Roland Kirk ist ein Jazzmusiker, der ohne Zweifel einen ganz eigenen Stil besitzt. Man mag ihn zum Hardbop zählen wollen, aber seine Musik ist einfach zu vielschichtig, um ihn in bestimmte Sparten zu drängen. Vielleicht haben blinde Musiker ein anderes Bild vom Klang und können deshalb Musik schaffen, welche sich einprägt und man nie vergisst. Auch auf dieser Platte glänzt Kirk mit extrem intensiven, schwungvollen Themen, auf welche er mit Zirkularatmung (eine äußerst schwere Technik) scheinbar endlos improvisiert.
An Ideen mangelt es ihm dabei nie, er steht stets im Vordergrund, die Band mit Ron Burton (piano), Steve Novosel (bass) und Jimmy Hopps (drums) hält sich meist zurück und lässt Kirk mit seinen ungewöhnlichen Instrumenten (Manzello, Stritch,...) zaubern.
Die CD enthält gegenüber dem Originalalbum einen Track mehr, obwohl Kirk damals diesen Track bewusst dem Kontext des Albums fernhielt, wie man ganz nebenbei im Booklet erfährt. Man fragt sich nach dem Hören 'Warum eigentlich?' , denn dem zugleich letzten Track der CD mangelt es an nichts.
Fazit:
Obwohl fast 40 Jahre alt: Wunderbare Musik von dem Mann mit den drei Saxophonen im Mund!