Auf den ersten Blick scheint die Story nicht besonders viel Neues zu bieten. Eine unbekannte Krankheit befällt scheinbar zusammenhanglos Durchschnittsbürger und lässt diese in den völligen Wahnsinn abgleiten. Auch wenn niemand so richtig ahnt, womit er es zu tun hat, wird auf höchster staatlicher Ebene ein Mix aus Agenten und Wissenschaftlern als Krisentruppe eingesetzt, die sich der mysteriösen Vorgänge annehmen soll.
Soweit bietet dieses Grundgerüst der Geschichte nur Altbekanntes. Dennoch bringt es der Autor fertig, den Leser auf eine deutlich überdurchschnittliche, größtenteils sehr unterhaltsame und bis auf das etwas enttäuschende Ende durchaus spannende Jagd nach dem Sinn und Ursprung der rätselhaften Erkrankung zu schicken. Insbesondere durch die Idee, ausgerechnet einen höchst aggressiven, leicht erregbaren Ex-Footballspieler, der - vorsichtig ausgedrückt - nicht ohne weiteres bereit ist, sich mit der Opferrolle abzugeben und im weiteren Verlauf einen Grad der Selbstmalträtierung bietet, den man so schnell nicht vergessen wird, erhält das Buch auch einen leicht ironischen Touch, ohne dabei allerdings ins Lächerliche zu verfallen. Zudem trägt dieser Teil der Handlung, auch wenn er sich über lange Zeit fast ausschließlich in den 4 Wänden des Protagonisten abspielt, enorm zum Verständnis der gesamten Geschichte bei, da hier die Wandlung vom halbwegs gesunden, kürzlich Befallenen bis zum total Durchgeknallten sichtbar wird.
Insgesamt ein sehr kurzweiliges, wenn auch weitestgehend vollkommen sinnfreies Buch, das eine passende Mischung aus Horror und ein wenig Humor bietet. Negatives gibt es kaum zu sagen, außer, dass das Thema des Buches dem ein oder anderen Leser vielleicht von Vornherein zu ausgelutscht vorkommen wird. Jedoch wäre es ein Fehler, sich davon abschrecken zu lassen.