weiterhin interessieren, nicht nur weil mit SARS aus der chinesischen Provinz Guandong ein neues Virus in die Welt aufgebrochen ist.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gut, aber sehr amerikanisch 11. August 2004
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Spannend und faktisch, kurzweilig und gut zu lesen!
Jedoch ist es stark amerikanisch und man liest dieselben zentralen Fakten sehr, sehr oft. Mir persönlich zu oft, denn ich neigte dazu, diese Wiederholungen zu überspringen.
Dennoch finde ich das Buch empfehlenswert.
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Pest,Lebra,Pocken,Cholera alle diese Krankheiten sind bekannt und durch die Arbeit unserer Ärtzte auch soweit ausgerottet.Aber da gibt es noch die Influenza, die sogenante Grippe oder Spanische Grippe, die 1918 20.Millionen Menschen dahin gerafft hat und die in unseren Geschichtsbüchern nicht erwähnt wird.Woher diese Krankheit kam ist schwer rescherschierbar,es ist nur soviel bekannt das die erste Welle im Frühjahr 1918 in Spanien seinen Anfang nahm und im Herbst 1918 mit seiner ganzen tötlichen Kraft in 5 Bundesstaaten der USA wieder auftauchte.Betroffen waren vorwiegend junge gut durchtrainierte Menschen wie z.B. Soldaten die sich bereithielten um in den Krieg zu ziehen. Die zweite Welle der Epidemie breitete sich über die ganze Welt aus und Staaten wie Kanada und Südamerika die im Frühjahr verschont gebieben waren wurden befallen und forderten ihre Opfer. Die Mediziner standen vor einem Rätzel. Und dies wird so gut es geht in diesem Buch gelüftet.

Dieses Buch ist mit das Spannenste was ich in der letzten Zeit gelesen habe.Ein Thriller über einen Killer der uns jederzeit und unverhofft wieder treffen kann.

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